7 Tipps, damit du durch den Velo-Winter kommst

Die Winterzeit rückt näher. Vereiste Strassen, viel Regen und Kälte sind vorprogrammiert. Wir haben ein paar nützliche Tipps für dich, mit denen du optimal durch die kalte Jahreszeit radeln kannst und die Freude nicht verlieren wirst!

Tipp 1: Druck ablassen und den richtigen Reifen wählen

Grip ist das A und O, wenn man im Winter auf dem Velo unterwegs ist. Auf glatten Strassen ist die Bodenhaftung eingeschränkt. Um auf eisigen Strassen besseren Halt zu haben, sollte man etwas Luft aus den Reifen ablassen. Denn weichere Reifen verhelfen zu mehr Bodenhaftung und mindern die Rutschgefahr.

Wer den ganzen Winter über unterwegs ist, dem empfehlen wir den Wechsel auf Winterreifen. Die weiche Gummimischung und das spezielle Lamellenprofil fördern den Gripp sowohl auf Strassen wie auch auf Trails. Wer dauerhaft auf eis- und schneebedeckten Untergründen unterwegs ist, sollte sich Spikes-Reifen anschaffen. Die Alu-Pins sorgen für zusätzlichen Halt und garantieren sicheren Fahrspass.

Veloplus bietet ein breites Sortiment an Winterreifen an. In unserem Winterreifentest zeigen wir euch, wie wichtig passende Reifen für die Jahreszeit sein können und welches der optimale Winterreifen ist.

Im Veloplus Winterreifentest wurden die Reifen auf Herz und Nieren getestet. (Quelle: Veloplus)

Tipp 2: Griptape auf Schalt- und Bremshebeln

Nicht nur bei den Reifen gibt es Rutschgefahr. An regnerischen-kalten Tagen passiert es auch schnell, dass man mit nassen Handschuhen von den Brems- und Schalthebeln mit den Fingern abrutscht. Mit einem einfachen Trick kann man jedoch die Hebel griffig und rutschfest machen. Im Internet kann man sich günstig ein Skateboard Griptape kaufen und davon kleine, auf die Schalt- und Bremshebel angepasste Schnipsel herausschneiden und ankleben. Die raue Oberfläche bietet optimalen Grip und Rutschfestigkeit.

Die raue Griptape-Oberflächenfolie des Skateboards kann man im Internet bestellen und damit die Brems- und Schalthebel des Fahrrads ausstatten.

Tipp 3: Die richtige Reinigung und Pflege

Salz kann grossen Schaden an unterschiedlichen Elementen am Fahrrad anrichten. Du tust deinem Velo einen Gefallen, wenn du die Salz- und Schneelauge nach jeder Ausfahrt mit klarem Wasser abwäschst. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass das Velo nach dem Abspülen unbedingt in einem Keller zum Trocknen abgestellt werden sollte. Ist die Temperatur in einem Raum zu hoch, kann sich Kondenswasser bilden. Ist es jedoch zu kalt, können Schalt- und Bremskabel einfrieren. Wer das Fahrrad besonders gut Pflegen will, kann zusätzlich auch nocht mit einem Veloreinigungsmittel eine Grundreinigung vornehmen.

Achtung: E-Bikes sollten nie mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt werden, da die elektronischen Elemente und der Akku dadurch beschädigt werden können.

Ein Fahrrad braucht besonders im Winter eine gute Pflege. (Quelle: Veloplus)

Tipp 4: Lagerung im Freien

Wer keinen Keller zur Verfügung hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als das Velo im Freien stehen zu lassen. Bei diesem Szenario empfiehlt es sich beim Abstellen, einen mittelschweren Gang einzulegen. Denn wenn die Schaltung einfriert und den Dienst quittiert, ist ein zu leichter oder zu schwerer Gang noch nerviger als die eingefrorene Schaltung an sich.

Als zusätzlicher Schutz gegen Witterungen ist es sehr empfehlenswert, ein Fahrrad im Freien mit einer wasserfesten Schutzhülle zu bedecken. Veloplus hat verschiedene solcher Hüllen im Sortiment. Zum Beispiel das Bike Cover von Topeak. Die Schutzhülle schützt vor Nässe, Staub und Schmutz und verhindert Rostschäden und knarzende Lager.

Bike Cover von Topeak

Nässe, Staub und Schmutz setzen ungeschützten Velos arg zu. Langzeit­schäden sind Rost, knarzende Lager und schwergängige Züge. Einfacher und billiger ist es, das Velo zu schützen. Das Bike Cover von Topeak hat ein UV-beständiges, beidseitig beschichtetes Nylongewebe.

