Die Debatte um die Helmpflicht

E-Bikes sind hoch im Trend. Mit der steigenden Anzahl Menschen auf motorisierten Fahrrädern wurde auch die Debatte um eine Helmpflicht neu lanciert. Der obligatorische Velohelm ist jedoch eine sehr umstrittene Angelegenheit.

Sollte das Tragen von einem Velohelm für alle Personen mit E-Bikes obligatorisch werden? Das ist die grosse Frage. Eine gesetzlich verordnete Helmpflicht galt bisher nur für verschiedene Typen von Motorrädern sowie für Führer von Motorfahrrädern wie beispielsweise schnelle E-Bikes oder Mofas. Führer von Fahrzeugen mit einer Tretunterstützung, die bis max. 25 km/h wirkt, waren bisher vom Helm-Obligatorium ausgeschlossen (mehr dazu hier).


Was sagen Sie zur Helmpflicht?


Auch Veloplus hat bereits mehrmals über die Helmpflicht berichtet (letzter Beitrag hier), und bezieht eine klare Position zur Velohelmdebatte. Wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) oder Pro Velo, gibt auch Veloplus eine Empfehlung für das Tragen von einem Velohelm ab. Jedoch positioniert sich Veloplus klar gegen die Forderung des Bundesrats, diese Richtlinie für alle Personen mit E-Bikes obligatorisch einzuführen.

Die Sache mit den Unfallzahlen

Dass gerade jetzt die Diskussion um die Helmpflicht neu entfacht, ist kein Zufall. 2019 war die Unfallzahl von E-Bikes mit 355 schwerverletzten Personen so hoch wie noch nie. Solche Zahlen werden sehr gerne und oft verwendet, um aufzuzeigen, wie gefährlich das Fahrrad und insbesondere das E-Bike, als Fortbewegungsmittel ist. Was dabei aber oft fehlt ist eine Einordnung dieser Zahlen. Und das führt zu einem fundamentalen Fehlschluss in der Risikobewertung. Setzt man nämlich die Steigerung der Unfälle in Relation zu der Steigerung der E-Bike-Verkäufe, präsentiert sich ein völlig anderes Bild.

Die Kurve der Unfälle flacht ab im Verhältnis zu der Anzahl verkaufter E-Bikes.

Während zwischen 2018 und 2019 bei der Anzahl schwerer Unfälle zwar immernoch eine Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stattgefunden hat, ist im selben Zeitraum der Verkauf von E-Bikes mit 133`000 Stück um ganze 20 Prozent gestiegen (siehe hier). Heisst: Dass die Unfallhäufigkeit im Verhältnis zum grossen Anstieg der Verkaufszahlen rückläufig war. Würde man zudem berücksichtigen, dass ein E-Bike über mehrere Jahre genutzt wird, dass also die Anzahl der sich in Nutzung befindlichen E-Bikes noch viel stärker als die 20% ansteigt, so fiele dieser Rückgang noch um einiges dramatischer aus!

Dennoch haben diese neuen (isoliert betrachteten) Unfallzahlen Besorgnis und Handlungsbedarf beim Bund ausgelöst. Und intuitiv ist die erste Präventions- und Sicherheitsmassnahme das Einführen eines Helm-Obligatoriums. Der Bundesrat hat nun drei neue Massnahmen in das Vernehmlassungsverfahren geschickt.

  1. Helmpflicht für alle E-Bike-Fahrenden
  2. Licht für alle Elektrovelos auch tagsüber
  3. Tachometer für schnelle E-Bikes
Alle E-Biker sollen künftig mit Helm unterwegs sein.

Der Einfluss von anderen Verkehrsteilnehmern

Dass der Helm den Kopf schützt und ein Aufprall auf den Beton ohne einen Helm viel schwerwiegendere Konsequenzen hat als mit einem Helm liegt auf der Hand. Gemäss BfU wird die Wahrscheinlichkeit einer Kopfverletzung mit einem Helm bei einem Unfall sogar halbiert. Dennoch ist dies nur eine Seite der Medaille.

In einem interessanten Artikel des Infosperbers werden beispielsweise verschiedene Argumente in Zusammenhang mit der Helmpflicht aufgenommen. Eines davon ist der Einfluss von Motorfahrzeugen. Denn sehr viele Unfälle sind keine einfachen Stürze, sondern Kollisionen mit Autos und anderen schweren Motorfahrzeugen. Gemäss einer holländischen Unfallstatistik (keine Statistik für die Schweiz vorhanden) seien demnach 89 Prozent aller tödlich verunfallten Velofahrer in Holland mit einem Motorfahrzeug zusammengestossen.

Bei einem Zusammenprall mit einem 50 km/h schnellen Auto, wirken in etwa die gleichen Kräfte, als würde man aus 10 Metern Höhe fallen

Bei einem Zusammenprall mit einem 50 km/h schnellen Auto wirken in etwa die gleichen Kräfte, als würde man aus 10 Metern Höhe fallen. Es stellt sich also auch die Frage, ob in einer solchen Situation ein Helm noch wirklich viel bewirken kann. Dies kann nicht zweifelsfrei bewiesen werden. Auch die Organisation Pro Velo ist skeptisch über die Wirksamkeit eines Helmes zur Lebensrettung und Prävention vor Kopfverletzungen. In ihrem Positionspapier heisst es:

Die Wirkungen von Helm-Obligatorien im Ausland, wie auch die Schweizer Resultate trotz 10 Jahren Helmförderung und z.T. stark angestiegener Helmtragequote sind ernüchternd: Die Zahlen zu den Kopfverletzungen haben sich für die Velofahrenden seit Zunahme der Helmnutzung nicht besser entwickelt als vorher und sogar schlechter als bei den Fussgängern. Gleiches gilt für die Unfallkosten pro Fall.

Weiter geht das Positionspapier auch auf den nur bedingten Schutz des Körpers ein, und dass der Helm alleine den Unfall nicht verhindern kann. Zudem sei nicht mal der ganze Kopf, geschweige denn das Genick oder andere lebenswichtige Organe geschützt.

Psychologische Sicherheits- und Risikoaspekte

Ein weiterer Aspekt, der von Befürwortern teilweise ausser Acht gelassen wird, ist die Risikoaversion der Menschen. Eine Studie hat belegt, dass Autofahrer bei einem Überholmanöver weniger Abstand halten, wenn eine Person auf einem Fahrrad einen Helm trägt aus der Annahme heraus, dass diese Person genug gut geschützt ist. Gleiches gilt auch für die Person auf dem Fahrrad. Durch die schützende Funktion eines Fahrradhelmes wiegt sich eine Person in Sicherheit und geht deshalb bei der Fahrt grössere Risiken ein.

An dieser Stelle soll jedoch auch erwähnt sein, dass dies nicht immer der Fall sein muss, sowohl beim Auto-, als auch bei Velofahrenden. Dennoch sind dies Prozesse, die sich unterbewusst abspielen und so auch das Unfallrisiko generell beeinflussen können.

Die Kehrseite der Pflicht

Die Frage ob ein Helm obligatorisch sein sollte, entwickelt sich oft zu der Grundsatzfrage, ob der Helm überhaupt genug schützend ist, dass sich dieses Obligatorium auch auszahlt. Ein neuer Gesetzesartikel zur Helmpflicht hat jedoch noch eine andere Auswirkung auf das Fahrradfahren.

Die Einführung der Helmpflicht kann zu einem Rückgang in der Nutzung des Fahrrads führen. In einer umfangreichen Studie von Pro Velo wird auf die vielfältigen Motive eingegangen, die Menschen davon abhalten, den Velohelm zu benutzen. Folglich könnte die Pflicht auch negative Konsequenzen für die Förderung von Velos als Fortbewegungsmittel haben.

Bei einem neuen Gesetz muss man sich die Frage der Verhältnismässigkeit und der Konsequenzen stellen.

Bei einem neuen Gesetz muss man sich die Frage der Verhältnismässigkeit und der Konsequenzen stellen. Wir bei Veloplus sind überzeugt, dass durch die immer grösseren Umweltprobleme wie Lärm- und Luftverschmutzung, den CO2-Ausstoss und die Klimaerwärmung das Fahrradfahren unter allen Umständen gefördert werden sollte. Der generelle Trend, dass Leute wieder vermehrt auf das Fahrrad umsteigen, sollte nicht durch diese umstrittene Helmpflicht gebremst werden.

Natürlich ist die Gesundheit und die Prävention von Unfällen auch für Veloplus ein sehr wichtiges Thema, für das wir uns einsetzen. Es sollte selbstverständlich auch jede Person das Recht darauf haben, sich mit einem Helm vor Kopfverletzungen zu schützen. Der Artikel soll also keineswegs ein Aufruf dazu sein, dass alle Menschen ohne einen Helm fahren. Jedoch sollte man vorsichtig sein mit der bedingungslosen Forderung, dass jeder zum Helm gezwungen werden sollte und es in jedem Fall und ohne Ausnahme besser ist, eine Helmpflicht einzuführen.

Das „Safety in Numbers“-Prinzip

Denn der allfällige Rückgang der Anzahl Fahrradfahrenden durch das Obligatorium kann noch eine weitere schwerwiegende Konsequenz zur Folge haben. Und diese Konsequenz betrifft vor allem die verbliebenen Velofahrer, die trotz des Obligatoriums auf der Strasse bleiben.

Denn es gibt einen kausalen Zusammenhang zwischen der Anzahl Fussgänger und Velofahrenden, sowie deren Sicherheit gibt (Beispiel hier). Das sogenannte „Safety in Numbers“-Prinzip zeigt auf, dass es einen klaren Zusammenhang gibt zwischen der Anzahl Fahrräder und Fussgänger und dem Risiko pro Person zu verunfallen. Andere Verkehrsteilnehmer haben ein stärkeres Bewusstsein für die Präsenz von Fahrrädern, wenn allgemein mehr Fahrräder im Strassenverkehr anzutreffen sind. Das Paradebeispiel für dieses Prinzip ist Holland. Gemäss dem Infosperber ist der Anteil der Velofahrenden in Holland rund vier Mal so hoch wie in der Schweiz. Und obwohl dort die meisten ohne Helm unterwegs sind, ist das Risiko, auf dem Velo einen tödlichen Unfall zu haben, in der Schweiz drei Mal so gross wie in Holland.

Alternative Lösungsansätze

Wir sind überzeugt, dass es für die Prävention von Unfällen auch alternative Lösungsansätze anstelle einer Helmpflicht gibt. Es ist an der Zeit, dass ein Umdenken stattfindet. Anstatt das Problem bei den Fahrradfahrenden zu suchen und durch die Helmpflicht eine zusätzliche Hürde für das Fahrrad zu kreieren, sollte man eher die Ursachen dafür bekämpfen.

Mehr Tempo 30 Zonen für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Denn grössere Hürden für das Fahrradfahren verdrängen die Fahrräder noch mehr von der Strasse. Und so wird das Fahrradfahren für die Verbleibenden erst recht zu einer Gefahr in der Blechlawine. Effektive Ansätze für die Unfallprävention und Sicherheit wären beispielsweise der Ausbau von Tempo-30 Zonen oder eine noch velogerechtere Strassen-Infrastruktur.


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152 Kommentare

Rolf
4. September 2020

Wenn es trotz höherer Helmtragequote nicht weniger Kopfverletzungen gibt, dann liegt das am Helm!
Nur schon eure Empfehlung einen Helm zu tragen bedingt natürlich schon, dass ihr auch Helme verkauft die nützen. Dieses Zitat gegen ein Helmobligatorium anzubringen ist für einen Helmverkäufer recht dumm.
Der psychologiche Aspekt wird durch die fast 100% Helmtragequote auf der Skipiste wiederlegt. Der Helm macht kein Skifahrer zum Raser und umgekehrt. Da kommte es auf das an was im Helm steckt.
Einen Helm zu tragen schränkt die Freiheit nicht ein. Nur schon die Möglichkeit, dass ein Schädel-Hirn-Trauma verhindert oder vermindert werden kann rechtfertigt die Helmtragepflicht. Eine eingedrückte Frisur rechtfertigt werder den gesundheitlichen, noch den finanziellen Schaden der durch einen Helm hätte vermieden werden können. Wo Kosten für andere entstehen hört die persönliche Freiheit auf und beginnt die Solidarität.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Rolf
    Danke für deine Rückmeldung. Zuerst will ich nochmals festhalten, dass Veloplus das Tragen von einem Helm ganz klar empfiehlt, und ein Helm bei richtiger Anwendung auch das Risiko von Kopfverletzungen verringern kann. Wir sind nicht gegen ein Helmobligatorium weil wir finden dass der Helm nicht schützt. Dies hat andere Gründe. Deiner Aussage, dass es ausschliesslich am Helm liegt, wenn bei höherer Helmtragequote nicht weniger Kopfverletzungen entstehen, kann ich jedoch nicht zustimmen. Durch falsche Anwendung (schief sitzend, nicht richtig an Kopfgrösse angepasst etc…) können trotz Helm nicht alle Kopfverletzungen ausgeschlossen werden. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Ruedi Winistörfer
4. September 2020

Helmpflicht für alle E-Bikes:
Mit meinem konventionellen, nicht
E-Bike fahre ich schnell mal mehr als 30 km/h. Hier brauche ich keinen Helm. Wenn ich E-Bike fahre (25 km/h), dann wäre ein Helm obligatorisch. Wo läge da die Logik?

