Neue Reservationspflicht in Zügen sorgt für grosse Empörung

Die SBB hat beschlossen, eine Reservationspflicht für den Veloselbstverlad auf allen IC/EC-Linien einzuführen. Dies hat zu grosser Entrüstung in der Velocommunity und Hunderten Protestmails geführt. Auch Veloplus stellt sich klar gegen das Vorgehen der SBB.

Seit Montag erreichen Hunderte Protestmails den Kundendienst der SBB. Anlass ist der Entscheid der SBB, dass ab 21. März 2021 bis Ende Oktober eine neue Reservationspflicht für das Mitnehmen von Fahrrädern im Zug eingeführt werden soll. Die Reservation kostet 5 Franken zusätzlich zu den 14 Franken, welche man für eine Tageskarte für das Velo bereits jetzt bezahlt.

Mach mit bei unserer Abstimmung:

Protestmails überfluten die SBB

Verschiedene Interessensverbände, Veloaktivisten*innen und Velo-Organisationen wehren sich gegen diesen Entscheid. Auch Veloplus stellt sich klar gegen die neue Massnahme der SBB. Wir sind der Überzeugung, dass das Fahrrad als nachhaltiges Fortbewegungsmittel um jeden Preis gefördert werden muss. Eine zusätzliche Hürde in Form einer Reservationspflicht, die den Transport des Fahrrads mit dem ÖV teurer und komplizierter macht, ist eine kontraproduktive Massnahme, die den Velofahrenden schadet.

Der Verein Vélorution ruft nun über Facebook zum Protest gegen die Massnahmen der SBB auf. Mit nur wenigen Klicks kann über ihre Website eine vorformulierte Mail an den Kundendienst der SBB versendet werden. Gemäss dem Tagesanzeiger wurden bereits über 600 solcher Mails an die SBB versendet. Sogar Mitarbeitende der SBB selbst seien dem Aufruf gefolgt.

Der Facebook-Aufruf zum Protest vom Verein Vélorution.

Mit diesem Mail protestieren Veloaktivisten*innen gegen die neue Massnahme der SBB:

Liebe SBB

Letzte Woche wurde bekannt, dass ab dem 21. März 2021 eine Reservationspflicht für Velos in Zügen gilt. Bereits bisher ist die Reise mit dem Velo im Zug kompliziert gewesen. Mit der neuen Regelung wird sie noch schwieriger und teurer.

Das Velo und der Zug sind ökologische Verkehrsmittel, die sich ideal ergänzen. Die Kombination Velo-Zug ermöglicht ein optimales Reisen über grosse Strecken. Gleichzeitig ist der Anschluss vom Bahnhof zum Ziel flexibel gewährleistet, beispielsweise bis zum Arbeitsort oder Ausflugsziel. Viele Velofahrer*innen benutzen den Zug mit Velo täglich, auch weil sie am Zielort auf ihr Velo angewiesen sind. Etliche würden mit der Reservationspflicht auf das Auto umsteigen, erst recht, wenn jede Fahrt nebst dem Velobillett fünf Franken zusätzlich kostet.

Mit einem attraktiven Angebot für Velofahrer*innen lassen sich viele Menschen zum Zugfahren bewegen. Ich wünsche mir, dass die SBB mit Velofahrer*innen an einen Tisch sitzt und die Kombination Velo-Zug fördert.

Freundliche Grüsse


Die Begründung der SBB

Gemäss der NZZ sei die Massnahme der SBB auf den massiven Veloboom in diesem Jahr zurückzuführen. Während im Juli 2019 noch rund 48`000 Velo-Tageskarten verkauft wurden, waren es im Juli 2020 mit 80`000 fast doppelt so viele. Wie die Medienstelle der SBB berichtet, wurden an Spitzentagen in diesem Sommer rund 15`000 Velo-Tageskarten verkauft. Dies führte immer wieder zu Konflikten und Verspätungen, da zu viele Fahrräder in die Züge gestellt wurden und der Platz nicht ausreichend war. Mit der Reservationspflicht soll nun klarer geregelt sein, wie viele Fahrräder in einem Zug Platz haben.

Der Verkauf von Velotageskarten hat sich in einem Jahr fast verdoppelt. (Quelle: SBB)

Gemäss der SBB sollen zusätzliche Plätze für Fahrräder geschaffen werden (siehe Link). Die genauen Details der Umsetzung seien jedoch noch nicht bekannt und die SBB stehe im Kontakt zum Verkehrsclub Schweiz (VCS) und Pro Velo, um auf die Bedürfnisse der Velofahrenden einzugehen.

Klare Forderungen

Dass die Velofahrenden nun mit einem Aufpreis und einer Reservationspflicht bezahlen müssen, weil es zu wenig Platz hat, ist nicht der richtige Weg. Denn die Veloabteile werden auch von anderen Reisenden mit Gepäck und Kinderwagen belegt. Dass nun die Velofahrenden in den sauren Apfel beissen müssen, eine noch grössere Hemmschwelle für den Velotransport konstruiert wird und die Velofahrenden erst noch doppelt an die Kasse gebeten, ist unverhältnismässig – ja gar massiv diskriminierend.

Auch Matthias Aebischer, Präsident von Pro-Velo Schweiz, sieht die geplante Massnahme der SBB als unbefriedigende Lösung. In einem Interview mit der Tagesschau fordert er mehr Veloabstellplätze in den Zügen: «Wenn man mit dem Velo auf die Bahn will, braucht es mehr Abstellplätze oder ausleihbare Velos direkt beim Bahnhof. Das ist nachhaltiger Verkehr. Wenn man da auf dem Perron stehen gelassen wird, dann bringt das überhaupt nichts.»