So sollten die Fahrräder im Winter nicht gelagert werden. (Quelle: Pixabay)

Tipp 5: Keine kalten Füsse bekommen

Eines der grössten Winterprobleme sind ausgekühlte Körperteile. Alle kennen das Gefühl von halbgefrorenen Finger- und Zehenspitzen. Es gibt zwei effektive Methoden für warme, trockene Füsse und gegen das Auskühlen der Zehenspitzen. Um die Fussspitzen warm zu halten kann man ein wenig Alufolie abreissen und die Zehen damit einpacken bevor man in die Schuhe steigt.

Zusätzlich kann man mit einem wasserfesten Malerband oder Tape den Bereich der Schnürsenkel abkleben, damit keine Feuchtigkeit in die Schuhe eindringt. Mit diesen zwei Tricks bleiben deine Füsse auch auf längere Distanzen im Regen warm und trocken. Wer dauerhaft wohlig warme und auch trockene Füsse möchte, kann auf die umweltfreundliche und selbsterwärmende Sohle Chilli Feet zurückgreifen und natürlich Winter-Veloschuhe tragen.

Einen Streifen Alufolie um die Zehenspitzen wickeln hält die Füsse länger warm. (Quelle: Pixabay)

Tipp 6:  Schaltzüge nicht einfrieren lassen

Die Schaltzüge, welche in Aussenhüllen laufen, werden bei Minusgraden extrem beansprucht und drohen zu gefrieren. Es gibt einen „Trick 77“, der sich bis Anhin bewährt hat: Das Kabel aus der Hülle ziehen, die Hülle mit Druckluft ausblasen und ein Schmiermittel in die Hülle sprühen. Das hilft zuverlässig, dass Wasser zu verdrängen und ein Einfrieren zu verhindern.

Mit dem „Trick 77“ verhinderst du das Einfrieren der Schaltzüge. (Quelle: Pixabay)

Tipp 7:  Schloss kopfüber lagern

Das Veloschloss kann bei eisigen Temperaturen gerne mal einfrieren. Es gibt einen ganz einfachen Trick, damit dies nicht passiert: Schlossöffnung nach unten ausrichten, damit das Wasser nicht eindringen und gefrieren kann. Sollte es doch aufgrund von Eis blockieren, empfiehlt es sich, dass Schloss mit einem Feuerzeug zu erwärmen. Präventiv hilft es, dass Schloss mit etwas Schmiermittel zu beschichten.

So sollte ein Schloss nicht positioniert sein (auch wenn dies kein Fahrradschloss ist). (Quelle: Pixabay)

Hast du noch weitere Tipps?

Alle Fahrradfahrenden haben ihre eigenen Tipps und Tricks für die Winterzeit. Teile uns und unserer Community in den Kommentaren mit, wie du durch den Winter kommst.

8 Kommentare

Myriam
19. November 2020

Gute Tipps – was mir fehlt: Sichtbarkeit! Im Winter sind die Tage gar kurz – helle, retroreflektierende Kleidung und ist angesagt – sowie verlässliches Licht am Velo.

Ideale Lösung für alle, die sich ungern hässlich anziehen: Handschuhe, Hosen-Zusammenbinder & wärmende Überschuhe in grellen Farben mit Reflektoren: Die ziehst Du eh aus, bevor Du ins Büro / in den Ausgang / bei denen Freunden klingeln gehst… 😉

Für verlässliches Licht am Velo hat sich aus meiner Sicht bewährt – gerade auch im Schnee: der Nabendynamo.

    Veloplus – Béla Brenn
    19. November 2020

    Hallo Myriam
    Du hast natürlich absolut Recht und vor allem im Winter ist das Thema Sichtbarkeit essentiell. Da aber bereits im Herbst die Dunkelheit voranschreitet, und auch weil uns das Thema sehr wichtig ist, haben wir der Sichtbarkeit bereits im Oktober einen ganzen Blogbeitrag gewidmet. Dort präsentieren wir dir verschiedenste reflektierende Produkte, Velolichter und Informationen rund ums Thema Sichtbarkeit. Siehe hier:
    Es wird dunkel – mach dich sichtbar!
    Ich hoffe diese Informationen helfen dir weiter. Freundliche Grüsse, Béla Brenn von Veloplus

Egli Albert
19. November 2020

Die fachgerechte Lagerung von E-Bike Akkus wäre noch einen Tipp wert

Ivo Raemy
19. November 2020

Im Winter empfiehlt es sich, eine Schutzbrille zu tragen, damit das von Autos verspritzte Scheibenwischenwasser nicht mit den Augen in Kontakt kommt.

Ist zudem ein zuverlässiger Schutz bei Eisregen.

Michael
20. November 2020

Schrumpfschlauch über die Bremshebel hilft auch gegen kalte Zeigefinger.

Thorsten
26. November 2020

Für mehr Führung und Fahrstabilität auf rutschigem Untergrund vorne einen breiteren (Winter) Reifen montieren als hinten. Hat bei mir überraschend mehr Stabilität gebracht.

    Veloplus – Béla Brenn
    26. November 2020

    Hallo Thorsten
    Vielen Dank für den spannenden Tipp!
    Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

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