Brigitte Fischer
4. September 2020

Helmpflicht ja oder nein?
Für mich ist klar, dass für jedes Velo und für jede Distanz ein Helm auf den Kopf gehört!
Kluge Köpfe schützen sich, ob vor einem Sturz, Sonnenstich oder Insekten; ohne Helm fühle ich mich „nackt“. Darum nie ohne!!

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Brigitte
    Danke für die Rückmeldung. Sehr gut, dass du nie auf deinen Velohelm verzichtest. Auch Veloplus gibt die Empfehlung für das Tragen des Helmes in jeder Situation. Jedoch stellen wir uns gegen die Forderung, diese Empfehlung zu einer Pflicht zu machen. Dein Veloplus-Team

Peter Bigler
4. September 2020

Liebe Veloplus-er,

ich fahre zwar hin und wieder ohne Helm im Quartier herum, bin aber trotzdem für eine umfassende Helmpflicht im Strassenverkehr für
– Velo normal
– Velo elektrisch
– Trottinett elektrisch (und ähnliche Ärgernisse)
Denn es macht sehr viel Sinn, wenn man seine eigene Denkfabrik schützt.
Freundliche Grüsse
Peter Bigler

Plüer
4. September 2020

Ich freue mich, dass schon Kleinkinder mit Laufrad und Trottinett fast immer mit Helm anzutreffen sind, und hoffe, dass so Helm tragen selbstverständlich wird.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Plüer
    Dass kleine Kinder einen Helm tragen, unterstützen wir bei Veloplus natürlich auch. Denn besonders die Kleinsten fallen oft und können auch schnell mal auf dem Kopf landen. Auch wir hoffen, dass das Helmtragen zunehmend selbstverständlich wird, ohne dass man dies mit einer Pflicht erzwingen muss. Freundlicher Gruss, das Veloplus-Team

Tina A
4. September 2020

Es wird doch sein wie beim Skifahren. Zuerst tragen nur wenige Leute einen Helm, mit der Zeit praktisch alle. Es geht auch ohne Obligatorium. Schon heute trägt die grosse Mehrheit der Velofahren einen Helm, und ich meine, sämtliche Biker.
Das kommt von alleine und ist besser als Pflicht!

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Tina
    Danke für dein Feedback. Das Beispiel mit dem Skifahren ist spannend und deine Aussage deckt sich auch mit unserer Einstellung bezüglich dem Obligatorium. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Hans Baur-Weber
4. September 2020

Wenn man selber schon betroffen wurde von der Nützlichkeit eines Velohelms und sich das auch im Freundeskreis mehrfach bestätigt hat, ist mir einfach schleierhaft, warum bei einem Obligatorium weniger Velo gefahren wird! Mein persönlicher Anlass: 1’000 Km problemlos durch Norwegen und 100 Meter vor dem Bahnhof Altona in Hamburg auf einer nassen Kante ein einfacher Schlittersturz , gedämpft durch die Velotaschen, aber mit gespaltenem Helm und nur einer kleinen Schramme am Kopf – ohne Helm wäre ich vermutlich nicht mehr aufgestanden.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Hans
    Danke für deinen Kommentar. Leider gibt es Zahlen aus anderen Ländern die belegen, dass viele Leute auf das Fahrrad verzichten, wenn ein Helmobligatorium eingeführt wird. In Australien beispielsweise ist die Zahl der Fahrradfahrenden um 30 Prozent zurückgegangen durch die Einführung einer Helmpflicht. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, aber offenbar ist der Helm für viele Personen eine Hemmschwelle dafür, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Zum Glück konnte dich der Velohelm bei deinem Unfall vor schlimmeren Konsequenzen schützen! Dein Veloplus-Team

Nik Brunner
4. September 2020

Vielleicht hätte man die Abstimmung ans Ende des Artikels setzen sollen, dann wäre der eine oder ander zu einem anderen Resultat gekommen. Das Abstimmungsresultat finde ich bedenklich, es zeigt wie die Menschen empfänglich sind für Einschränkungen aller Art.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Nik
    Merci für dein Feedback. Wir haben die Abstimmung bewusst an den Anfang des Artikels gestellt, damit das Resultat nicht beeinflusst ist von zusätzlicher Information. Du hast aber Recht, dass es spannend wäre zu sehen, ob sonst ein anderes Ergebnis herausgekommen wäre. Freundlicher Gruss, dein Veloplus-Team

Edwin Weber
4. September 2020

Was ist den so schlimm an einer Helmpflicht? Ich bin mein Leben lang Motorrad gefahren (mit Helm) und ebenso lange Fahrrad (mit Helm). Es ist wohl nicht nötig, den Nutzen eines Helms in einer Unfallsituation (nicht nur mit PW’s) zu erklären. Jeder Versteht das, will es aber offensichtlich zum Teil einfach nicht. „Freiheiten ?“ Es ist etwa so wie beim Rauchen. Ich finde, die Allgemeinheit sollte auf jeden Fall nicht die Kosten für „Sturheit“ tragen müssen. Eine alternative zur Helmpflicht wäre z.B. dass Velofahren ohne Helm alle Folgekosten bei einem Unfall selber tragen und diese nicht der Kranken- oder Unfallkasse anhängen. Damit könnte ich als alternative zur Helmpflicht gut leben…

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Edwin
    Danke für deinen Kommentar. Offenbar gibt es einige Personen, die Mühe hätten mit einer Helmpflicht. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Es gibt auch Menschen, die selbst immer einen Helm tragen und dennoch gegen die Einführung eines Gesetzes sind, dass das Tragen des Helms zur Pflicht macht. Dein Alternativvorschlag, dass anstelle einer Helmpflicht eine Person ohne Helm alle Unfallkosten tragen sollte, unterstütze ich jedoch nicht. Damit implizierst du, dass bei einem Unfall immer die fahrradfahrende Person ohne Helm schuld daran ist. Es gibt zudem auch Unfälle bei denen auch der Helm nicht geholfen hätte. Wenn eine Person ohne Helm in einen Unfall verwickelt ist und sich das Handgelenk und ein Bein bricht, aber keine Kopfverletzung hat und nicht am Unfallhergang schuld war, müsste diese Person dann ja auch die Unfallkosten tragen. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Stephan Iten
4. September 2020

Ich trage meist einen Helm auf dem Velo. Auf dem MTB sogar oft einen Fullface. Wenn ich mit meinen Jungs mit dem Lastenrad (Bullitt mit Unterstützung bis 25kmh) kurz in die Badi fahre habe ich keinen Helm auf. Ich fahre unter 20kmh, den Motor brauch ich um die knapp 180kg Gesamtgewicht über den Hügel zu bringen. Ich bin gegen eine Helmpflicht und für Selbstverantwortung.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Stephan
    Danke für deinen Kommentar. Grundsätzlich schadet es nie einen Helm zu tragen. Auch nicht auf dem kurzen Weg in die Badi. Wir sind aber deiner Meinung, dass eine Helmpflicht nicht der richtige Ansatz ist. Grüsse, dein Veloplus-Team

Notter Maria
4. September 2020

Warum nur e-Bike-Fahrer? Meiner Meinung nach wäre eine Helmpflicht für alle Velofahrer am sinnvollsten. Auf den Skipisten funktioniert das auch!
Kopfhörer auf dem Velo; so sinnlos wie als Fussgänger!

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Maria
    Merci für deine Rückmeldung. Dein Beispiel mit den Skipisten ist nicht ganz korrekt. Denn dort ist es keine Pflicht. Leute tragen auf den Skipisten aus Eigenverantwortung einen Helm. Es lässt sich auf verschiedenen Ebenen über dieses Obligatorium diskutieren. Soll es überhaupt eine Pflicht geben oder nicht? Falls es eine Pflicht gibt, sollte diese für alle Fahrräder oder nur für die E-Bikes gelten? Und was wäre dann mit den E-Scootern? Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Jörg Albi
4. September 2020

Ciao zusammen
Ich glaube nicht dass das eBike schuld ist an der Unfallzunahme. Hinter Unfällen steckt steht’s der Mensch. Wenn Personen 40 oder mehr Jahre nicht mehr Fahrrad gefahren sind und dann plötzlich mit dem EBike/eMTB unterwegs sind steigt die Anzahl der eBikes und damit die Unfallzahl. Mir fällt auf das vorwiegend in den Städten ohne Helm gefahren wird. Bei uns in den Bergen mit den EMTB sind sehr sehr selten noch Biker ohne Helm unterwegs. Apropos, jemand hat mal gesagt „wo nichts drinn ist muss man auch nichts schützen“

Fankhauser Hansruedi
4. September 2020

eigentlich selbstverständlich. Auf dem Rennrad sieht man heute auch kaum noch jemanden ohne Helm.
Dazu kommt, dass dank e-Bike viele Leute unterwegs sind, welche eigentlich dem heutigen Strassenverkehr nicht gewachsen sind und sich in heiklen Situationen recht hilflos bis panisch verhalten. Kein Sturz ist oft reine Glücksache und bei einem Sturz knallt der Kopf immerhin aus über 1m Höhe auf die Strasse. Gute Nacht !
Es ist ähnlich wir beim Skifahren. Anfangs grosses Trara, heute tragen auf der Piste praktisch 100 % einen Helm. Wer ohne unterwegs ist, erntet allgemeines Kopfschütteln.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Hansruedi
    Du hast Recht, dass es selbstverständlich sein sollte einen Helm zu tragen. Und sehr viele Leute auf E-Bikes tragen bereits einen Helm, ohne dass dies für die langsamen E-Bikes bis 25 Km/H überhaupt vorgeschrieben wäre. Wir sind überzeugt, dass es diese Pflicht nicht braucht. Auch auf den Skipisten wurde der Helm nie pflichtmässig erzwungen und dennoch ziehen die meisten Leute freiwillig einen Helm an. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Matthias Golder
4. September 2020

Atomtöffli (sog. Ebikes) über 25 km/h nur mit Integralhelm. So machten wir schon den Zweitaktern den Garaus.

Ernesto Vetsch
4. September 2020

Warum nicht eine Helmpflicht für ALLE Biker, egal ob City, Mountain, oder Posti-Bike. Kopf hat man nur einen und der Randstein ist hart. Die ganz gescheiten sagen, ich bin ja ein ganz sicherer Fahrer. Hat schon manchem Kopfschmerzen beschert. Die ganz Gescheiten sind die mit Kinder hintendrauf. Kind mit Helm Fahrer braucht keine, die Frisur könnte ja Schaden nehmen. Fahrer stürzt mit dem Kopf auf die Strasse. Kind gesund da Helm, Fahrer gaga da kein Helm. Viel Vergnügen.

Hansemann
4. September 2020

Super Artikel von Velo Plus! was noch vergessen wurde: Wenn man den Helm mal vergessen hat, wird dich die Polizei büssen! Wenn du bei Helmpflicht trotzdem ohne fährst, einen Unfall verursachst, wird die Versicherung Regress auf dich nehmen! Ich trage aus Sicherheitsgründen in der Stadt auch einen Helm. Aber situativ möchte ich das selbst entscheiden. Kommt die Helmpflicht, werde ich in der Stadt nur noch Vespa fahren!