Auch der VCS hat einen Lösungsansatz präsentiert: Demnach sollen die Ticketpreise so angepasst werden, dass durch die obligatorische Reservierung keine Mehrkosten für die Velomitnahme entstehen, berichtet der Tages Anzeiger. Erste Priorität solle es sein, dass die Züge und die Infrastruktur mehr Platz für Velos und andere Sportgeräte in Multifunktionsabteilen bieten sollen.


Weitere Informationen:

51 Kommentare

Alex Bauert
25. November 2020

Man müsste bei vielen, wenn nicht allen 2 x 5 CHF zuzüglich zu den 14 CHF für die Tageskarte rechnen. Alle die weiter fahren als für 14 CHF als Halbtaxpreis für die Strecke. Sonst wäre einfach fürs Velo lösen günstiger.

Paul Güntensperger
26. November 2020

wie soll ich reservirten, wenn ich eine Panne habe oder der Wind mich zwing mit dem Velo auf den Zug umzusteigen. Welsfremde Entscheidung! Schande! Pfui

Marc Farina
26. November 2020

Es ist zum Ameisen melken! Wie weltfremd und unsympathisch doch diese SBB wirkt: zuerst die Streichung von 2 Arbeitstagen und das Einfrieren der Löhne für SBB Angestellte wegen der Coronakrise (dabei sind sie SYSTEMRELEVANT!!) und dann noch dies: ewige Bremserei für eine stetige Lösung zur Verbesserung von Mobilität. Verflucht noch eins, dieser Betrieb gehört zum Service Public und soll sich endlich DEFINITIV diesem Auftrag verpflichtet fühlen!

Kasimir Lustig
27. November 2020

Ich habe im Sommer schon mehrmals erlebt, wie das Veloabteil mit Kinderwäggeli zublockiert war. Bezahlen muss Mami oder Papi für den Kinderwagen bei der SBB nichts. Man ist ja familienfreundlich. Doch die Umweltfreundlichkeit hört bei dem Fahrrad auf. Lol!
Weiteres Beispiel: Kind darf kostenlos bis Alter X bei der SBB fahren, auch wenn es den Sitz belegt, jedoch für einen grösseren Hund muss man zahlen, auch wenn der Sitz von dem Hund nahezu nie belegt wird.
Man kann die Liste weiterführen mit Abschaffung der Ruheabteile, schlechte Handyverbindungen auf einigen Strecken, schlechte Abstimmung mit öV besonders in Abendstunden, etc. Aber, solange der Rubel rollt kann man in spätrömischer Dekanz baden. Was fischt das Gebrüll des Pöbels die SBB.

Daniel Beckel
6. Dezember 2020

Als Quasi-Monopolist ist die SBB wohl gewohnt, dass sie Kunden verprellen kann, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Der „Fehler“ ist nicht der Veloboom, sondern die Unfähigkeit der SBB auf die Kundenbedürfnisse einzugehen und genügend Veloplätze zur Verfügung zu stellen. Seit fast 20 Jahren beobachte ich, dass es immer schwieriger wird für das Velo einen Platz zu finden. Das hätte der SBB auch auffalen können und in 20 Jahren hätte sie auch den ein oder anderen zusätzlichen Veloplatz schaffen können. Aber warum aktiv werden, wenn man Quasi-Monopolist ist? Mal abgesehen vom finziellen Apsekt, ist die Reservationspflicht einfach unbefriedigend, weil sie den grossen Vorteil der Flexibilität stört: bei einem Wochenend Ausflug mit dem Velo, weiss ich meistens nicht genau wann ich am Ziel ankomme, oder auch wie weit ich es schaffe. Wenn ich mich jetzt vorher auf einen Zug festlegen muss klappt das nicht. Dann kann ich auch gleich das Auto nehmen, wo ich auch mit dem Zielort festgelegt bin, aber zumindest mit der Zeit flexibel.

Heinrich Gurz
10. Dezember 2020

Ich finde es eine absolute Frechheit von der SBB für diesen Entscheid, die sollen besser schauen, dass genügend Velowagen beziehungsweise Abstellplätze für die Velos vorhanden sind!
Meistens sind die wenig vorhandenen Plätze von anderen Gepäckstücke und Kinderwagen belegt!
Im weiteren ist eine Reservation im lokalen ÖV verkehr gar nicht möglich, da man nicht immer genau weiss , zu welcher Zeit man am Bahnhof mit dem Velo ankommt und die Tageskarten sind schon verglichen mit dem Ausland jetzt schon ohne die Fr. 5 für die Reservationsgebühr zu teuer!
Die SBB sol zuerst einmal die Logistik für die Fahrräder besser ausbauen!

HEINZ kOLB
10. Dezember 2020

Die SBB scheint nicht in der Lage zu sein auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Als Velofahrer bin ich bei der SBB so oder so nicht gewünscht. Dagegen ist es gratis riesige und schwere Koffern, eine riesige Bassgeige o.ä. zu transportieren. Auch wenn im Veloabteil endlos Kinderwagen vor den Veloständern stehen sieht die SBB einfach weg. Schande für die SBB. Über den Pries will ich mich erst gar nicht äussern, dann ein normales Ticket ohne 1/2 Preis ist ja schon bald einmal teurer als die Autovariante.

