Alles Wissenswerte über Veloregeln

Donnerstag 21. November 2019

Author: Florine Witzig by Veloplus

Praktikantin Marketing und Kommunikation

Grundsätzlich gelten für Velofahrende die gleichen Verkehrsregeln wie für Automobilisten: Strassenschilder und Lichtsignale müssen befolgt werden, es gilt Rechtsvortritt und wer auf einem schnellen E-Bike unterwegs ist, muss sich auch an Tempolimits halten.

Velofahrende werden oft verdächtigt, sich nicht an die Verkehrsregeln zu halten. Velojournal hat deshalb eine Zusammenstellung aller für Velofahrer geltenden Regeln erarbeitet.

GRUNDSÄTZLICHES

  • Für alle Velofahrenden gelten die allgemeinen Verkehrsregeln.
  • Es gilt das Rechtsfahrgebot.
  • Kinder dürfen ein Fahrrad nur benützen, wenn sie die Pedale treten können.
  • Kinder bis 6 Jahre müssen beim Befahren von Hauptstrassen von einer mindestens 16-jährigen Person begleitet werden.
  • Fussgänger dürfen Velowege benützen, wo Trottoir und Fussweg fehlen.
  • Autofahrerinnen dürfen auf dem mit einer unterbrochenen Linie abgegrenzten Velostreifen fahren, sofern sie den Veloverkehr dadurch nicht behindern.
  • Schnelle E-Bikes gehören in die Kategorie «Mofas». Sie dürfen mit Mofa-Fahrverbot gekennzeichnete Strecken mit ausgeschaltetem Elektromotor befahren. 

WO FAHREN?

  • Velofahrer und E-Bikerinnen müssen die mit Schild signalisierten Velowege und -streifen grundsätzlich benützen. Auch schnelle Rennfahrer dürfen nicht auf der Strasse fahren, wenn Velowege vorhanden sind.
  • Auf Velowegen darf nur in Fahrtrichtung gefahren werden.
  • Fussgängerzonen und Fussgängerstreifen sind den Fussgängern vorbehalten. Velofahrer haben nur Zutritt, wenn sie ihr Velo schieben oder das Zusatzsignal «Velo gestattet» angebracht ist. (Schnelle E-Bikes sind beim Zusatzsignal «Velo gestattet» nur mit ausgeschaltetem Motor erlaubt.
  • Velofahrerinnen dürfen nur dann mit dem Velo auf der Busspur fahren, wenn dies auf einem Piktogramm angegeben ist.
  • Im Kreisverkehr soll zur eigenen Sicherheit in der Mitte des Fahrstreifens gefahren werden.

NEBENEINANDERFAHREN

Velofahrerinnen dürfen in speziellen Situationen nebeneinander fahren, sofern der Verkehr nicht behindert wird:

  • In Gruppen von mehr als 10 Personen
  • Auf signalisierten Velowanderwegen und Velorouten auf Nebenstrassen
  • Auf dem Veloweg
  • In Begegnungszonen

VORTRITT

  • Busse haben beim Verlassen der Haltestelle Vortritt. Für das Tram gilt der Tramvortritt.
  • Bei einer Tram- oder Bushaltestelle ohne Schutzinsel haben die Ein- und Aussteigenden Vortritt
  • In Begegnungszonen gilt ein Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. In Mischzonen muss mit dem Velo in angemessenem Tempo gefahren werden. Die Fussgänger haben aber Vortritt.
  • Velofahrer haben keinen Vortritt, wenn sie vom Velostreifen auf die anliegende Strasse fahren. Das gilt auch, wenn beim Überholen von anderen Velofahrenden der Velostreifen kurz verlassen wird.
  • Rechtsabbiegen bei Rot ist verboten. Auch wenn der Verkehr dadurch nicht beeinträchtigt wird.

Wichtige Verkehrsschilder für Velofahrende

Handzeichen

  • Deutliches Handzeichen geben vor dem Abbiegen ist Pflicht.
  • Wenn ein Velofahrender seinen Abbiegevorgang rechtzeitig mit klarem Handzeichen angezeigt hat, darf er nicht mehr überholt werden.
  • Selbst der Radfahrer, der zum Überholen eines andern ausschwenkt, hat dies anzuzeigen.
  • Vor dem Verlassen des Kreisels muss ein deutliches Armzeichen nach rechts gegeben werden.
  • Der Lenker darf nicht vollständig losgelassen werden, freihändig Fahren ist verboten.

ÜBERHOLEN

  • Velofahrer dürfen rechts an stehenden und fahrenden Kolonnen vorbeifahren. (Aufs Trottoir ausweichen oder sich zwischen Autos hindurchzuschlängeln ist verboten.)
  • Andere Velofahrer dürfen auf dem Veloweg nur links überholt werden.