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Hansemann
    Vielen Dank für das Feedback, das freut uns sehr. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Heinz von Allmen
4. September 2020

Ich verstehe nicht, warum der Rückspiegel kein Thema ist.
Rückspiegel: – schnelle E-Bikes obligatorisch! (wie Mofas)
– 25 Std/km E-Bikes empfohlen.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Heinz
    Danke fürs Feedback. Rückspiegel wären durchaus ein spannendes Thema. Allenfalls eine gute Idee für einen neuen Blogbeitrag. Freundlicher Gruss, dein Veloplus-Team

Reber Hanspeter
4. September 2020

Bin für Helmpflicht für die schnellen Biks.
Für die 25kmh E- Biks sollte es freiwillig
sein. Selber trage ich immer einen Helm.

Julien Züttel
4. September 2020

Hallo, wie auch hier die Meisten bin ich absolut für eine Helmpflicht!(egal ob Elektro oder Normales Velo)
Ich fahre regelmässig in der Stadt Zürich (nicht sehr Velo freundliche Strassen) und lege es jedem ans Herz einen zu tragen.
Hatte schon mehrmals Unfälle mit Autos, die nicht geschaut haben/ich nicht wahrgenommen wurde von ihnen.
Darum Helm Pflicht!

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Julien
    Danke für die Rückmeldung. Wir bei Veloplus sind wie du, und legen es jedem ans Herz einen Helm zu tragen. Es wird aus einigen Kommentaren jedoch auch ersichtlich, dass viele Leute keine Unterscheidung zwischen einer Pflicht für den Helm und der Schutzfunktion eines Helms machen. Viele Kommentare sind vom Stil her so: Du bist gegen das Helmobligatorium, also bist du gegen den Helm. Ich bin für den Helm, also soll er auch obligatorisch sein. Es ist jedoch wichtig diese beiden Dinge getrennt voneinander zu bewerten. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Fritz Rohrer
4. September 2020

Jeder Velofahrer ob E-bike oder nicht soll einen Helm tragen. Mit oder ohne Verordnung.
Jedes Fahrrad sollte einen Rückspiegel haben.
Tageslicht mit Fahrräder finde ich unnötig. Schnapsidee.
Alle E-bikes sollten mit Fahrräder gleichgestellt sein. Ich fahre mit Rennrad etwa gleich schnell wie mit dem 45er E-bike.

Kurt
4. September 2020

Ich habe bei der Abstimmung auch für eine Helmtragepflicht gestimmt. Aber lieber hätte ich stimmen wollen, dass die Helmpflicht für alle Arten von 2-Rädern gilt (Strassenvelo, Rennvelo, Citybike, MTB und natürlich auch alle mit Motorunterstützung). Was aber vollkommener Unsinn ist, ist die Forderung nach dem Fahren mit Licht tagsüber. Beim Auto macht das Sinn, nicht aber beim Fahrrad.

Peider Grob
4. September 2020

Ich fahre seit bald 3 Jahren E-mountain E-Bike. Habe seit über 50 Jahren keinen Unfall gehabt mit dem Fahrrad und bin immer ohne Helm gefahren. Mein Bruder fährt seit Jahren mit Helm und hat mindestens jedes Jahr einen schweren Unfall – es kommt auf die Fahrweise darauf an und nicht auf das Fahrrad mit oder ohne E. Der Staat diktiert einaml mehr wie bei Covid19 – wir sind Sklaven. Gratuliere zu unserer Diktatur – wir Schweizer lassen uns ja auch alles gefallen, weil wir Feiglinge sind.

Thomas Meier
4. September 2020

Alternative Lösungsansätze bestehen nicht darin, unterschiedliche Formen der Mobilität gegeneinander auszuspielen. Letztlich bestimmt jeder mit seinem Fahrverhalten, seiner Gesundheit und Fitness am Lenker wie am Steuer, ob er Risiken vergrössert oder vermindert, für sich und andere. Was ich als Langzeit-Radfahrer feststelle ist, dass unabhängig von Trail, Weg oder Strasse nicht nur immer mehr Biker unterwegs sind, sondern auch immer mehr, die mit Motor, Geschwindigkeit und Fahrtechnik völlig überfordert sind. Wir gehen stets von Zusammenstössen aus. Mit entscheidend sind aber auch die vielen Selbstunfälle ohne Fremdbeteiligung. Jedes Jahr bergen wir Biker mit Schädel-Hirn-Trauma, nicht zu denken, wie die Verletzungen ohne Helme aussehen würden.
Die Diskussion erinnert an das Gurtenobligatorium, die Anschnallpflicht im Auto. Heute eigentlich unbestritten, oder?

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Thomas
    Danke für die spannende Rückmeldung. Natürlich sollte man nicht verschiedene Formen der Mobilität gegeneinander ausspielen. Und das tun wir auch nicht. Man sollte aber auch nicht die Ursachen für die Probleme nur bei einer Form der Mobilität suchen und über verschiedene Lösungsansätze diskutieren können. Ich gebe dir absolut Recht, dass sehr viele verschiedene Faktoren das Unfallrisiko beeinflussen können. Wie im Artikel erwähnt, empfehlen wir das Tragen vom Helm in jeder Situation. Wir sind aber auch überzeugt, dass aus verschiedenen im Beitrag erwähnten Gründen der Zwang zum Helm der falsche Ansatz ist. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Thomas Ziegler
4. September 2020

Liebe Veloplussler, statt gegen eine sinnvolle Helmtragepflicht (von mir aus immer und für alle) zu lamentieren, werdet doch kreativ! Ich warte schon lange auf den Velohelm, der das Windrauschen in den Ohren unterdrückt. Z. B. mit Windabweisern? Auf der rechten Seite hätte auch gleich ein Bluetooth-Kopfhörer platz und links wären sich von hinten nähernde Fahrzeuge immer noch hörbar. Wie schwer habt ihr euch noch vor 5 Jahren mit dem Verkauf von E-bikes getan?

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Thomas
    Danke für deinen Kommentar. Wir denken aus verschiedenen Gründen, dass die Helmpflicht nicht sinnvoll ist auch wenn das Tragen eines Helmes von uns empfohlen ist. Zu deiner Aufforderung kreativ zu werden kann nur gesagt werden, dass Veloplus bereits diverse Eigenkreationen im Velobereich entwickelt hat und unser Know-How täglich für die Weiterentwicklung unseres Sortiments einsetzen. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Dieter aus Bellach
4. September 2020

Die schweren Unfälle ins Verhältnis zu setzen zu den jährlichen Neuverkäufen ist eigentlich nicht richtig. Sie müsste im Verhältnis zu den gesamten in Verkehr benutzen E-bikes stehen.
Damit ist das Verhältnis noch viel kleiner, oder?
Daraus kann man also schlussfolgern, dass E-bike fahren immer sicherer wird. Ich führe das auf die gute Sichtbarkeit zurück, denn bei den E-bikes brennt das Licht immer. Und gesehen zu werden verhütet bekanntlich 2 Drittel der möglichen Unfälle.
Licht einschalten ist also für alle Velofahrer wichtiger als ein Helm.
Übrigens schützt der Helm auch nur einen einzigen Knochen. Was ist mit den anderen 175?

    Veloplus – Roger Züger
    4. September 2020

    Hoi Dieter
    Vielen Dank für deine Nachricht. Ja, du hast schon recht. Aber ist eben auch nicht ganz richtig, also eigentlich überhaupt nicht, nur die Unfallzahlen zu betrachten und die Schlussfolgerung zu ziehen, dass E-Bike-Fahren immer gefährlicher wird bzw mehr Verunfallte hervorbringt. Genau, das richtige wäre, die Anzahl im Verkehr stehenden E-Bikes ins Verhältnis zu setzten. Das wäre auch unser Wunsch gewesen. Denn das würde aufzeigen, dass das Verhältnis noch grösser würde, sprich die Unfallzahlen im Vergleich der E-Bike-Zuahme stark rückläufig sind. Allerdings gibt es keine verlässlichen Zahlen, wie viele E-Bikes auf Schweizer Strassen unterwegs sind. Unter anderem deswegen nicht, weil E-Bikes mit einer Unterstützung bis 25 km/h nicht beim Verkehrsamt eingelöst werden müssen. Dein Veloplus-Team

Dani
4. September 2020

Ich bin diese Diskussion müssig, weil die Argumente der Befürworter in der Regel Argumente für’s Helm-tragen sind aber eben NICHT für’s Helm-Obligatorium. Ich bin durchaus für Ersteres aber sehr entschieden gegen Letzteres! Warum ist das so schwer auseinanderzuhalten? Es gibt durchaus Situationen, wo ein Helm mehr stört als nützt und dort will ich situationsbezogen darauf verzichten (z.B. Pass hochfahren im Schrittempo bei 35 Grad oder für die kurze Anfahrt zum Bahnhof). Wenn einfach generell der Helm vorgeschrieben ist, muss man sich nicht wundern, wenn das Velo vermehrt stehen gelassen wird. Eine realistische Risiko-Einschätzung wäre für die Sicherheit wichtiger als stupide sture Vorschriften … und eigentlich sind wir doch mündige Bürger: Wer braucht ein Obligatorium um einen Helm zu tragen wenn es sinnvoll ist?

Patrick
4. September 2020

Nur soviel: ohne Helm wäre ich schon mindestens zweimal nicht mehr hier.

Roberto
4. September 2020

Da uns jeden Moment etwas auf den Kopf fallen kann
( Flugzeug, Meteorit, Sternschnuppe, usw. ) bin ich dafür dass wir jederzeit einen Helm tragen ( beim Spazieren, Baden, Schlafen, usw. ).
pax et bonum

Patrick
4. September 2020

Ich bin klar für eine allgemeine Helmpflicht auf alles Velos. Es gibt für mich keinen vernünftigen Grund dagegen, ausser das Frisuren Problem.

Mona Schneider Kohler
4. September 2020

Alles ist eine Frage der Gewöhnung-den Velohelm trug ich immer selbstverständlich,klare Sache! Selbst längere Zeit auch mit einem 40erStromer unterwegs, trug ich dabei nebst Helm immer die Leuchtweste, da auch das einen Selbstverständlichkeit ist, dass ich mich mit dem schnellen Elektrovelo den anderen Verkehrsteilnehmern besser ersichtlich mache. Mit dem schnellen Elektrovelo bin ich schlussendlich mehr „Töffli“ als „Pedaleur“.
Velohelm und Leuchtweste nützen aber leider nichts gegen die Agressivität und Rücksichtslosigkeit vieler Autofahrer -ein Riesenproblem ist das! Dort dürfte der Bundesrat mal eine Aktion starten, eine Freundlichkeits-&Tolerantskampagne wäre wünschenswert. Ich wurde als korrekt fahrende, rücksichtsvolle Velofahrerin, ersichtlich mit Leuchtweste und Leuchthelmüberzug und Licht leider in einem Kreisel von einem Autorüppel, einem Alten, umgeschossen – dieser hat sich bei mir nicht mal entschuldigt, geschweige geholfen. Mit der Hirnerschütterung (trotz Helm) und Schleudertrauma hab ich nun zu leben.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Mona
    Danke für das Teilen deiner Erfahrung. Tut uns sehr Leid, dass du ein solch einschneidendes Erlebnis auf dem Fahrrad hattest. Wir wollen aber nicht grundsätzlich nur den Autos die Schuld zuschieben. Im Strassenverkehr müssen alle mit dem nötigen Respekt, rücksichtsvoll und tolerant unterwegs sein. Dein Vorschlag einer Toleranzkampagne finden wir gut und das ist eine von vielen Möglichkeiten um die Probleme im Strassenverkehr Schritt für Schritt zu entschärfen und verbessern. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Edith Meyer
4. September 2020

Eine Helmpflicht würde mich dazu bringen, kein Velo mehr zu fahren. Es ist skandalös, dass ich als Velofahrerin die Hitze ertragen müsste und meine Frisur verschlechtern müsste. Wenn ich übrigens sehe, wieviele Frauen den Helm sehr schlecht tragen, etwa viel zu weit nach hinten und diagonal, dann kann ich mir vorstellen, was für einen Nonsense es ist, überhaupt die Helmpflicht einzuführen. Sie sollte freiwillig sein und die Helm-Willigen sollten zuerst lernen, wie sie den Helm überhaupt tragen sollen, wenn schon. Für mich würde der Verzicht auf’s Velofahren eine gewaltige Minderung der Bewegung im Alltag bedeuten. Ich habe schon mal einen Arzt zugehört, der mich darauf aufmerksam machte, dass ich meine cardiovaskuläre Gesundheit dem Velofahren verdanke. Käme die Helmpflicht, dann würde ich mir überlegen, das Land zu verlassen! Hoffentlich kommt’s nie dazu…

Salah
4. September 2020

Sorry aber den Artikel finde ich nicht neutral geschrieben. Der Schreiber geht einfach davon aus, dass es weniger Velofahrer gäbe wenn ein Obligatorium käme. Ich nicht. Könnt ihr euch echt Leute vorstellen, welche dann nicht mehr zum Bahnhof oder zur Arbeit radeln oder nicht mehr mit dem Velo einkaufen gehen? Na klar die machen das dann alle plötzlich zu Fuss oder mit dem Auto .