Rolf Hofer
10. Dezember 2020

Ich war vor Jahren in Deutschland auf einer Veloreise. Eine Regionalbahn hat mich mit ihrem Konzept beeindruckt: Immer der letzte Wagen der Zugkombination war ein Velowagen. Fazit: Keine Konflikte mit „Normalreisenden“, kein Suchen der Veloabteile, keine Reservationspflicht. Traumhaft.
So einfach wär’s, liebe SBB!

Thomas Meyer
11. Dezember 2020

Man muss gar nicht mal nach Deutschland gehen: Die RhB bringt’s fertig, geräumige Velotransportwagen an ihre Züge anzuhängen. An sich verstehe ich ja die Panik bei den SBB, dass zuwenig Platz da ist, wenn die Velos einfach da stehen, aber dies nun als Fehlverhalten der Velofahren zu bezeichnen und die Velofahren mit Gebühren, schlechten bis unmöglichen Reservationsdienstleistungen und viel zu wenig Platz aktiv zu bestrafen passt zum anderweitig sehr unfreundlich gewordenen Verhalten gegenüber den Reisenden, die ja eigentlich die Kunden und Kundinnen wären.

Velofahrer und Vater
11. Dezember 2020

Liebe Velofreunde
Als leidenschaftlicher Velofahrer verstehe ihr Eure Wut. Als Vater kenne ich aber das Problem, dass viele Velofahrer in Zügen sich asozial Verhalten gegenüber Müttern mit Kinderwagen und sogar Kinderwagen blockieren, so dass die Mutter mit Kind/Baby im Arm Velos wegräumen muss, damit sie mit dem Kinderwagen aussteigen kann! Leute, was soll das Verhalten von Euch im sogenannten „Familienwagon“!!! Nehmt doch Rücksicht aufeinander statt die Kinderwagen zu verfluchen. Das Problem sind nicht die Kinderwagen (es sind sind selten mehr als eine handvoll und sie nehmen nicht mehr Platz weg als ein Velo) sondern die grosse Anzahl an Velos (und deren zunehmende Länge mit 29″ Rädern), ergo muss SBB der Nachfrage nachkommen.
Happy Biking and stay safe!

Constantin Weymarn
11. Dezember 2020

Naja, mit dem Tandem war es ohnehin schon schwierig und wenn jetzt der Preis noch höher ist, lohnt sich die Variante „Auto“. Die Ökologie ist zwar sehr wichtig, aber ein zusätzlicher Kilometer mit dem Auto kostet ca -.15 und bei der SBB-Preispolitik komme ich schon 120km weit.

k.R.
11. Dezember 2020

Wie sieht es denn dann mit den Pendlern aus? Ich fahre täglich über 2h mit dem Zug und brauche das Velo zusätzlich täglich um pünktlich auf der Arbeit sein zu können, d.h. ich habe einen Velopass für das ganze Jahr und GA. Muss ich jetzt zusätzlich zu dem Velopass auch noch die Reservationsgebühr zahlen? Das wäre eine Frechheit!! Die Züge fahren für Schicht arbeitende eh schon viel zu wenig und dann wird es auch noch teurer? Da muss man dann wohl doch wieder auf Auto umsteigen. Eine Schande !

Kurt Alt
11. Dezember 2020

Wie will die SBB die reservierten Velostandplätze gewährleisten, wenn sie nicht einmal reservierte Sitz- oder Abteilplätze gewährleisten kann. Habe ich selbst erlebt!
Besser schaffen die SBB der Nachfrage entsprechend mehr Veloabstellraum in den Zügen, so wie dies in Deutschland schon länger geschieht. Wahrscheinlich habe ich die gleiche Meinung wie schon andere geschrieben!!!!!!

Ad
11. Dezember 2020

Ich bin entsetzt! Ich bin Velofahrer; ich darf alles, sofort, immer und gratis! Lasst mich in Ruhe mit Regeln, Gebühren und Vorschriften!

Morena Meister
11. Dezember 2020

Eine Hiobsbotschaft für die Vielnutzer, keine Frage, aber:

Eine Reservationspflicht gibt Planungssicherheit. Mit den Smartphones wird das (hoffentlich) auch nicht kompliziert.

Für CHF 14 das Velo durch die Schweiz fahren zu lassen ist alles andere als überrissen. Im Gegenteil: Die Mobilität soll/muss teurer werden – sonst wird das nix mit Klimaschutz. Das gilt für Fussgänger*innen, Auto, Velo, Eisenbahn, für alle. Einfach unbegrenzt Mobilitätsinfrastruktur und Kapazitäten zur Verfügung stellen (mal ungeachtet des Verkehrsmittels) ist eben genau der falsche Weg. Wenn wir weiterhin der Meinung sind, dass wir alle stets gleichzeitig durch die halbe Schweiz gurken müssen, wird’s schwierig…

Einverstanden bin ich aber mit der Haltung, dass es die SBB einmal mehr verk* hat mit der Planung und jetzt einen einfachen Ausweg sucht, statt die Ansprechpartner ins Boot zu holen und gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Liebes Veloplus-Team: Eine differenziertere Auseinandersetzung mit dem Thema wäre schön. Der Aufruf, die SBB mit E-Mails zuzuspamen ist unprofessionell. Dass ihr das unterstützt, finde ich peinlich. Da gibt/gäbe es auf politischer Ebene genügend Instrumente, um etwas dagegen zu machen.

