Bye-bye Fussschmerzen

Wie Veloplus-Kunde Manuel Senn aus Turbenthal den richtigen Veloschuh gefunden hat.

Der durch und durch sportliche Manuel Senn hat vor vier Jahren das Rennvelofahren entdeckt, nicht für den Wettkampf, sondern für sich selbst aus purer Freude am Velofahren. Er liebt es, sich selbst herauszufordern und an die Grenzen zu gehen. Unter der Woche stehen meist drei Feierabendtouren auf dem Plan, jeweils rund 50 Kilometer. Jährlich spult er 6000 Kilometer im Sattel ab.

Bei Veloplus hat er sich eine neue Ausrüstung, bestehend aus einem Trek Emonda Rennvelo und einem sehr sportlichen Rennveloschuh, gekauft. Doch schon bald begann Manuels Leidensweg. Ein ganzes Jahr lang fuhr er mit Schmerzen. «Beim Velofahren sind mir immer nach 30 bis 35 Kilometern die Füsse eingeschlafen», erzählt er, «ich hatte kein Gefühl mehr in den Zehen.» Die Schmerzen waren so stark, dass Manuel anhalten und die Schuhe ausklicken musste. «Da war der Blutfluss gleich wieder da.» Das hat zwar schnell Linderung gebracht, die Schmerzen kamen Aber nach wenigen Kilometern wieder zurück. «Das hat mir den Spass am Velofahren richtig verdorben. Ich sass immer wieder komplett genervt auf dem Velo», erinnert sich Manuel.

Den Schmerzen auf der Spur

Aufgrund der anhaltenden Beschwerden hat sich Manuel auf der Website von Veloplus über das Ergonomie-Angebot informiert. Er hat sich schnell dazu entschieden, einen Check zu machen. Zusammen mit Guido Kozlik, Ergonomie-Experte im Veloplus-Laden Wetzikon, hat Manuel als erstes eine Satteldruckanalyse vorgenommen. Nicht nur in den Füssen, sondern auch im Gesäss hatte er beim Velofahren Schmerzen. «Das konnte aber sehr schnell behoben werden», erinnert er sich. Dank eines neuen Sattels und der richtigen Einstellung war dieses Problem sehr schnell eliminiert.

Das Problem eingrenzen

Nun ging es daran, das Problem mit den Fussschmerzen zu lösen. Guido machte das immer aufs Neue stutzig: «Es war reproduzierbar, weil es immer nach 30 Kilometern auftrat. Es war also nicht abhängig von der Tagesform.» Damit war klar, dass ein spezifisches Problem vorlag, dem man auf die Spur kommen musste.

 «Wir haben uns Schritt für Schritt voran getastet», führt Guido aus. «Als erstes haben wir neue Schuhinnensohlen ausprobiert, was aber keine Linderung brachte.» Im nächsten Schritt änderten sie die Position der Pedalplatten (Cleats). Guido: «Wir haben sie so weit hinten wie möglich montiert. Wenn die Pedalplatten zu weit vorne an der Sohle sind, kommt es zu einer ungünstigen Druckverteilung und zu einem langen Hebel, den die Muskulatur rund um das Fussgelenk ausgleichen muss. Das führt oft zu Problemen.» Die Cleats weit vorne zu montieren, sei die risikoreiche Variante. Um Problemen vorzubeugen, gehe man mit den Platten weiter nach hinten. Das ist für den Grossteil der Velofahrenden besser.

Manuel und Guido versuchen, mit dem Verschieben der Pedalplatte nach hinten die Beschwerden zu lindern.

Leider löste auch das Verschieben der Pedalplatten das Problem nicht, Manuels Schmerzen beim Velofahren blieben. Guido hat nicht locker gelassen und weiter nachgeforscht. Da mit dem Wechsel der Innensohle und dem Verschieben der Cleats typische Fehlerquellen eliminiert waren, kam Guido zum Schluss, dass vielleicht der Schuh selbst die Ursache war. «Manuel hat sich für einen sehr hochwertigen Veloschuh entschieden. Es kann aber immer sein, dass er nicht zu einem passt.» Es war ein Modell, bei dem die Schuhsohle im Zehenbereich stark nach oben gebogen ist. Guido: «Wir haben den Ansatz gewählt, einen Schuh zu testen, der mit einer deutlich flacheren Sohle ausgestattet ist und mehr Platz für den Fuss in der Breite bietet.»

Die Erlösung

«Das hat funktioniert.» Mit dem Wechsel des Schuhmodells war Manuel seine Schmerzen endlich los. «Ich fahre neu den Lake CX 242 und bin komplett beschwerdefrei.» Die flache Sohle und die zusätzliche Breite sorgen dafür, dass Manuels Fuss weniger unter Vorspannung steht und seitlich mehr Platz hat. Das entspannt den Fuss und ermöglicht eine natürliche, komfortable Position.

Der neue Schuh von Manuel Senn, ein Lake CX242 mit sehr flacher Sohle und extrabreit.

Dass man bei Problemen mit dem Fuss die Sohlenbiegung anschaut, sei relativ neu, führt Guido aus. «Heute gibt es durchaus Entwicklungen zu flacheren Schuhen.» Für Fahrer:innen, die Leistungssport ausüben und sich am Leistungslimit bewegen, bringen nach oben gebogene Sohlen mehr Vorspannung und Schnellkraft. Das kann sich für Hobbyfahrer:innen in einigen Fällen kontraproduktiv auswirken und zu Problemen führen. Manuel freut sich derweil auf die Velosaison. «Endlich habe ich Ruhe beim Fahren und muss nicht andauernd anhalten.» Es sollen in diesem Jahr auch längere Touren folgen. «Mit den neuen Schuhen habe ich letztes Jahr bereits drei Touren länger als 100 Kilometer gemacht. Dieses Jahr will ich noch weiter fahren.»

Wenn der Schuh zu schmal ist, wird der Fuss zu stark seitlich gequetscht. Die Folgen sind Beschwerden und Schmerzen.

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