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Salah
    Besten Dank für deine Rückmeldung zu meinem Artikel. Ich muss mich jedoch verteidigen gegen dein Argument, dass der Beitrag nicht neutral ist. Es gibt verschiedene Statistiken von Ländern die eine Helmpflicht eingeführt haben, die belegen, dass die Einführung der Pflicht zu einem Rückgang der Nutzung des Fahrrads geführt hat. In Australien beispielsweise hat die Einführung der Pflicht zu einem Rückgang der Fahrradnutzung von über 30 Prozent geführt. Meine Aussagen basieren auf recherchierten Zahlen und nicht einem Bauchgefühl. Und alleine in der Kommentarspalte hier zu diesem Beitrag habe ich bereits Kommentare von Personen gelesen, die auf das Velo verzichten würden, wenn die Pflicht für den Helm eingeführt wird. Freundliche Grüsse, Béla von Veloplus

Roland aus Maienfeld
5. September 2020

Wir sollten wieder vermehrt Richtung gesundem Menschenverstand hinarbeiten und nicht im Tagesrythmus neue Gesetze initiieren. Für mich ist klar, wenn ich mit dem MTB unterwegs bin, dann mit Helm. Aber es gibt noch viele wetere Veloeinsätze die nun definitiv auch ohne Helm verantwortbar sind! Was zählt ist Eigenverantwortung und nicht Fremdverantwortung. Also liebe Beführworter der Helmpflicht, handelt in Eigenverantwortung und bewahrt unserer Gesellschaft noch einen kleinen Rest der individuellen Freiheit. Wir enden sonst bald bei einer Rollatorpflicht ab 65.

Flo
5. September 2020

Warum muss alles Pflicht sein? Was kommt als nächstes? Sonnenschutzpflicht (weniger Hautkrebstote)? Winterschuhpflicht (weniger Rutschunfälle)? Nett Lächeln Pflicht (weniger Depressive)? etc.

Pierre Sulser
5. September 2020

Hoi Béla, ich wurde beim Rennvelo-Fahren von einer Bikerin bei 30 km/h seitlich abgeschossen. Hätte ich damals keinen Helm getragen, könnte ich heute nicht mehr dazu antworten. Grundsätzlich ist man mit dem Velo unterwegs immer verletzbar und es lohnt sich das Unumkehrbare zu verhindern, auf den schnelleren E-Bikes sowieso. Ich plädiere für die Helmtragepflicht.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Pierre
    Vielen Dank für deinen Kommentar. Tut mir Leid, dass du so einen Unfall erleben musstest. Wir sind deiner Meinung, dass ein Helm in gewissen Situationen schwere Verletzungen verhindern kann. Deshalb gibt Veloplus allen Fahrradfahrenden auch die Empfehlung mit einem Helm unterwegs zu sein. Vor allem bei Rennvelos, E-Bikes und Mountainbikes gibt es bereits eine hohe freiwillige Helmtragquote. Eine Helmpflicht ist jedoch ein Zwang der nicht sein muss. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Jürg Müller
5. September 2020

Die Diskussion ist eigentlich überflüssig.

Nur soviel.

Wie Sauerstoff zum Atmen, benötigen wir zum Velofahren einen Velohelm. Basta.

Simone Schmidlin
5. September 2020

Der Velohelm hat mir schon bei mehreren Stürzen, welche zum Teil durch Autofahrer provoziert wurden, das Leben gerettet. In solchen Situation kann der Kopf nicht geschützt werden und dann ist es egal, ob die Fahrtgeschwindigkeit bei 15 oder 30 km/h liegt. Der Aufprall auf dem Betonboden ist gnadenlos. M.E. sollte es immer obligatorisch sein, egal ob e-Bike oder ohne Motor. Wer viel fährt ist im heutigen Berufsverkehr enormen Gefahren ausgesetzt.

Frank Wittwer
5. September 2020

Ich bin 55 und fahre Ski und Fahrrad, seit über 50 Jahren. Somit hatte ich eine Zeit miterlebt, in welcher ich Ski, Fahrrad und Mofa fuhr, ohne einen Helm zu tragen. Ich habe jedoch mittlerweile vergessen, wie lange ich bereits einen Helm für diese Fahrzeuge trage. Vor ein paar Monaten fuhr ich ein eBike bis 25 km/h meines Arbeitgebers ohne einen Helm zu tragen und ich fühlte mich unsicher. Somit stellt sich für mich die Frage des Helmtrages nicht. Hätte ich ein sog. Bahnhoffahrrad ohne e-Unterstützung um ein paar Hundert Meter oder einige Km zurück zu legen, sähe die Sache wohl anders aus. Aus diesen Betrachtungen schliesse ich für mich, dass das eBike Helmtragen auch verpflichtend sein darf. Das Argumnet, dass man auf dem Rennvelo schneller als 25 km/h sei und keine Pflicht kommt, ist aus dem Kontext gerissen. Ein s-Pedelec fährt auch schneller als ein Mofa. Zudem kenne ich, wie beim Skifahren, nur einzlene, welche ohne Helm fahren. Velo Grüsse

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Frank
    Merci für die Rückmeldung. Es ist gut, dass es für dich selbstverständlich ist einen Helm zu tragen. Wir sind jedoch aus verschiedenen genannten Gründen gegen ein Helmobligatorium für alle E-Bikes. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Marcel
5. September 2020

Liebe Velofahrende und Velofans
Die Einführung einer Helmpflicht für E-Bikes wird für die meisten – mich eingeschlossen – kaum markante Folgen haben, sind doch die meisten E-Bike-Fahrer bereits heute mit Helm unterwegs.
Einschneidender finde ich die Diskussion mit der obligatorischen Beleuchtung (Tagfahrlicht) für alle E-Bikes. Ein E-Mountainbike, wie ich es fahre, ist für eine festinstallierte Beleuchtung nicht vorgesehen und würde einen Umbau nach sich ziehen, eine mit wenigen Handgriffen montierbare Akkubeleuchtung ist auf Dauer auch keine Lösung. Da ich mit meinem Bike hauptsächlich abseits von Strassen fahre, ist diese Idee mit einer Tagfahrbeleuchtung in meinen Augen ein Witz!
Herzliche Grüsse

Thomas Kohler
5. September 2020

Ich bin dankbar , dass ich eine Kindheit durchgestanden habe ohne Helm, dass ich Velofahren konnte ohne Helm, sogar Motorradfahrern in meiner Jugend konnte man ohne Helm. Das Spiel des Windes geniessen, beim Skifahren perfekte Sicht, nur Skibrille aus Zelluloid. Mein Leben war zu Zeiten abenteuerlich. Heute weiß ich, dass die armen ängstlich besorgten Aufpasser, die immer mehr unsere Gesellschaft dominieren definitiv etwas im Leben verpasst haben.

Esther Schälchlin
5. September 2020

Ich finde eine Helmpflicht super. Fahre selber ein langsames E-Bike. Habe mir im Mai einen neuen Helm gekauft. Wechsle ihn alle paar Jahre aus.

Walter Zack
5. September 2020

Ich denke die Helmpflicht sollte für alle Velofahrer eingeführt werden. Ein Helm schützt den wichtigsten Körperteil, darum ist auch auf Baustellen Helm tragen zur Pflicht geworden. Auf Skipisten sieht man fast keine Fahrer mehr ohne Helm.
Aber es ist auch dringend nötig, dass für Auto und Lastwagen ein Abstand von mind. 1.50 m beim überholen von Velos vorgeschrieben wird. Diese Vorschrift müsste hart durchgesetzt werden. Ich finde es sehr gefährlich, wie ich auf dem Velo überholt werde, unddas auch von Bussen der ÖV.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Walter
    Danke für deinen Kommentar. Es ist sehr gut, dass immer mehr Menschen einen Helm anziehen und das oft auch ohne ein Obligatorium funktioniert. Dein Input bezüglich dem Abstand zum Überholen für Autos finde ich spannend und es liesse sich sicher darüber diskutieren. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Tom
5. September 2020

Ich trage immer einen Helm, egal ob ich mit dem normalen Velo der mit dem (langsamen) eBike unterwegs bin. Wenn etwas passiert ist das eine einfache und wirkungsvolle Schutzmassnahme. Rückspiegel habe ich auch, finde ich sehr sinnvoll. Das merke ich immer dann, wenn ich mal ein Velo ohne Rückspiegel fahre. Die Von Veloplus aufgelisteten Massnahmen, die anstelle der Helmpflicht realisiert werden sollen, sind trotzdem sinnvoll. Helm ja, Massnahmen ja.

Emilio
5. September 2020

Schade, dass Ihr nicht eine Unterscheidung zwischen den 25 km und den 45 km E-Bikes gemacht habt. Diese fast doppelt mögliche Geschwindigkeit ist erheblich. Mofas müssen einen Töffhelm tragen, sind aber einiges langsamer als die lautlosen 45 km E-Bikes.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Emilio
    Danke für deinen Kommentar. Da scheint es ein Missverständnis zu geben, denn im Beitrag wird sehr wohl zwischen den schnellen und den langsamen E-Bikes unterschieden. Bei den 45 Km/H Bikes ist der Helm bereits Pflicht. Die Debatte nun dreht sich darum, ob man die Pflicht für alle E-Bikes (also auch die 25 KM/H Bikes) einführen sollte. Freundlicher Gruss, dein Veloplus-Team

Henry Fröhlich
5. September 2020

Ich denke, es gibt kein anderes Land das mehr Gesetze hat als die Schweiz. Man nimmt uns täglich mehr von unserer Freiheit, sich unbeschwert bewegen zu können gehört der Vergangenheit an. Darum bin ich ganz klar gegen eine weitere Einschränkung. Übrigens trage ich meistens einen Helm wenn ich mit dem E-Bike unterwegs bin, das ohne Helmpflicht!

Arnim Haag
5. September 2020

Ich bin definitiv für eine Helmpflicht für alle E-Bikes!!! Ich betrachte dies auch aus der Sicht des Autofahrers. Es macht auch keinen Unterschied, ob ich mit „nur“ 25km/h oder 45km/h unterwegs bin, ich bin in jedem Fall der schwächere Verkehrsteilnehmer. Wenn man mit der Helmpflicht eine einzige schwere Kopfverletzung verhindern kann, hat sie sich bereits gelohnt. Ich sehe im Strassenverkehr auch sehr viele ältere E-Bike-Fahrer, die oft auch unsicher unterwegs sind und die schon deswegen einen Helm tragen sollten. Für den Helm spricht ausserdem, dass die heutigen modernen Modelle sehr cool aussehen.

Heiko Eckardt
5. September 2020

Warum die Helmpflicht nur für E-Bikefahrer? Eine generelle Helmpflicht schafft absolute Klarheit und gibt keinen Interpretationsspielraum. Zudem sollte es Kurse geben, wie ein Velohelm vernünftig getragen wird. Es nützt der beste Helm nix, wenn dieser nicht auch vernünftig getragen wird. Mir kommt da bei so manchen das grosse Grauen.

Mario Steiner
5. September 2020

Ich persönlich fahre nur Fahrrad habe E-bike s Rennvelo s Mountainbiker s und bin selber Velomech-und verkeufer seit bald 20 Jahren es macht Sinn einen zu tragen ( richtig eingestellt) aber es sollte nicht obligatorisch werden ausser 45km/h E-Bike und Rennvelo.