    Veloplus – Béla Brenn
    11. Dezember 2020

    Hallo Morena
    Danke für deine Nachricht. Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen zur Reservationspflicht. Wir sind offen für eine Diskussion. Mit diesem Beitrag wollten wir einen informativen Überblick über die Situation geben. Der Aufruf zur Mailprotestaktion hat für grosses Aufsehen gesorgt und verschiedene Medien haben darüber berichtet. In einer Berichterstattung zu diesem Thema finde ich es relevant, dass diese Aktion erwähnt wird. Ebenso ist jedoch auch die Position der SBB im Beitrag verlinkt. Es ist also nicht einfach nur ein Aufruf zum Protest. Dennoch vertreten wir die klare Haltung, dass die Reservationspflicht der falsche Ansatz für dieses Problem ist und man längerfristig auf andere Massnahmen setzen sollte.
    Zu deiner Argumentation: Natürlich kann die Mobilitätsinfrastruktur nicht unbegrenzt ausgebaut werden. Du hast Recht, dass für einen besseren Klimaschutz die Mobilität grundsätzlich teurer werden müsste. Es kann jedoch nicht sein, dass in diesem Fall die steigenden Kosten gezielt gegen das Fahrrad gerichtet sind, welches in Bezug auf den Klimaschutz ganz klar immer mehr Relevanz haben wird in der Zukunftsmobilität. Die Kombination aus Zug und Fahrrad wird im Pendlerverkehr immer wichtiger und es braucht einen flächendeckenden Ausbau dieser Infrastruktur. Das Fahrrad und der Schienenverkehr muss für eine nachhaltige Entwicklung der Mobilität um jeden Preis gefördert werden und Vorrang vor dem Automobilverkehr haben. Ansonsten wird der Aufschwung, den das Fahrrad als Verkehrsmittel in den letzten Jahren erlebt hat wieder verblassen. Die beschlossene Massnahme der SBB ist in unseren Augen kontraproduktiv und greift das Problem am falschen Ort an.
    Freundliche Grüsse, Béla von Veloplus

Roger Dünneisen
11. Dezember 2020

Liebe Velofreunde

Ich kann den Frust nachvollziehen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot – zweifelsohne macht die SBB hier keinen guten Job. Wie auch die zahlreichen Familien, die mit überdimensionierten Kinderwagen sehr gerne die die Velostelleplätze in den Zügen belegen:(
Ich nehme den Fünfliber sehr gerne in Kauf, wenn ich dafür einen reservierten Platz für mein MTB habe. Im Verhältnis und auch unter Berücksichtigung der Kosten der Velotageskarte finde ich das nach wie vor vertretbar.

Silvia Rüegg
11. Dezember 2020

Diese Reservationspflicht zeigt einmal mehr, dass die SBB Kundenwünsche und Anliegen weder ernst nimmt, noch diese umsetzt und verbessert.
Eine riesen Schande für die SBB.
Selbst bei Reservationen klappt es nicht immer mit dem freien Platz. Es hat einfach viel zu wenig Abstellflächen für Velos, oder dann sind sie dermaßen eng, das es für andere Passagiere kein Durchkommen mehr gibt.
Kann es denn so schwer sein,
Rollmaterial zur Verfügung zustellen, welches wie zB in Deutschland, über genügend Freifläche verfügt, welche individuell genützt werden könnte. Wer nämlich mit einen Kinderwagen unterwegs ist, steht oft vor dem selben Problem.

Kurt und Ursula Schnyder
11. Dezember 2020

In den SBB-Wagen braucht es mehr Raum und mehrere seitliche Türen ohne Zwischenwände zum Be- und Entladen. Tandems müssen wieder erlaubt sein!! Nach dem Frust-Erlebnis im vergangenen Sommer werde ich meine Touren mit dem Auto organisieren. Mit dem Tandem von Nyon nach Winterthur brauchten wir 8 Bummelzüge, 1 Bahnersatzbus und 10 Std. Reisezeit.

Johny Lippuner
11. Dezember 2020

Das eine ist die Reservationspflicht, das alleine stört mich noch nicht so fest wie die Kosten dafür. ich habe ein normales Personen GA, + ein Velo GA für 220.- und bezahle im Jahr fast 1000.- nur für die Reservationsgebühr da ich jeden Tag mit dem Fahrrad den ICN nutze. ich würde zumindest für Vielnnutzer vorschlagen dass man meinetwegen das GA im Preis erhöht dafür für GA Nutzer die Reservation kostenlos macht. Auch blödsinnig ist bisher dass man nur im ICN reservieren muss mit der Ausrede Platzmangel und zwischen ZH-BE hats 4 Plätze weniger und man muss nicht reservieren… die SBB hat mir vor 2 Jahren mal gesagt es käme eine Art Stammplatzsystem oder so für Velo GA Besitzer das wäre ja dann schon mal was… für Eintagsfliegen stört es mich nicht wenn ich bezahlen muss aber 220.- GA und 1000 Für Reservationen stehen in keinem Verhältnis. und Nein ich möchte kein Klappvelo und Nein ich bastle nicht jeden Morgen für eine 15 Minütige Zugfahrt mein Velo auseinander und stecke es in einen Sack damit es gratis ist. Ich hoffe immer noch…. 🙂

German Berchtold
11. Dezember 2020

Jahrelang war ich begeisterter Nutzer des Velo-Pass und habe damit die Schweiz mit Zug und Velo bis in die hintersten Ecken erkundet. Leider kommt nun eine derart unsinnige Reservationspflicht mit dem Ziel, die Velofahrer vom ÖV fernzuhalten anstatt die Kapazität mit grösseren Veloabteilen zu erhöhen. Meine Frau und ich haben seit mehr als einem Jahrzehnt kein Auto mehr. Es wäre fatal, wenn sich die Menschen aufgrund solcher Massnahmen vom ÖV abwenden und wieder vermehrt zum Individualverkehr wechseln würden. Ich für mich werde halt meinen Bewegungsradius mit dem Velo auf die heimische Region einschränken. Schade! Schlecht gemacht, liebe SBB!

