E-Bike-Wissen durch eine Elektrotechnik-Schulung

E-Bikes werden zunehmend wichtiger für die Mobilität. Die motorisierten Fahrräder erfordern sehr viel mehr technisches Know-how als herkömmliche Fahrräder. Damit wir in unseren Velowerkstätten den besten E-Bike-Service offerieren können, bieten wir unseren Werkstatt-Mitarbeitenden eine spezielle Weiterbildung in der Elektrotechnik an.

Wieso funktioniert mein Display nicht mehr? Was ist mit meinem Speed-Sensor los? Weshalb wird die Batterie am E-Bike-Antrieb nicht erkannt. Der Antrieb unterstützt nur unregelmässig und manchmal gar nicht und hat Verbindungsprobleme. Wie kann ich das beheben? Warum funktioniert meine Beleuchtung nicht mehr? Mit diesen und ähnlichen Problemen und Anfragen sind die Mitarbeitenden in unseren Werkstätten fast täglich konfrontiert.

E-Bikes und Velos haben heutzutage immer mehr elektronische Komponenten und die Elektronik nimmt einen immer grösseren Stellenwert ein. Ein fundiertes Grundwissen im Bereich der Elektrotechnik ist in einer modernen Velowerkstatt eine Grundvoraussetzung, um elektrische Störungen bei E-Bikes und deren Komponenten effizient beheben zu können und elektronische Montagearbeiten fachgerecht durchzuführen.

Im Schulungsraum in Wetzikon vertiefen unsere Clinic-Mitarbeitenden ihr theoretisches und praktisches Wissen über Elektrotechnik.

Deshalb haben wir bei Veloplus eine interne Weiterbildung in Elektrotechnik eingeführt. Unser Hauptverantwortliche für unsere Werkstätten, Mathias Zollinger, war bei der Planung und Umsetzung der Schulung dabei. Er weiss, weshalb diese Schulung so wichtig ist: „Unseren gelernten Mechaniker*innen ist das Thema Elektrotechnik sicher nicht neu, da dieser Bereich immer wichtiger wird in der Ausbildung zum Fahrradmechaniker EFZ. Dennoch sehen wir es als sehr wichtig, in dieses Fachgebiet zu investieren und das Gelernte gezielt im Werkstattalltag einzusetzen.“

Theoretisches und praktisches Wissen

In der Regel werden technische Schulungen für unsere Clinic-Mitarbeitenden von Zollinger selbst durchgeführt. Da dieses Thema jedoch sehr komplex ist und der Aufwand eine entsprechende Schulung aufzugleisen eher gross gewesen wäre, wurde die Schulung extern durch René Horber, einen Fahrradmechanikermeister und Berufsfachschullehrer für Velomechanik an der Berufsschule in Winterthur vorbereitet und durchgeführt.

Die Schulung bestand aus zwei Blöcken. Am Morgen wurden in einem Theorieblock alle möglichen Themenbereiche der Elektrotechnik erarbeitet und repetiert, was Begriffe wie Widerstand, Spannung, Leistung, Wattstunden, Lux, Lumen, Serienschaltung, Parallelschaltung, Gleichstrom oder Wechselstrom bedeuten.

Am Nachmittag wurde das theoretische Wissen aus dem Morgenblock in praktischer Form angewendet. Mit Messgeräten wurden an verschiedenen Beleuchtungen Tests durchgeführt und verschiedenste elektronische Störungen bei Fahrrädern untersucht. Für Horber, der die Schulung geleitet hat, war der Bezug zum aktuellsten Stand der Elektrotechnik sehr wichtig: „Für die Schulung verwenden wir Beleuchtungen und Geräte auf dem neusten Stand, damit diese Schulung auch genau dem neusten Wissensstand in der Branche entspricht.“

Wichtig ist einerseits, dass elektrische Störungen an E-Bike-Antrieben, Beleuchtungsanlagen und anderen Geräten effizient analysiert werden können, andererseits aber auch fachmännisch behoben werden können. Für die Analyse ist es auch wichtig, dass diverse Messungen mit dem Multimeter an Batterien, Akkus und Lichtanlagen ebenfalls geschult werden. 


Die Schulung ist eine optimale Gelegenheit, die Qualität in unseren Werkstätten auf das höchste Niveau zu bringen.“

Mathias Zollinger, Hauptverantwortlicher Veloclinic


Auch wenn dieses Wissen auch in der Grundausbildung zum Fahrradmechaniker vermittelt wird, ist diese Schulung für Zollinger von grosser Relevanz: „Die Schulung ist eine optimale Gelegenheit, die Qualität in unseren Werkstätten auf das höchste Niveau zu bringen und alle Mitarbeitenden auf denselben Stand zu bringen. Für gelernte Fahrradmechaniker*innen dient die Schulung vor allem als kompakt vermittelte Auffrischung. Es arbeiten jedoch auch einige Quereinsteiger in unseren Werkstätten, welche in dieser Schulung fachspezifisch geschult werden konnten.“

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