Kopfhörer auf Velo s finde ich in Ordnung ( Angepasste Lautstärke ) ich höre immer musik
Sonnst müsste Mann dem Fußgänger auch das gleiche Verbot durchsetzen (unkonzentriert Strasse überqueren)

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Mario
    Danke für deinen Kommentar. Wir geben dir Recht, dass ein richtig eingestellter Helm sinnvoll ist. Bei 45 Km/H E-Bikes ist der Helm bereits Pflicht. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Alfred Metzger
5. September 2020

Wau, wie habe ich das geschafft, von Kindesbeinen an, über 60 Jahre mit dem Velo unterwegs, ohne Helm!! und ich lebe noch.
Wen ich aber sehe, was gewisse Leute, ich verwende hier ausnahmsweise keine anderen Namen, mit ihrem Drahtesel anstellen, auch im Alltagsverkehr, verwundern mich die hohen Unfallzahlen nicht. Ob da eine generelle Helmpflicht Abhilfe schaffen würde, erachte ich als äusserst fraglich. Zudem sind ja meistens andere Körperteile betroffen als der Kopf. Apropos Kopf, der ist ja bekanntlich zum denken da, besonders auch im Verkehr. Bei vermehrtem Gebrauch könnte das die Unfallzahlen vielleicht auch etwas nach unten drücken.

Paul Scheiwiller
5. September 2020

Trage schon seit über 30 Jahren einen Velohelm, am Anfang wegen meinen Kindern und jetzt aus Überzeugung! Die Verkehrsdichte ist heute viel grösser als noch vor 50 Jahren, warum sich nicht besser schützen?

René Spickmann
5. September 2020

Ein Blick in die ASTRA Statistik verrät ja so einiges. 355 schwerverletzte E-Biker (Pedelec) gegen 802 Nicht-Pedelecs. Vergleicht man 2018 mit 2019, könnte man ein Umstiegsszenario von Fahrrad zu Pedelec feststellen, was aber nicht zwingend sein muss. Tatsache ist, dass immer mehr Menschen Fahrrad fahren, also gibt es auch mehr Unfälle. Was der Bund damit erreichen will, dass e-Biker einen Helm tragen müssen und andere nicht, ist ein Fall für die Fasnachtszeitung. Denn ein e-Bike ist ja perse nicht in jedem Fall schneller als ein normales Fahrrad, ausser es geht Berg hoch. Und was dann die Ziele dahinter sein sollen, das erschliesst sich mir wirklich nicht.

Severin
6. September 2020

Hallo
Helm gehört ganz klar auf den Kopf sobald man die ersten Meter mit einem Fahrrad unterwegs ist, da gibts eigentlich gar nichts zu diskutieren. Und leider nützen diese 30er Zonen eben auch nicht viel, da sehr oft schnelle Ebikes mit 50km/h in der 30er zone unterwegs sind und noch dazu gefährlich Autofahrer überholen!!!
Ach ja und noch was: Ich hoffe die Behörden und Verkehrsplaner in der Stadt Bern hören endlich auf solche schlechte Konzepte wie die Situation in der Lorrainebrücke umzusetzen=Katastrophal! Diese Pfosten sind lebensgefährlich für alle Radfahrer. Die Problematik das Fahrrad inmitten zweier Autospuren zu halten wurde nicht entschärft.

Marc
6. September 2020

Es brauch keine Helmpflicht, wir haben sonst Vorschriften genung. Die die einen wollen sollen ihn anziehen. Die jungen Familien machen es vorblidlich vor – bravo. Es wird in kürze so gehen wie bei den Skihelmen – praktisch 100% tragen einen ohne Pflicht.

Thomas
6. September 2020

Aus meiner Sicht sollte ein Helm für alle E-Bike Fahrer(innen) obligatorisch sein. Falls nicht, müsste man gerechterweise das Helmobligatorium für Mofafahrer (da auf 30 km/h begrenzt) aufheben. Veloförderung ist OK, aber das geht auch sehr gut mit Velos ohne Hilfsmotor. Somit sollte man nicht davon sprechen, mit einem Helmobligatorium die Veloförderung zu stören. Ein Velo mit Tretunterstützung verleitet leider einige Menschen zum riskanteren Fahren, plötzlich haben sie rasch 25 km/h oder mehr drauf, obwohl vielleicht 15 km/h angebracht wären. Dazu kommt, dass solch höhere Tempi auch von Leuten erreicht werden können, die fürs Velofahren gar nicht wirklich fit sind. Diese Gefahr ist bei konventionellen Velos geringer, weshalb hier eine Empfehlung zum Helmtragen reicht.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Thomas
    Danke für das Teilen deiner Meinung. Natürlich ist ein Fahrrad mit Hilfsmotor nicht dasselbe wie ein konventionelles Fahrrad. Wir bei Veloplus setzen uns jedoch für alle Fahrräder ein, egal ob E-Bike oder nicht. Die Aussage, dass die Veloförderung durch ein Helmobligatorium beeinflusst wird basiert auf Zahlen von anderen Ländern, in denen durch eine Helmpflicht die Zahl der Fahrradfahrenden erheblich rückläufig war. Wir sehen deshalb keinen Handlungsbedarf für eine Helmpflicht, da einerseits die Unfallzahlen im Verhältnis zu den verkauften E-Bikes nicht in drastischem Masse zunehmen (eher sogar abnehmend sind) und da auch die meisten E-Biker und E-Bikerinnen auch ohne Zwang einen Helm verwenden. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Holzer
6. September 2020

Am besten wäre Helmpflicht für alle Velos. Als mein Sohn vor Jahren von einem Töfffahrer angefahren wurde und auf den Kopf stürzte, war der Helm danach gebrochen, aber der Kopf unversehrt. Im Übrigen ist eine Statistik verkaufte E-Bikes zu Anzahl Unfällen auch nicht optimal. Wenn schon müsste man die Menge gefahrener Kilometer gegen Anzahl Unfälle vergleichen.

Fredel Beetschen
6. September 2020

Kopfhörer und Velo – überhaupt im Verkehr, das geht gar nicht. Alle wollen sie raus in die Natur aber die Berieselung durch den ewigen Sound darf dabei nicht fehlen. Eigentlich schade, denn dazu frage ich mich „hören diese Menschen noch das Singen der Vögel, das Rauschen eines Bachs“ oder was auch immer es zu hören gibt und das wohl für die eigene Gesundheit wichtigste – ihr Umfeld sei dies nun die Strasse / Bahn oder andere Dinge in welchen Gefahren lauern.

Mirjam
6. September 2020

Dass ich einen Helm trage beim Fahrrad fahren ist für mich klar. Als E-Bike Fahrerin mit Fahrrad bis 45km sowieso. Tacho und Licht ist auch obligatorisch. Verstehe ich alles. Was ich nicht verstehe, dass andere Fahrradfahrer dann in der 30er Zone an mir vorbei fahren können mit mehr als 30 und wenn möglich ohne Helm. Alles legitim.
Am Bodensee oder auf Waldwegen werde ich regelmässig von den anderen Fahrradfahrer zurechtgewiesen, wenn ich zu langsam bin. Noch immer gilt der Kopf und das vorauschauende Denken fährt mit. Die Gesetzgebung ist bei den 45er nicht ganz klar, Grundsätzlich Fahrrad aber dann und wann doch ein Mofa. Da müsste es mal klare Regeln geben.

Frera
6. September 2020

Die Fragestellung der Umfrage ist verständlich aber eigentlich die falsche. Ein paar Kommentatorinnen und Kommentatoren haben weiter oben bereits festgestellt, dass die Gefährdungssituation auf dem konventionellen Velo nicht geringer ist als auf dem Elektro Velo!! Daher gilt die Frage nach einem generellen Helm Obligatorium auf allen Velos als opportun. Und die Diskussion darum ist wichtig aber eigentlich sinnlos, Denn warum braucht es ein Obligatorium für Etwas, was jedem ein leuchtet. Aber das mit dem „einleuchten“ einer sinnvollen „Eigensicherung“ hat ja schon beim Sicherheitsgurt im Auto nicht wirklich funktioniert. Offensichtlich sind wir als Spezies nicht genug in der Lage uns sinnvoll selber zu schützen. Ergo wirds wohl doch wieder auf ein Obligatorium rauslaufen aber dann bitte für alle Velos!!

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Frera
    Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich denke, dass sehr viele Menschen auch über genug Eigenverantwortung verfügen und freiwillig einen Helm tragen. Insbesondere bei Rennvelos, E-Bikes und Mountainbikes ist es mittlerweile eher selten geworden, keinen Helm zu verwenden. Auch auf den Skipisten haben mittlerweile fast alle einen Helm an. Das hat funktioniert auch ohne die Einführung einer Pflicht. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Mac Baertsch
6. September 2020

Eure Umfrage ‹Was sagen Sie zur Helmpflicht?› steht an falscher Stelle. Die überwältigende Zustimmung zeigt auf, dass die meisten Abstimmenden den Artikel und insbesondere die wiederholten Verlinkungen auf infosperber.ch nicht gelesen haben. Stünde die Umfrage am Ende des Artikels (der dann hoffentlich auch gelesen worden wäre), hätte sich vielleicht ein anderes, differenzierteres Resultat ergeben.

Bis anhin war ich auch der Überzeugung, einen Helm zu tragen biete sicherheitstechnisch doch nur Vorteile. Dass dieses Bauchgefühl jedoch einer sachlichen Auseinandersetzung nicht standhält, macht euer Bericht und die Auslegeordnung diverser Studien auf Infosperber mehr als deutlich. Deshalb, auch hier: Wer lesen kann (und mag), ist klar im Vorteil.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Mac
    Vielen Dank für diese Rückmeldung. Die Abstimmung wurde bewusst an den Anfang des Artikels genommen, da wir so die neutralsten Bedingungen für die Ergebnisse bieten wollten. Erst nach der Abstimmung haben wir dann unsere Argumente und unseren Standpunkt ausgelegt. Aber ich gebe dir Recht, dass es spannend gewesen wäre, zu sehen, ob das Resultat der Abstimmung anders gewesen wäre, wenn sie am Schluss des Beitrags gestanden wäre. Wichtig ist dennoch zu sagen, dass man bei Stürzen auf den Kopf mit einem Helm besser geschützt ist als ohne und dass Veloplus trotz unserem Standpunkt bezüglich dem Helmobligatorium eine Empfehlung für das Tragen eines Velohelms abgibt. Freundliche Grüsse, Béla Brenn, Veloplus

David Webb
6. September 2020

Sind sie denn dafür dass die Töff(li)fahrer keine Helmpflicht hätten? Und dass ein Helm nicht gegen Verletzung anderer Körperteile schütze – stimmt zwar aber als Argument gegen eine Helmpflicht ist es aberwitzig. Und auch beim Aufprall auf einem SUV landet der Körper meistens auf dem Boden , und nach Murphy’schem Gesetz häufig auf dem Kopf.

Dieses Argument – die Autofahrer würden riskanter überholen wenn sie merken dass die Velofahrer*In ein Helm an hätte überzeugt mich gar nicht -zumal ich schätze das nachts 50% der Velofahrer*Innen, ohne Licht, dunkel bekleidet unterwegs sind. Ein Autofahrer hätte so gar keine Möglichkeit – Helm oder kein Helm zu Merken.

vollenweider Walter
6. September 2020

Schutzhelm Ja oder Nein ?
Ist nicht eine Frage zur Pflicht, sondern die Erkenntnis:
wo nix vorhanden ist, braucht es nix zu schützen; vorallem bei „Schnellfahrenden“ auf Velo-, Fuss- und Wanderwegen.

Urs Niggli
6. September 2020

Ich trage IMMER einen Helm auf meinem „langsamen“ E-Bike. Damit bin ich sicher nicht allein. Ein Obligatorium ist nicht notwendig.

Jeff
6. September 2020

Ich fahre schon mein ganzes Leben gerne Fahrrad. Ich hatte schon 2 Unfälle, beide Ohne Helm. 1 Mal eine Kopfverletzungen und einmal einen Unterarmbruch mit schweren Schürfwunden am Ganzen Körper.
seit 3 Jahren fahre ich nur noch E-Bike. Täglich lasse ich 50km zurück, ohne Helm. Warum? nicht weil ich Dumm bin und die Konsequenzen nicht kenne. Ich kann aber nicht überall wo ich hingehe, einen Helm mitnehmen? wo lasse ich den, wenn ich nur kurz was einkaufen will? Ich fahre lieber vorsichtiger, aber ohne schutz, statt mit Schutz.
Und hört auf Ski fahren mit e-bike zu vergleichen. das sind 2 verschiedene Paar Schuhe. das Tempo und die gefahren die Beim Ski fahren entstehen sind enorm gross, beim e-bike nicht, da hat man selbst die Kontrolle

Studer F.
6. September 2020

Das Tempo auf der Strasse nimmt ständig zu, ebenfalls die Verkehrsteilnehmer. Um sich vorsschweren Unfallfolgen zu schützen, braucht es die Helmpflicht. Für Menschen, die das nicht einsehen, sollten dann bei einem Unfall die Unallkosten selber übernommen werden.

