Velofahrerin Nadia war mit dem Velo 2 Velocomputer von Beeline unterwegs und hat ihn auf Herz und Nieren getestet. Im Bericht erzählt sie von ihren Erfahrungen, den Vor- und den Nachteilen.
Im Alltag punktet der Velo 2 mit seiner einfachen Bedienung und seinen vielfältigen Funktionen. Das Gerät ist nach dem Einschalten nach wenigen Sekunden einsatzbereit, die Akkulaufzeit reicht problemlos für ausgedehnte Tagestouren. Die Navigation erfolgt über gut getimte Richtungsanzeigen, die zusätzlich durch ein akustisches Signal angekündigt werden. Dadurch bleibt der Blick grösstenteils auf der Strasse und der Umgebung, anstatt ständig auf dem Display zu hängen. Das minimalistische Navigationskonzept funktioniert im Alltag überraschend gut. Nur in unbekanntem Gebiet führt die bewusst reduzierte Kartendarstellung manchmal zu Unsicherheiten.
Übersicht über die verbleibenden Höhenmeter
Das Display ist auch bei Sonnenlicht gut ablesbar. Per Knopfdruck wechslet man unkompliziert zwischen verschiedenen Ansichten, beispielsweise Navigation, Geschwindigkeit, zurückgelegte und verbleibende Distanz, Fahrzeit oder berechnete Ankunftszeit. Besonders gelungen ist die Darstellung von Anstiegen: Während einer Steigung zeigt das Gerät die verbleibenden Höhenmeter in Form eines übersichtlichen Höhenprofils an – eine Funktion, die im Test besonders überzeugt hat.
Beeline-App
Die Beeline-App ist kostenlos und lässt sich mit Plattformen wie Strava verbinden. Bestehende Routen können einfach importiert werden. Verbesserungspotenzial besteht bei der Routenplanung. Die Auswahl beschränkt sich auf drei Routing-Profile (Fast, Balanced und Quiet), die man weder wechseln noch kombinieren kann. Im Test führte das Routing zudem vereinzelt über weniger direkte oder nicht immer nachvollziehbare Velowege, obwohl eine naheliegendere Streckenführung möglich gewesen wäre. Hier dürfte der Routing-Algorithmus künftig gerne noch etwas intelligenter werden und sich den Präferenzen
anpassen.


Ein grosser Pluspunkt: Der Velo 2 navigiert auch im Ausland sowie ohne Internetverbindung
zuverlässig. Erst wenn man die Route verlässt und der Velocomputer sie neu berechnet, ist wieder eine Datenverbindung notwendig.

Plus
- Kompaktes, unauffälliges Gerät
- Schnelle Inbetriebnahme
- Gute Akkulaufzeit
- Einfache, reduzierte Bedienung
- App kostenfrei verfügbar
- Gute Ablesbarkeit bei verschiedenen Lichtverhältnissen
Minus
- Nur drei Routing-Profile, wenig Individualität in der Streckenführung
- Stark vereinfachte Navigation ohne klassische Kartenansicht
- Routenwahl nicht immer intuitiv nachvollziehbar
Bewertung der Testfahrerin Nadia
Bedienung: ⭐⭐⭐⭐
Navigation: ⭐⭐⭐⭐
Display: ⭐⭐⭐⭐⭐
Akkulaufzeit: ⭐⭐⭐⭐⭐
Routenplanung: ⭐⭐⭐
Preis-Leistung: ⭐⭐⭐⭐