Christoph B
11. Dezember 2020

Die neue Reservationspflicht der SBB ist für Velo-Zug-Pendler ein riesiger Rückschritt!
Ich fahre mehrmals pro Woche mit dem Zug von FR nach BE. Das Fahrrad ist mit Velo-GA dabei für die 6 km von BE zum Arbeitsplatz und am Feierabend zurück nach FR (ganze Strecke). Das neue Regime führ in meinem Fall zu einer massiven Erhöhung der Kosten (+CHF 5.- pro Fahrt für die Reservierung bei einem Ticketpreis von CHF 7.1) und zu einem enormen Flexibilitätsverlust! Liebe SBB, bitte überlegt euch diesen Schritt nochmals!

Thomas Morger
11. Dezember 2020

Die Reservation betrifft ab dem März 2021 nur die Intercity-Züge, wie aus einem Artikel der NZZ zu entnehmen ist. Diese Aussage vermisse ich in Ihrem Artikel.
Mir ist nicht bekannt, dass es in den anderen Zügen in Zukunft eine Reservation braucht.

    Veloplus – Béla Brenn
    11. Dezember 2020

    Guten Tag Thomas
    Besten Dank für den Input. Dass nur die IC/EC-Linien betroffen sind haben wir im Lead-Text angepasst.
    Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Christoph B.
11. Dezember 2020

PS: auf der genannten Strecke hat es praktisch immer genügend Platz für alle Velos und Kinderwagen. Im übrigen stelle ich auch keine Konflikte zwischen diesen beiden Nutzergruppen fest, im Gegenteil!

Patrick Walser
11. Dezember 2020

Auf den überregionalen, schnellen Zugsverbindungen IC und EC finde ich eine Reservation von Vorteil, dann hat man sicher einen Platz. Dass eine Reservation etwas kostet, ist nachvollziehbar. Bei regionalen Zügen fände ich es nicht gut. Es sollte aber unbedingt mehr Platz für die Velomitnahme geschaffen werden. Doch auch damit bleibt der Platz limitiert. Wer regelmässig mit dem Velo pendelt, hat vermutlich ein Velo-GA – dann könnte man die Reservationsgebühr erlassen. Man kann sich aber schon fragen, ob Pendeln mit dem Velo etwas sinnvolles und zukunftsfähiges ist – in Massen würde ich das bezweiflen. Ich bin ein Veloliebhaber und nutze es dauernd. Wenn aber sogenannte Veloaktivisten sich über Kinder und Kinderanhänger in Zügen dermassen aufregen, finde ich das total unangebracht. Personenzüge sind primär für den Transport von Menschen da, sonst spricht man von Güterzügen 😉

Roger L
11. Dezember 2020

Nicht-Pendlern unter den KundInnen mit Velo wie mir, bei dem der GA-Preis weit über der realen Nutzung liegt, machen die SBB nicht gerade leicht: Anstatt den Velo-„Ansturm“ als Bedürfnis zu verstehen und endlich als Nachfrage in die Planung einzubeziehen, wie das auch von der Politik her gewünscht wird, bauen sie die schikanösen Reservations-Strafgebühren weiter aus.
Eine Reservation an sich könnte Sinn machen, ohne Zusatz-Kosten, wenn mein Velo dann Platz hätte. Aber 1. sind Züge auf mittleren und langen Strecken nicht selten ausgebucht (und kumulieren sich die Gebühren mit Umsteigen), 2. darf ich darauf parkierte Koffer und Kinderwagen (ohne Ticket wie mein Velo) selber umbeigen (so mache ich mir Freunde…) und 3. sind zahlreiche vorgesehene Plätze murksig klein (Deckenhaken neben Eingängen, zu hoch/eng für MTB) oder bireweich platziert (parallele zwei Veloplätze neben dem WC in neuen DoStos), sodass man kaum neben dem Lenker durchkommt.

Klaus Schliephacke
11. Dezember 2020

Wie schon in einem Kommentar erwähnt, wäre der Einsatz von Extrawagen, nur für Velos, die dem Zug hinten anhängt werden, in hoch frequentierten Zeiten und -Stecken, für Velofahrer*innen eine geniale Idee.
Sollte die SBB den Kundenwünschen nicht entsprechen und selbstherrlich agieren, so können alle Velofahrer*innen die SBB für zwei Jahre mal komplett ignorieren.
Bei 48’000 Velo-Tageskarten 2019 und 80’000 VTK im Jahr 2020 wird die SBB die Einnahmen schon schmerzlich vermissen.
Ein Streik würde die Bahnverantwortlichen vielleicht zum richtigen Nachdenken anregen.
Und die CHF 5.- Resevierungsgebühr für Velo’s, dass geht ja mal gar nicht. Wer möchte sich den da mal wieder bereichern?