Ernst Menet
6. September 2020

Nichts, rein gar nichts spricht gegen eine Helmpflicht für E- und normale Bikes. Alle Velofahrer hatten lange genug Zeit, freiwillig einen Helm zu tragen. Zuviele taten es nicht. Wenn die nicht mehr aufs Rad steigen (wie früher argumentiert wurde), ist das nur gut.

(Habe seit Feb ein 25erli, bin keinen Meter ohne Helm gefahren. Früher Velo, Ski etc. alles ohne Helm, liegt heute schlicht nicht mehr drin!)

Sabrina
6. September 2020

Eigenverantwortung. Wir können nicht alles ver-pflichten. Das liegt doch im Ermessen jedes Einzelnen. Für Strassen-Bikes von mir aus Pflicht. Für Berg-Bikes schwieriger. Obwohl man ja wohl von selbst darauf kommt und ein Verlangen hat, einen Helm zu tragen, wenn man mit rund 40km/h und mehr unterwegs ist.

Bender Friederike
6. September 2020

Helmpflicht und Förderung velofreundlicher Verkehrsinfrastruktur schliesst sich nicht aus. Ein Erwachsener ohne Helm auf dem Velo, egal welche Sorte, ist für Kinder ein schlechtes Vorbild. Wer würde heute noch sein Kind ohne Helm auf Velo oder Trotti lassen? Daher von mir ein klares Ja zur Helmpflicht.

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Friederike
    Danke für den Kommentar. Ja du hast Recht, Erwachsene ohne Helm sind nicht überzeugende Vorbilder für Kinder. Es gibt aber auch sehr viele Leute, die sich auch ohnne Helmpflicht daran halten können. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Willi Thalmann
6. September 2020

Vorschriften, Vorschriften, Vorschriften! Hatman nicht schon genügend Vorschriften und Gesetze? Ich fahre pro Jahr etwa 3000 Km, meist mit Helm. Wenn ich aber kurz ins Dorf fahre mit dem E-Bike, trag ich ihn meistens nicht. Ihr Unfall – und E-Bikegrafik zeigt deutlich, dass die Unfälle unterproportional zugenommen haben

Andreas Frisch
6. September 2020

Es gibt nicht einfach E-Bikes sondern es wird nach wie vor unterschieden zwischen
Pedelec bis 25 km/h ohne Velonummer und E-Bike über 25 km/h mit Mofa Nummer.
Normale Fahrräder sind oft schneller unterwegs als Pedelecs und auch schneller als die Autos in der 30er Zone.Da wird man dann als Autofahrer zum Hindernis.

Keller Alex
6. September 2020

Das Argument, dass Velofahrer wieder auf das Auto umsteigen, sollte die Helmpflicht eingeführt werden, ist kein richtiges Argument. Auch das Argument, dass mit Helm keine Unfälle verhindert werden, oder ein Helm sogar die Bereitschaft zu risikofreudigerem Fahrstil erhöht, ist nicht stichhaltig. Sicher verhindert der Helm keinen Unfall, er kann aber durchaus die Folgen eines Unfalls mindern. Ich persönlich wäre sogar für eine Prüfung für alle E-Bikes, da auch die ohne Nummernschild schneller als mit 25 kmh unterwegs sein können und schon 25 kmh nicht langsam sind!

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hallo Alex
    Danke für deine Rückmeldung. Im Beitrag habe ich nicht geschrieben, dass Velofahrende wieder auf das Auto umsteigen. Es steht nur, dass die Nutzung des Fahrrads nach der Einführung einer Helmpflicht rückläufig ist. Dies ist auch durch Zahlen von anderen Ländern welche eine Helmpflicht eingeführt haben belegbar. Du hast durchaus Recht, dass ein Helm die Folgen eines Unfalls mindern kann. Dies habe ich im Beitrag auch geschrieben. Und deshalb gibt Veloplus auch die Empfehlung ab, einen Velohelm zu tragen. Freundliche Grüsse, Béla Brenn, Veloplus

Jörg
6. September 2020

Die E-Bike-Unfälle werden gleichgesetzt mit Kopfverletzungen. Aus meinen Erfahrungen gibt es bei den Velounfällen Schlüsselbeinbrüche, Prellungen, Beinverletzungen. Ich möchte hier mal eine genaue Analyse. Zudem wieviele Selbstunfällen und Unfälle wo E-Bike-Fahrende mit Autos verwickelt sind. Man muss den Autoverkehr bändigen nicht die Velofahrenden, sonst müsste man auch eine Helmpflicht für Fussgänger fordern.

zimmermann max
6. September 2020

keine Helmpflicht,aber bei Kopfverletzungen einen Teil der Heilungskosten selber übernehmen.
das nennt man Verantwortung übernehmen.

Toni
6. September 2020

Ich bin klar gegen eine Helmtragpflicht. Es soll viel mehr darauf hingearbeitet werden, dass (jeder) freiwillig einen Helm trägt, wie beim Skifahren auch. Wir brauchen doch nicht für alles ein Gesetz und die Diktatur vom Staat.
Wenn schon über Helmtragen diskutiert wird, dann sollte auch über die Sichtbarkeit der Velofahrer gesprochen werden. Wie viele Zehntausend Velofahrer sind wohl jeden Tag mit dunkler Kleidung und ohne (helles) Licht unterwegs. Mich wunderts überhaupt nicht, wenn immer wieder Unfälle mit Velofahrern und Autos passieren. Schuld ist ja sowieso immer der blöde Autofahrer, der keine Rücksicht nimmt, auch wenn dieser vor lauter dunkler Kleidung den Volofahrer erst im letzten Moment wahrnehmen kann….

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Toni
    Danke für deinen Kommentar. Du hast absolut Recht, dass abgesehen vom Helm auch die Sichtbarkeit auf dem Fahrrad fundamental wichtig ist. Mit der falschen Kleidung und ohne Licht ist es extrem schwierig für ein Auto ein Fahrrad im dunkeln zu sehen. Für eine umfassende Sicherheit im Strassenverkehr braucht es die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer. Diese Aufmerksamkeit beginnt bereits bei der Wahl der Ausrüstung. Freundliche Grüsse, das Veloplus-Team

Hanspeter
6. September 2020

Bei einer nicht gesetzlichen Helmpflicht, nach einem Unfall ohne Helm Kürzung der Versicherungsleistungen.

Hans Nigg
7. September 2020

Habe an der Helmpflicht-Abstimmung für E-Bike-Fahrer teilgenommen. Wenn Helmpflicht, dann für alle Zweiradfahrer. Ich meine damit auch E-Kickbords, die jetzt am aufkommen sind. der Helm hilft ja nur bei Selbstunfällen. Beim Crash mit einem Auto sind die Velohelme zu schwach. Es sind viele mit Unterstützung unterwegs, die ohne nie Velo fahren würden. Trotzdem bin ich für Eigenverantwortung. Ich persönlich fahre keinen Meter ohne Helm und bin ein erfahrener Velofahrer mit Tagesleistungen bis 260 km.

Leo Schmidli
7. September 2020

Einige wilde Kommentare hier.
1. Wenn der Helm nach einem Unfall gespalten ist, dann konnte er seine Schutzfunktion nicht entfalten. Das ist Physik. Ein Helm ist keine Knautschzone!
2. Ein Styroporhelm schützt mich vor Schrammen und Prellungen – aber nicht vor schweren Kopfverletzungen, um die es geht. Schon einmal die Normen für Velohelme studiert?
3. Es wird am falschen Ende angesetzt: Verletzte Velofahrer sind das Ergebnis eines Fehlverhaltens, aber nicht die Ursache.
4. Es geht um Kopfverletzungen. Dann schauen wir uns doch mal die allgemeinen Unfallstatistiken in der Schweiz an (nicht nur im Strassenverkehr). Bei Treppen erleiden mehr Menschen Kopfverletzungen. Ich fordere eine Helmpflicht beim Treppensteigen! Auch Fussgänger erleiden bei Unfällen häufig Kopfverletzungen. Warum führen wir keine Helmpflicht auf dem Trottoir bzw. beim Überqueren der Strasse ein? Autofahrer erleiden ebenfalls häufig Kopfverletzungen. Ich fordere eine Helmpflicht für Autofahrer! Da das „Argument“ mit den Velorennfahrern aufkam: Ja, auch Autorennfahrer tragen Helme! Auch bei „gefährlichen“ Arbeiten im Haushalt (alles, was über Kopf gemacht wird bzw. wo man hochsteigen muss) fordere ich eine Helmpflicht, um Kopfverletzungen zu reduzieren. Klingt abstrus? Richtig!
5. Man könnte noch verstärkt empirische Daten zur Helmpflicht bringen. In Neuseeland wurde festgestellt, dass die Anzahl schwerer Kopfverletzungen mit Einführung der Helmpflicht eben nicht signifikant reduziert wurde. Ja, die Unfallzahlen gingen zurück, die zurückgelegten Kilometer aber noch viel stärker.

Rainer
7. September 2020

GELBE WESTE TRAGEN! Ich bin klar gegen die Helmpflicht; jeder darf den Helm ja tragen wenn er will. Schade, dass so selten für die gelbe Weste Reklame gemacht wird. Vermiedene Unfälle muss man nicht lindern: Wer NICHT von einem Auto angefahren wird, braucht auch keinen Helm!
Ich bin mit 15 seitlich in einen Lieferwagen gefahren. Die Kappe hat gut abgefedert, ein harter Helme hätte vielleicht eher Schmerzen verursacht. Gelernt habe ich vom Autofahrer: „Ich habe dich nicht gesehen“.
Obwohl ich denke, Licht bringt eine kleine Senkung der Unfallzahlen, ist auch hier die Einschränkung gegenüber dem Vorteil zu gross, als dass ein Gesetz gerechtfertigt wäre. Die Vorschrift „Licht bei Nacht“ existiert ja bereits. Daher ist eine Geschwindigkeitsreduktion bei SUV anzustreben! Ha, endlich ein progressiver Vorschlag.

Theo Schmidt
7. September 2020

Hallo VeloPlus,

Vielen Dank für den Artikel und schade, dass ihr eine Umfrage gemacht habt. Ich bin erschüttert ob der vielen Helmpflichtfans! Ich hoffe VeloPlus macht bei der Mitwirkung des Bunds mit und spricht sich gegen die Helmpflicht aus. Auch Licht am Tag dürfte die Sicherheit der unmotorisierten Velofahrer verkleinern. Und schwerere Motorfahrzeuge auch.

Es ist wie bei den Skihelms und neuerdings Maskenpflicht im ÖV: kontraproduktiv, weil die Wirkung überschätzt wird und die Nachteile ausgeblendet werden. Das führt zur Risikokompensation: ich fahre z.B. automatisch schneller und weniger achtsam mit Helm als ohne.

Trotz unbestrittener Wirkung im Einzelfall ist das Nutzen/Kosten Verhältnis schlecht, die Verhältnissmässigkeit nicht gegeben. Deshalb wollen viele Leute nicht mitmachen, und das sind nicht die dummen, sondern diejenigen, die rechnen können. Diese Leute sondern sich dann ab, wechseln vom Velo und vom ÖV auf’s Töff oder Auto, was die Sicherheit aller negativ beeinflusst.

claudio mudry
7. September 2020

Neue E-Biker müssten einen kleine obligatorische praktische Prüfung tun ! Bzw. mit Respekt, Aufmersamkeit, und Sinn der Umgebung. Deswegen ohne Kopfhörer und ohne Handy !
Wenn man mit Helmen beginnt endet dann mit Knieschutz, Ellbogenschutz usw. usf. Velofahren hat nichts zu tun mit mittelalterische ritterlische Panzer !

    Béla Brenn
    7. September 2020

    Hoi Claudio
    Danke für deinen Kommentar. Die Idee für eine praktische Prüfung könnte ein guter Ansatz sein. Es ist wichtig, dass neue E-Bike Lenker und Lenkerinnen diese Art der Mobilität gut einschätzen können, da man insbesondere bei den schnellen E-Bikes doch mit einem erheblich anderen Tempo unterwegs sein kann als mit einem konventionellen Fahrrad. Freundlicher Gruss, Béla Brenn Veloplus

Elvezio
7. September 2020

Grüezi Zäme
Nun also auch noch meine Meinung zu dieser leidigen Sache.
Ich glaube es ist mittlerweile 10 Jahre her, dass genau über diese Sache schon ausführlich debattiert wurde. Die Vernunft hat damals gesiegt und es gab kein Helmobligatorium für Velos. Das diese Diskussion wieder aufkommt, kann mehrere Gründe haben. Zu einen, die Umfallzahlen steigen pro gefahrenen Kilometer tatsächlich (was aber schwer zu belegen ist) und der Gesetzgeber muss Massnahmen ergreifen. Oder er muss Massnahmen ergreifen, weil vermehrt Unfälle mit E-Bickes vorkommen. Ich vermute mal, dass die zweite Annahme zutrifft. Und da muss man schon die Frage stellen, soll ab dieser Fahrradkategorie, zu denen oft unerfahrene und ungeübte Fahrer zählen, nun allen ein Helmobligatorium aufgebrummt werden, welches erwiesenermassen gegen das Velofahren wirkt. Mein Vorschlag, es sollen für Neulinge oder Wiedereinsteiger, die sich ein Pedelegs anschaffen gratis Fahrkurse angeboten werden. Finanziert aus dem Strassenfond. Für die E-Biks über 25 Std/km gelten die gleichen Gesetzte, wie für die Töfflis.
Denjenigen, die ein Obligatorium verlangen, unterstelle ich einfach mal pauschal, sie wollen die Velos von der Strasse weg haben. Oder haben sich nicht genügend mit der Materie befasst. Den Zweiflern noch ein paar Argumente: Sicherheit ist ein umfassendes Konzept. Ein Grundpfeiler ist die Veloinfrastruktur. Ein anderer der rechtliche Ramen (z.B. 1.5 Meter Abstand beim Überholen) und zu guter letzt, mein Verhalten als Radfahrer. Zum Schluss noch dies: der Helm im Kopf schützt besser als am Kopf (zumal die Hersteller die Sicherheit der Helme bloss bis 25 Std/Km garantieren).

Roberto
7. September 2020

Es ist ein Witz über das Obligatorisch Ja oder Nein zu sprechen.
Es gilt grundsätzlich JA, und es hat nichts mit Freiheitsberaubung zu tun. Es geht darum, dass wenn z.B. ein Familien Vater aus Bockigem Getue auf die Nase fällt und sich dabei schwer verletzt zu zieht möglicherweise ein Pflegefall für den Rest seines Lebens bleibt. Der Helm ist keine Garantie genauso wie der Gurt im Auto keiner ist aber er reduziert ganz klar die Leichtigkeit einer Verletzung und die gröberen folgen. Ob E-Bike oder Normal ein Helm gehört auf dem Kopf. Solange man nicht selbst betroffen ist, ist es immer einfach als Prophet zu reden… ich fahre nahezu täglich mit dem Velo und wenn ich gewissen Velofahrer sehe und dann noch ohne Helm frage ich mich warum muss ich für das Gesundheitswesen von diesen Menschen mit zahlen… Gruss, Roberto

Peter
7. September 2020

Die Argumente gegen das Helm Obligatorium sind etwa die selben wie vor vielen Jahren gegen das Gurten Obligatorium beim Auto. Wenn die Köpfe nicht gescheiter werden, dann soll man sie unbedingt wenigstens mit einem Helm schützen.

Bettina
7. September 2020

Ich finde eure Empfehlung fürs Helmtragen gut. Allerdings: Ich bin für Eigenverantwortung. Alles zu Reglementieren ist in meinen Augen ein Unding. Also: Ich plädiere gegen eine Helmpflicht. Gruss

Heinz Gadient
7. September 2020

Ich bin für eine Helmpflicht, sowohl für E-Bikes und richtige Velos. Zudem für eine strikte Trennung zwischen motorisiertem und nichtmotorisiertem Verkehr. E-Bikes gehören logischerweise zum Motorisierten.

Samuel
7. September 2020

Ich bin auch klar für die Helmpflicht, egal, welche Art Velo man fährt. Weiter sollten aber alle Velofahrer viel stärker in die Pflicht genommen werden, v.a., was die Einhaltung von geltenden Verkehrs- bzw. Sicherheitsregeln betrifft. Auf schmalsten Radwegen brausen einem E-Biker mit ihren überstarken Blendlichtern frühmorgens in vollem Tempo entgegen und wie oft wurde ich schon im Auto, in einer 30er-Zone notabene, schon von E-Bikern überholt? Es tut mir leid aber bitte hört endlich auf, Velofahrer generell als Unschuldslämmer darzustellen. Die Helmpflicht allein nützt herzlich wenig solange Verkehrsrowdies auf dem Velo sich um geltende Verkehrsregeln foutieren.

Stefan
7. September 2020

Salü Zusammen
Versicherungskürzungen bei Kopfverletzungen ohne Helm, dieser Anasatzpunkt ist im Moment wohl kaum vertretbar. Die selben Zahlungseinschränkungen (Krankenkasse) müssten dann bei allen Rauchern, vielen Übergeiwichtigen und bei einigen Ausgebranten (Karieremenschen) – um nur einige Beispiele zu nenn – umgesetzt werden.

Ein Helmobligatorium für die „langsameren“ E-Velos finde ich nicht sinnvoll. Sondern Kontraproduktiev.
Der Vergleich mit allen anderen E-unterstützten Fahrmöglichkeiten oder den normalen Velos ist aus meiner Sicht absolut korrekt und zutreffend.

Zielführender ist die Unfallverhütung:
* gesehen werden, Leuchtwesten, Licht
* Beherschen des Fahrzeuges, also Fahrkuse oder Fahrprüfungen wo notwendig.
* Breite Fahrwege für Velos, nicht blos gelbe Lienien am Boden die bei fehlendem Mittelstreiffen von den PWs mitbenutzt werden.

Bitte nicht schon wieder ein Obligatorium, wir reglementieren uns ad absurdum und ziehen das Pferd von der falschen Seite auf.

    Béla Brenn
    10. September 2020

    Hoi Stefan
    Danke für deinen Kommentar und die spannenden Inputs. Besonders wichtig und sinnvoll ist in unseren Augen dein Input der Sichtbarkeit. Veloplus setzt sich stark für die Sichtbarkeit von Velofahrern an und hat auch schon Präventionsvideos zu diesem Thema produziert (siehe hier.) Auch dein Vorschlag bezüglich breiteren Fahrwegen für Velos begrüssen wir sehr. Wir sind gegen das Obligatorium, empfehlen aber dennoch einen Helm zu tragen. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Barfüsser
8. September 2020

Wenn tatsächlich eine Helmpflicht kommt werde ich das Radfahren definitiv einstellen !
Kommt als Nächstes dann Schutzkleidungspflicht oder sind dann die Fußgänger dran (auch die können mit Autos kollidieren !)

chrigu
8. September 2020

ganz klar gegen helmpflicht..jedes konventionelle bike fährt schneller als e-bikes…ist aber typisch schweizer..sich schützen bis zum geht nicht mehr..sei es beim biken, skifahren, inlinernen, klettern, surfen…immer wie mehr haben einen helm auf..wo sind bloss die zeiten geblieben als man helmlos seinen spass hatte und trotzdem nicht gestorben ist….
wer will der soll halt, aber nicht obligatorisch!

Albert A.
8. September 2020

Vor Jahren hatte ich mit dem Rennvelo einmal einen Unfall. Ich stürzte beim Überqueren eines Industriebahngeleises. Mehr als 20 km/h waren das nicht, trotzdem, mein Helm war gespalten, die Schulter ziemlich ramponiert. Heute fahre ich e-Bike und dies immer mit Helm, ausser ich kämpfe mich auf einer abgelegenen Route einen Berg hoch. Da lasse ich den Schweiss lieber ohne Helm fliessen .-).
Ich bin für ein generelles Helmobligatorium für Velofahrer*innen. Als ehemaliger Motorradfahrer kenne ich auch noch die Zeit ohne Helmobligatorium und jene des Geschreis, als der Helm obligatorisch wurde. Heute ist das kein Thema mehr. Helme nützen dort, wo die Geschwindigkeiten nicht hoich sind, am meisten. Da kommt es nicht drauf an, ob ich mit einem Motorrad oder mit einem Velo unterwegs bin. Wie hiess der Slogan: Kluge Köpfe schützen sich. Das gilt nach wie vor – und die weniger klugen muss man miut einem Obligatorium schützen.

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hoi Albert
    Besten Dank für die Rückmeldung. Genau wie du, tragen die meisten Leute mit einem E-Bike freiwillig einen Helm um so die Risiken auf schwere Verletzungen bei einem Sturz zu senken. Und das ist auch gut so. Dennoch sind wir bei Veloplus nicht überzeugt, dass das Helmobligatorium der richtige Ansatz ist und ob diese Massnahme wirklich den erhofften Nutzen bezweckt. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Ruth Blassnig
8. September 2020

Ich fahre seit Jahren nur mit Helm, hat mir schon oft den Kopf gerettet. Aber ich fahre gleich schnell und mit normalem oder E Bike. Wenn eine Helmpflicht auch für 25er Bikes, dann muss sie sinnvollerweise auch für normale Velos gelten, sonst macht das für mich keinen Sinn!
Licht bei E Bikes nur im Strassenverkehr?! Im Wald auf Single Trails braucht man kein Licht. Wo gilt es, wo nicht?
Scheint mir eine komische Vorschrift, wenn sie nur für E Bikes gilt.
Das Hauptproblem ist, dass im Moment viele ungeübte Velofahren wieder unterwegs sind, die lange nicht gefahren sind. In den Bergen gelangen sie auf Höhen, von denen sie kaum runterfahren können.
Fazit: Helmtragpflicht für alle Velofahren oder gar nicht!

Joschi Bartl
8. September 2020

Ich bin mit meinem Velo bei ca 15km/h geradewegs vorne über den Lenker gestürzt. Also Kopf voran auf den Asphalt.
Folge davon: Ein Zahn abgebrochen, unter der Nase eine Risswunde, Ablederungen an Schulter, Halswirbel angerissen.
Was hat mir da nun der Helm gebracht? Der Helm war in der Mitte gespalten. Hätte ich ihn nicht gehabt, hätte ich ev. noch die Nase gebrochen, einen Schädelbruch, Risswunden an der Stirn, ev. noch Anderes…
Ganz eindeutig war das ein Selbstunfall ohne Fremdeinwirkung und bei geringer Geschwindigkeit! Von den Diskussionen was ein Helm bei einem Zusammenstoß mit einem Auto bei 50km/h bringen soll, finde ich eigentlich lächerlich. Fakt ist, dass damit die Verletzung weniger schwer sein sollen. Egal ob bei 15km/h oder 30, 40, 50km/h
Ich jedenfalls war sehr froh, war mein Helm zerstört und nicht mein Kopf

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hallo Joschi
    Danke für deinen Kommentar. Zum Glück hattest du einen Helm, der deinen Sturz abdämpfen konnte. Es ist klar, dass ein Helm eine Verletzung verhindern kann. Deshalb empfiehlt Veloplus auch allen Fahrradfahrenden einen Helm anzuziehen. Wir raten jedoch davon ab, das Tragen vom Velohelm mittels einer Helmpflicht durchzuboxen, da dies auch negative Auswirkungen auf die Veloförderung haben kann. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Andreas
8. September 2020

Ich fahre nun seit 60 Jahren Velo ( bin 68 Jahre alt), seit 5 Jahren mit einem (nicht schnellen) E-Bike. Als Knabe habe ich den einen oder anderen Sturz überlebt, bei Strassen- und Verkehrsverhältnissen, die den heutigen spotten (keine Velowege, unterwegs auf Hauptstrassen ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen etc. ). Wenn ihr jungen Angsthasen Velohelme anziehen wollt, dann tut das. So seid ihr sicher. Aber verschont mich damit. Dann könnt ihr mein Velo haben und ich fahr Auto. Bin gespannt, wie lange es noch geht, bis der Wanderhelm diskutiert wird!

a p weiss
8. September 2020

und wo ist nun die abstimmung?