Signer André
11. Dezember 2020

Die SBB hätten besser mehr Veloplätze in den neuen Dosto-Zügen von Bombardier vorgesehen, anstatt diese unsinnige Reservationspflicht mit Mehrkosten für die umweltbewussten Radfahrer einzuführen. Wie soll ich reservieren, wenn ich eine Radtour mache und nicht weiss, wie lange diese dauert. Bezüglich Veloabstellplätzen könnten die SBB sich ein Beispiel nehmen an den neuen Zugskompositionen der SOB beim Voralpenexpress oder bei der Deutschen Bundesbahn, die Doppelstöcker nur für Velos und Kinderwagen hat (unten Velos, oben Fahrgäste. Auch verlangt die OeBB für die Mitnahme von Fahrrädern einen Bruchteil der SBB.

K. Urs Grütter
11. Dezember 2020

Ich habe es satt und habe mir nun ein fettes SUV gepostet, wo ich unsere Velos problemlos hinten reinstellen kann.

Kurt Zollinger
11. Dezember 2020

Auf Grund dieser Ankündigung haben meine Frau und ich das Halb Tax nicht erneuert. Unsere Autos fahren dann, wenn wir wollen, wohin wir wollen ob mit oder ohne Velos.
Wenn das Halbtax separat nur für RHB und Matterhorn und Gotthardbahn lösbar wäre würden wir es kaufen. Da ist der Service viel besser als bei den unflexiblen SBB.

Das SBB – Management ( nicht das Zugspersonal) arbeitet nach dem System „Achtung Kunde droht mit Auftrag“.
Unser Handwerksbetrieb wäre längst Bankrott mit dieser Einstellung.

Manuel
12. Dezember 2020

Ich frage mich eigentlich mehr, auf welchen IC- und EC-Strecken bisher von März bis Oktober KEINE Reservierung obligatorisch war. Ich hatte ca. 2012 oder 2013 ein Velo-GA und musste auf gewissen Langstreckenverbindungen (ausser im Winter) reservieren und dafür bezahlen. Eine Mitführung in ICE und Cisalpino war gar nicht möglich, weil im ICE kein Platz dafür vorgesehen war im Falle des Cisalpinos war man aufgrund von Verspätungen eh schneller am Ziel, wenn man die ganze Strecke mit dem Velo zurücklegte. Keine Reservierung war nötig in RE und IR und S. In den letzten Jahren war ich nie mehr mit dem Velo in ICs unterwegs. Was ändert sich denn nun genau, was nicht vorher sowieso schon der Fall war?

[Ich müsste noch etwas schreiben, das dem Vibe des bisherigen Threads genügend gebührt … ehm … ehm … ehm …] Kakerlagen sind doof und Moskitos sollte man ausrotten! Herrgottstärnesiechnomau!

schubert wolfgang
12. Dezember 2020

Liebe SBB
Die Nachfrage ist da, alle zahlen. Also baut doch einfach das Angebot für Velomobilität aus, anstatt eure Immobilienportfolios zu bearbeiten. Das wisst ihr schon lange. Jedes KMU würde das einfach handhaben und das Angebot ausbauen. Es zeugt von Mismanagement hier den Kunden einfach im Regen stehen zu lassen!

Christian Fankhauser
12. Dezember 2020

Wenn das Veloplatzangebot nicht kurzfristig erhöht werden kann, so ist wohl eine kostenlose Reservierung unumgänglich und die beste Lösung.

Daniel
12. Dezember 2020

Man müsste vielleicht mal eine gezielte Aktion unternehmen und den Kundendienst der SBB (Hotline und Internetplattform) lahmlegen…..

Was mich an Reservationen stört, ist folgende Geschichte:
War vor gut einem Jahr unterwegs mit dem Velo nach Yverdon. Ich wusste, dass der Schalter der SBB irgendwann gegen 17Uhr zu macht, ich jedoch in den Neigezügen eine Reservation brauche. Also, die SBB-Nummer angerufen, sie mögen für mich eine Reservation tätigen – Kreditkartennummer (für das bezahlen) und E-Mail würde ich gerne angeben. Antwort: das geht NICHT! Gegenfrage von mir: geht es mit der App? Ich habe nichts gefunden! Antwort: Nein, das geht NICHT! Aber sie dürfen NICHT in den Zug ohne Reservation!! Verstehen sie, sie bekommen eine Strafe! Frage von mir: also, der Schalter hat geschlossen, per App kann ich dies nicht erledigen und sie können mir auch keine reservation tätigen – wie soll ich vorgehen? Antwort: nochmals, sie steigen auf keinen Fall ohne Reservation in den Zug! Der nächste noch offene Schalter befindet sich in Lausanne! (guter Witz…)
Ach herrje, ich wante mich dann an meinen Bruder, der die Reservation zu Hause erledigte und sie mir per E-Mail sandte. Inzwischen ist übrigens die Reservation auch per App möglich.
Ob diese Mitarbeiterin weiterhin für die SBB tätig ist, entzieht sich meiner Kentniss…

Felix Tenger
12. Dezember 2020

Leider ist das Velo seit je bei der SBB nicht erwünscht. Die SBB hat in den letzten 15-20 Jahren den Velo-Kunden nie wirklich als solchen behandelt. Man wurde immer als Bahnkunde mit Velo wie ein Störfaktor behandelt. Schade!
Es ist nur zu hoffen, dass die verantwortlichen SBB-Chefs auch mal an kundenfreundlichen und lösungsorientierten Varianten arbeiten werden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt…
Felix Tenger