    Béla Brenn
    8. September 2020

    Die Abstimmung ist im ersten Abschnitt des Blogbeitrags. Freundliche Grüsse, Béla von Veloplus

Daniel Kuhni
8. September 2020

Helm ja, aber welcher?!
Die Mofa-Kategorie hat auch eine Helmtragepflicht. Dabei ist das tragen eines Integral-Helms vorgesehen. Wenn ein ebike mehr als 25km/h fährt sollten somit die gleichen Massstäbe angewendet werden und es müsste somit bei ebikes welche schneller als 25km/h fahren können auch ein Integral-Helm getragen werden müssen.
Würde das im Umkehrschluss nicht so gehandhabt, könnte man auch argumentieren, dass wenn ein Auto nicht schneller als 160km/h fähert, keine Gurtenpflicht besteht. Nur in schnelleren Autos müssten Gurte getragen werden. Aber das ist doch ein Witz oder? Deshalb ist es auch ein Witz wenn ebikes welche schneller als 25km/h fahren nur mit einem Velo-Helm-Obligatorium belegt würden.

M. Trachsel
8. September 2020

Ich Fahre ein normales Fahrrad und trage immer einen Helm.
Es gibt so viele arten von Helmen und da fängt es an, wenn das Pflicht sein sollte, welcher Helm wäre den für das E-Bike geeignet? Es sollten Helme sein die für diesen Zweck getestet wurden und auch was bringen. Erst dann kann man über Helmpflicht reden.

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hallo M.
    Danke für den spannenden Input. Du hast Recht, dass mit der Einführung einer Helmpflicht auch viele andere Fragen aufkommen würden. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Tarcisi
8. September 2020

Wir tragen nicht nur Verantwortung für uns selber. Wir sollten auch Vorbilder sein für die Kinder.

Kurt
8. September 2020

Ich zweifelte die Wirksamkeit des Velohelmes bei einem heftigen Sturz immer an. Nun wurde ich eines besseres belehrt.
Hatte im Frühjahr einen heftigen Sturz mit dem Velo. Bin voll auf die Seite gestürzt. Dabei erlitt ich Rippenbrüche, Schürfungen und eine Hirnerschütterung. Habe fünf Tage im Spital verbracht. Ohne Helm würde ich wohl diesen Kommentar nicht mehr Schreiben. Also Helm auf bei jeder Fahrt mit dem Velo. Beim Skifahren hat es sich ja auch durchgesetz und erst noch freiwillig.

    Béla Brenn
    9. September 2020

    Hallo Kurt
    Danke für deinen Kommentar. Ja Stürze können heftige Folgen haben. Deswegen empfehlen wir auch immer einen Helm zu tragen. Und genauso wie beim Skifahren, sind wir überzeugt, dass sich der Helm auch beim Velo ohne Pflicht etablieren wird. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Kurt Leu
8. September 2020

Obwohl ich auf dem Rennvelo und Bike immer einen Helm trage, bin ich gegen ein Obligatorium. Warum muss der Staat immer alles vorschreiben ? Demnächst kommt sicher die Idee auf, Rückenpanzer und Ellbogenschoner obligatorisch zu machen. Dies würde zweifellos auch ein paar Unfälle mindern. Für mich zählt einfach die Eigenverantwortung mehr.

Trudi Wolf
8. September 2020

Da mich ein Velohelm vor einer schweren Kopfverletzung bewahrt hat, bin ich für ein Obligatorium. Ich fahre ca 4500 Km pro Jahr mit einem Velo ohne Motor.

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hoi Trudi
    Besten Dank für den Kommentar. Auch Veloplus gibt ganz klar die Empfehlung einen Helm zu tragen. Auch ich selbst trage immer einen Helm und war bereits froh darum. Dennoch sollte man Unterscheiden zwischen der Meinung, dass ein Helm gut ist und der Meinung, dass ein Helm obligatorisch sein sollte. Nicht alles was gut ist, muss man zu einer Pflicht machen. Die meisten Leute tragen einen Helm auch ohne eine Pflicht. Ich bin für den Helm, aber gegen die Helmpflicht. Freundliche Grüsse, Béla Brenn, Veloplus

Patrick Näf
8. September 2020

Wenn ich in Zürich die Velofahrer beobachte, sind genau diese auch das Problem und nicht nur fehlende Radrouten.
In den Städten fahren sehr viele Velofahrer ohne Helm, ohne Licht und mit noch weniger Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.
Mit den Stöpseln in den Ohren bei rot über die Kreuzung und noch schnell vor dem Tram durchfahren.
Auf dem Land tragen hingegen die meisten einen Helm und fahren mit Licht.

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hoi Patrick
    Danke für deinen Kommentar. Deine Beobachtung, dass es einen Kontrast zwischen Velofahrenden in der Stadt und auf dem Land gibt ist zwar spannend, ich denke jedoch, man sollte vorsichtig sein damit, dass man pauschalisierend die Velofahrer und Velofahrerinnen in der Stadt als Problem betrachtet. Freundliche Grüsse, Béla Brenn, Veloplus

Victor Frank
8. September 2020

Helmpflicht für alle E-Bikes
Taglicht nein
Tacho für schnelle E-Bikes ja

Oli
8. September 2020

Ich bin klar gegen eine Helmpflicht. Fahre selbst Ebike 45kmh (Helmpflicht da find ich ok) sowie MTB und Rennvelo. Es ist jedem selbst überlassen ob er ein Helm trägt oder nicht. Es ist tatsächlich so, dass wir stets mehr und mehr in der Eigenverantwortung bevormundet werden. Ich fahre nur mit Helm, möchte aber auch, wenn ich zum Beispiel den Helm mal vergessen habe nicht gebüsst werden. Ich als Arzt finde, dass in gewissen Hinsichten derjenige selber für sich entscheiden sollte. Wir werden schon genug kontrolliert. Und den Darwinismus sollte stets aufrecht erhalten bleiben!

Shrek
9. September 2020

Die Helme für Speed Bikes haben ja heute schon höhere Anforderungen. Ich habe bewusst einen mit Leuchtfarbe gewählt. Licht ist immer eingeschalten, Bremslicht aktiv.
Wer gesehen werden will zieht sich am besten noch eine Leuchtweste über. Ist in Sekunden erledigt und schützt wirklich. Auch die Motorradfahrer ziehen sich vor allem auf Passfahrten eine Leuchtweste an um gesehen zu werden.
So kann man wenigstens die Möglichkeit nicht abgeschossen zu werden deutlich erhöhen, nicht nur von Autos! Auch das restliche Volk das sich auf der Strasse bewegt sieht einen so besser.
Ein Helm-Obligatorium sähe ich für alle motorisierten Vehikel. Tempo egal.
Gruss

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hoi Shrek
    Danke für deinen spannenden Kommentar. Deine Inputs sind sehr gut. In der Tat kann man durch die Erhöhung der Sichtbarkeit mittels Licht und reflektierenden Kleidungsstücken viele Gefährliche Situationen entschärfen. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Philipp
9. September 2020

Grundsätzlich bin ich für eine Unterscheidung zwischen E-Bikes 25km/h und 45km/h.
Die E-Bikes 45km/h sollten Motorrädern gleichgestellt werden und somit auch von allen Fahrradwegen verbannt werden.

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hoi Philipp
    Besten Dank für deinen Kommentar. Dein Input ist sehr spannend, aber ob und wie die schnellen E-Bikes klassifiziert werden sollten, ist wohl eine eigene Debatte für sich. Freundliche Grüsse, dein Veloplus-Team

Theo
10. September 2020

Die für eine Helmpflicht Votierenden merken nicht, dass es hier nicht um Sicherheit geht, sondern um eine politische Entscheidung, welche dem Velofahren und den verbleibenden Velofahrenden insgesamt schaden wird. Ich denke eine ideale Helmtragquote wäre etwa 50%, damit sich sowohl Helmtragende und Helmmuffel beim Velofahren wohl fühlen, und der Bund nicht wie aktuell auf dumme und schädliche Gedanken kommt.

Dieter Holtkamp
10. September 2020

Ob Rennvelo oder MTB, seit Jahren schon trage ich stets einen Helm, und es ist schon auffällig, wenn jemand ohne Kopfschutz daherkommt. Warum sollten die E-Biker ausgenommen werden, sind sie doch teilweise schneller unterwegs wie ein normaler Gümmeler. Meine Empfehlung: stets einen Helm anlegen und sich vor dem Überholen mit einer Veloklingel bemerkbar machen. Die ist nämlich nicht verboten und dient der Verkehrssicherheit.

    Béla Brenn
    14. September 2020

    Hoi Dieter
    Vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast Recht und es ist wirklich sehr empfehlenswert einen Helm anzuziehen. Ich fahre kein E-Bike und ziehe dennoch immer einen Helm an. Dennoch denken wir bei Veloplus, dass ein Obligatorium der falsche Weg ist. Insbesondere bei den E-Bikes ziehen fast alle auch ohne eine Helmpflicht freiwillig einen Helm an. Und auch dass man sich mit einer Klingel bemerkbar machen sollte beim Überholen, finde ich einen guten Input. Freundliche Grüsse, Béla Brenn, Veloplus

Urs
11. September 2020

99.999% der Km die ich fahre mache ich mit Helm. Wenn ich MTB putze und dann ums Haus fahre mache ich das ohne Helm. Soll ich dann gebüßt werden? Die Wahrscheinlichkeit dass man bei einem Velo-Delikt gebüßt wird ist ja sowieso sehr klein. Also macht so ein Obligatorium das man dann nicht durchsetzt für normale Velos und 25km/h nicht viel Sinn.

Vernunft und Herdendrang sollten doch genügen.

Witschi Walter
14. September 2020

Für mich ist eine obligatorische Helmpflicht selbstverständlich.
Dies kann kein Grund sein, nicht das Bike zu verwenden.
Ebenfalls sollen E-Bikes die STVT-Regeln klar einhalten müssen. Dazu auch mit Tacho, die Geschwindigkeit. Das Rowdietum nimmt zu sehr zu!

Konrad Steiner
17. September 2020

Selbstverantwortung ja, Regulierung dort wo notwendig. Will heissen: mehr Tempo 30 Zonen und Helm für alle! Flankieren sollten Radfahrer_innen mit öffentlichen Kampagnen sensibilisiert werden, den RICHTIGEN Helm zu kaufen und diesen RICHTIG zu tragen.
Ich fahre nicht nur bei Rennradtempo, sondern auch im Quartier nie ohne Helm. Einmal machte ich eine Ausnahme, wollte nur schnell mal…und habe auf den Helm verzichtet. Bei ca. Tempo 30 musste ich einem unverhofft auftauchenden Kind ausweichen und ich prallte mit dem dem Kopf auf den Asphalt. Die Unfallfolgen waren heftig, glücklicherweise bleiben keine Schäden. Seit her (und da können mich alle psychologischen Studien und Hypothesen, die das Helmtragen kritisch ausleuchten) nie, wirklich nie mehr ohne!

Barfüsser
24. September 2020

Mal eine Frage an die , die eine Kürzung der Leistungen bei unfallbedingten Verletzungen ohne Helm propagieren:
Unterscheidet ihr dann eigentlich zwischen selbstverschuldeten und fremdverschuldeten Unfällen?
Falls nicht – dann könnte man auch ganz andere Situationen diskutieren in denen man dem unschuldigem Opfer mangels „Vorsorge“ eine Mitverantwortung anlasten könnte.
Ich will jetzt hier gar keine Beispiele nennen …

Chris
26. September 2020

Ich denke es braucht einen Helm sobald man auf ein Velo sitzt, egal auf welchem. Mit meinem Rennvelo fahre ich nicht selten einen 30 kmh Durchnitt, das bedeutet, dass ich oft etliches schneller unterwegs bin als ein e-Bikefahrer. Ich trage immer einen Helm. Man sollte jedoch mehr auf Eigenverantwortung setzen und nicht immer noch mehr Gesetze schaffen. Wenn es eine Helmpflicht gibt für e-Bikefahrer bis 25 kmh, kann man zwar Bussen verteilen, aber Kopfverletzungen derjenigen die ohne Helm unterwegs sind und stürzen lassen sich so nicht vermeiden. Jeder soll selber entscheiden ob er seinen Kopf schützen will oder nicht. Er trägt die Konsequenzen ja auch allein. Wir werden das Risiko von Unfällen mit Kopfverletzungen nie ganz eliminieren können. Aber wir könnten mit gezielten Informationen von verschiedenen Institutionen, aber auch Velohändler, die mit jedem Bike auch zwingend einen Helm anbieten (ev. kostenlos oder als Teil des Veloprieses) kann man auf die Gefahren aufmerksam machen. Der Gruppendruck wird siegen, geanuso wie auf den Skipisten.

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