Miloš Komenda
13. Dezember 2020

Die RhB machts im Sommer vor. Jeder Zug den ich in den letzten Jahren mit meinem Mountainbike benutzt habe hatten einen extra Wagen für Fahrräder.

wermelinger
13. Dezember 2020

salü mitenand,
ich kann alle meine vorhergehenden komentare auch unterstützen. zusätzlich kommt noch die erschwernis dass bei allen geplanten bahnersatzfahrten ganz klein und unscheinbar velomitnahme unmöglich steht. viele busbetreiber müdden daher für bahnersatzfahrten zuerst die veloständer demontieren…..
grüsse bruno

Philipp Elsener
14. Dezember 2020

Leichter Lastwagen mit Anhänger um die 100 Velo,1400,–
SBB ist soford tagegen. und die Grünen?

Ruedi Wendelspiess
15. Dezember 2020

Statt immer nur zu reklamieren, wäre es vielleicht besser, auch das Problem der SBB zu sehen. Das besteht nämlich praktisch nur an Wochenenden. Somit wäre ein Kompromiss für die zumindest kurz- und mittelfristige Lösung, die Reservationspflicht auf die Wochenenden zu beschränken. Damit ist das Problem der Vielfahrer gelöst und jenes der SBB zumindest gleichwertig gelöst wie mit der totalen Reservationspflicht. Ich sehe hier die Veloorganisationen in der Pflicht, konstruktiver mitzuarbeiten.

regina jacober
15. Dezember 2020

Ich habe seit etlichen Jahren ein GA und ein Velo GA. Ich bin nicht bereit noch zusätzliche Kosten für den Transport des Velo zu bezahlen, vorallem, da seit Jahren die Preise von den Generalabonnement steigen. Ich weiss auch wann die Züge meist voll sind mit Velos und versuche diese zu vermeiden, wenn ich alternative Verbindungen finde. Ich sehe auch das Problem für die SBB und denke mir, dass es noch andere Lösungsansätze gibt. Aufgrund der durchgeführten SBB Statistiken, wissen sie ziemlich genau welche Züge voll sind und könnten darauf reagieren und/ oder zusammen mit weiteren Clubs/Vereinen Lösungen finden.

Thomas Maurer
15. Dezember 2020

Ich finde viele Kommentare ein bisschen weltfremd hier. Nur zu gut, ist mir ein Sonntag-Abend in Erinnerung, wo der bis da hin pünktliche Zug in Sargans 15 Minuten Verspätung erhielt, weil die Velofahrer einfach nicht einsehen wollten, dass der Zug voll war. Ich finde nicht, dass es mehr kosten soll, und ich finde auch nicht, dass man das auf allen Zügen machen soll (sind ja eh nur IC/EC betroffen), aber zu den klassischen Spitzenzeiten sollten nicht die Nicht-Velofahrer darunter leiden müssen. Weltfremd ist die Forderung nach mehr Platz. Wie man weiss sind die Züge fixe Kombinationen und ein Velo für 14.- kostet halt gut und gerne zwei Sitzplätze, die besser zahlen. Es wäre wohl besser, reine Velozüge anzubieten zu gewissen Zeiten, aber da fehlen halt wieder die Lokführer.

A.Taylor
15. Dezember 2020

Veloreservation lässt sich leider nicht spontan bei Zugseinfahrt kaufen mit dem Handy. Am Automaten gibts die Reservation nicht (mit Velopass brauche ich kein Veloticket, sondern nur die Reservation) und bediente Bahnhöfe gibt es in kleinen Orten kaum mehr. So wurde ich zu Strafe verdonnert, weil ich trotz Fahrkarte (für Velo und mich) ohne Reservation in einen leeren Zug gestiegen und eine Station gefahren bin. Würde mich sehr ärgern, wenn man zukünftig für jede Zugsfahrt eine Reservation bräuchte.

Hansjörg Wittwer
15. Dezember 2020

Velos im Personenbereich von Zügen sind ein NoGo. Die deutsche Idee, einen Velowagen anzuhängen, finde ich hingegen bedenkenswert.

Warum nicht die ganze Strecke auf dem Rad fahren?

Warum nicht an den Endpunkten der Bahn einen billigen Göppel haben, mit dem man die letzte Strecke macht?

Daniel
15. Dezember 2020

Die SBB ist schon lange ein totes Pferd, danke Frau Leuthard! Mir ist das egal, ich setze zu 100% auf das Auto, Problem gelöst.

Tatjana S.
19. Dezember 2020

Ich möchte mich einerseits voll und ganz dem Kommentar von Manuel am 12.12. anschliessen. Was eigentlich, was ändert….??? Das sollen sich alle, die hier so laut schreien mal selber fragen. So jedenfalls habe ich es gemacht – das relativiert die Dinge… Dann empfinde ich die Berichterstattung von VeloPlus als tendenziös und daher wenig hilfrich einen Kompromis zu finden. Wir sind nicht die armen Velofahrer und gerade wegen Corona gewinnt das Velo zusätzlich an Gewicht – das wird auch die SBB nicht übersehen können. Weiter wurden zum Glück von Schreibenden bereits gute Kompromisse vorgeschlagen: Reservationspflicht ausschliesslich am Wochenende, Velo-GAs sind zwingend davon auszuschliessen. Was hingegen wirklich ein Problem ist – und indirekt aus meiner Sicht auch mit zur Idee der Reservationpflicht geführt hat, ist die Gestaltung der Stauräume für Fahrräder. Die sind oft suboptimal (Ich musste kürzlich, ferienhalber quer durch die Schweiz reisend, 4x pro Weg mit meinem schweren, weil bergwintertauglichen, E-bike pro Fahrt den Zug wechseln – da hab ich mich quer durch das Platzangebot durchtesten können…..). Da wären neue Lösungen hinsichtlich eines fahrradtauglichen Bahnverkehrs für einen ökologisch kombinierten Verkehr in jedem Fall angesagt.

    Veloplus – Béla Brenn
    21. Dezember 2020

    Guten Tag Tatjana
    Besten Dank für deinen Kommentar zu unserem Blogbeitrag. Würde sich durch die geplante Reservationspflicht nichts ändern, hätten sich wohl nicht verschiedenste Velo-Interessenverbände und Vereine schweizweit dagegen gewehrt. Und genau durch diesen grossen Protest ist es auch dazu gekommen, dass die SBB nun mit den Verbänden an einen Tisch sitzt und eine neue Kompromisslösung sucht. Im Beitrag wird auch erwähnt, dass die SBB in Kontakt mit Velo-Verbänden steht, um stärker auf die Bedürfnisse der Velofahrenden einzugehen. Veloplus hat grosses Interesse daran, dass eine Kompromisslösung gefunden wird und wir sind auch offen für eine Diskussion. Die vielen Kommentare zu Kompromisslösungen freuen uns und zeigen, dass es sehr viele andere Wege gibt und die Kritik berechtigt ist. Wir vertreten eine klare Meinung zu der aktuell von der SBB vorgeschlagenen Massnahme als Antwort auf den Veloboom. Das ist in meinen Augen nicht tendenziös, sondern entschlossen. Zu deinem Punkt bezüglich Stauräumen geben wir dir absolut Recht und genau darauf läuft dieser Beitrag auch hinaus – nämlich dass das Platzangebot der Veloabstellplätze in den Zügen den Bedürfnissen angepasst wird. Freundliche Grüsse, Béla Brenn, Veloplus

Weibel Roman
1. Januar 2021

Hallo Béla von Veloplus
Hast du bei den SBB auch schon nachgefragt, warum sie die Reservationspflicht und -gebühr nicht bloss am Wochenende einführen? Denn dann wird es wohl den grössten Ansturm für Veloselbstverlad haben. Doch unter der Woche besteht das Problem wohl nicht. Das wäre wenigstens eine Entlastung für Berufs-Velopendler. 1 Weg mit dem Velo und 1 Weg mit Zug. Wenn jeden Tag Reservation, dann wird’s teuer.

    Veloplus – Béla Brenn
    4. Januar 2021

    Hallo Roman
    Danke für den spannenden Input. Zurzeit laufen noch Verhandlungen der SBB mit verschiedenen Velo-Interessensverbänden und es werden solche und ähnliche Kompromisslösungen gesucht. Sobald es neue Informationen gibt, werden wir gerne darüber berichten. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Renato S.
11. März 2021

Liebe SBB!

Für eine Veloreservation Kosten in Rechnung zu stellen ist grundsätzlich unverständlich. Anstatt die Bevölkerung anzuregen, auf umweltfreundliche Beförderungsmittel umzusteigen, bauen Sie den Leuten, – die es dann tatsächlich -tun, Schikanen ein! Die plötzliche Ausdehnung der Reservationspflicht und den damit verbunden Kosten, empfinde ich persönlich, – als Velo-GA Besitzer -, sogar vertragsbrüchig!
Das Dauerthema bei der SBB ist und bleibt der Platzmangel. Die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehres ist unser verfassungsmässiges Bürgerrecht! Ich frage mich, wann die SBB endlich dem Zeitgeist und dem Willen des Volkes gerecht wird, in dem Sie die 1. Klasse abschafft, oder zumindest drastisch einschränkt. Damit wäre endlich mehr Platzkapazität für alle gegeben!

Stefan Schneider
15. März 2021

Was mich an der Reservationspflicht stört, sind vorallem zwei Dinge: Der Kunde verliert an Flexibilität und es kostet extra.

Dieses Wochenende bin ich ins Tessin gefahren und habe mein Velo mitgenommen. Mit meinem Velo-Pass – Mitnahme schon bezahlt – kein Problem …dachte ich.
In Zürich angekommen hat sich am Perron mit meinem Verbindungszug bereits die Kontrolleurin am einzigen Einstieg mit Veloplatz postiert und verweigerte mir und anderen Velobegeisterten den Zutritt zum IC.
Coronabedingt war der Restaurantwaggon geschlossen und ich bugsierte kurzerhand mein Velo dort hinein an die Stehbar. Natürlich zettelte die Kontrolleurin etwas später eine Diskussion an. Wobei ich ihr antwortete, dass es im Restaurantwaggon nur gestattet sei sich zu setzen, wenn man etwas vom Restaurant konsumiere – was momentan ja nicht möglich sei. Sie bestätigte mir die Ausnahmesituation und ich beharrte darauf, dann beim Velo eben auch eine Ausnahme zu machen. Indes sei es auch nicht Fehler des Kunden, wenn auf dieser Strecke Rollmaterial eingesetzt würde, was den Bedürfnissen nicht entspräche.

Sie lenkte schliesslich ein.

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