VELO ABSTELLEN

Grundsätzlich gilt: Wo das Velo abgestellt wird, darf es nicht stören.

  • Auf dem Trottoir muss ein Mindestens 1,5 Meter breiter Durchgang für die Fussgänger frei bleiben.
  • Das Velo muss möglichst platzsparend parkiert werden.
  • Das Velo darf keine Eingänge oder die Sicht auf Schaufenster von Geschäften versperren.

LASTENTRANSPORT

  • Velofahrerinnen sowie Mitfahrende dürfen keine Fahrzeuge und Gegenstände stossen, ziehen oder schleppen. Erwachsene Velofahrer dürfen jedoch mit der gebotenen Vorsicht einen Hund an der Leine führen.
  • Velofahrer dürfen keine Gegenstände mitführen, welche die Zeichengebung verunmöglichen oder andere Strassenbenützer gefährden. Mitgeführte Gegenstände dürfen höchstens 1 m breit sein.
  • Das Betriebsgewicht (Anhänger plus Zuladung) eines Veloanhängers darf höchstens 80 kg betragen.
  • Anhänger an Fahrrädern dürfen mit der Ladung höchstens 1,00 m breit sein. Nach hinten ist ein Überhang der Ladung von höchstens 50 cm gestattet.
  • An Velos darf nur 1 Anhänger mitgeführt werden.

 KINDER TRANSPORTIEREN

  • Velofahrer von mindestens 16 Jahren dürfen ein Kind auf einem sicheren Kindersitz mitführen. Der Sitz muss die Beine des Kindes schützen und darf den Fahrer nicht behindern.
  • Das Mitführen von höchstens zwei Kindern ist in einem Veloanhänger oder Lastenrad mit geschützten Sitzen gestattet.
  • Fahrradanhänger und -kindersitz sind auch gleichzeitig einsetzbar.
  • Fahrradanhänger und Kindersitze dürfen auch mit E-Bikes verwendet werden.

Hier kommst du direkt zum Velojournal.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 21. November 2019 um 13:47 und abgelegt unter Allgemein, Engagement, Velopolitik. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

40 Kommentare über “Alles Wissenswerte über Veloregeln”

  1. Alexis Gehrt schrieb:

    Spannend/Ergänzend ist auch die Regelung zum Befahren von Einbahnstrassen – gut in umgekehrter Richtung ist gemeint – die seit 2017 gilt.
    Hierzu ggf. zwei Links:
    https://www.pro-velo.ch/de/themen/sicherheit-und-recht/neues-recht/
    https://www.beobachter.ch/strassenverkehr/velofahrer-ab-durch-die-einbahn

  2. Sherlock Holmes schrieb:

    Velo fahren auf dem Trottoir ohne Licht kostet nur 40.– (nicht 40.– Licht + 40.– Trottoir). Dies wurde auch schon von Richtern bestätigt, ist aber nicht allen Polizisten bewusst.

  3. Tatjana Scherrer schrieb:

    Guten Tag
    Alle diese Regeln sind logisch und keine Tyranei wenn man im Miteinander und nicht nur für sich selber denkt. Es bedeutet, dass man ab und zu absteigen muss, langsam fahren muss, denken muss! und sich kooperativ verhält. Ich bin Zeit meines Lebens Fahrradfahrerin – seit ein paar Jahren mit E-bike ohne Nummer, da ich in den Bergen lebe und daher auch im tiefen Schnee und auf Eis fahren muss. Es gibt viel zu viele Velofahrer/innen die offenbar dumm sind und sich mögliche Folgen ihres egoistischen Fahrverhaltens nicht überlegen.

  4. Beat schrieb:

    Warum. Fehlen die Themen Beleuchtung, Geschwindigkeit inkl. Einhaltung von GeschwindigkeitsbeschränkungeN und einhalten von Lichtsignalen?
    Oder wird mich nun jedes EBike in der 20/30 Zone links u d rechts überholen.

  5. Markus Obrist schrieb:

    Ich fahre häufig falsch-verboten. Der Radweg-Streifen ist so oft von Autos versperrt (auch wenn sie genug Platz auf der Strasse habe). Ich fahre oft verboten, weil es die Sicherheit erfordert. Kolonnen können oft nicht seitlich überholt werden-da der Platz absichtlich versperrt ist.
    Wie sind die Verkehrsregeln bei Todesfallen?
    Dort wo ein Radstreifen Sicherheit sugeriert und dann z.Bsp bei einer Fussgängerinsel die Strassenbreite abrupt so schmal wird, dass für Auto und Rad kein Platz ist.
    Ich werde wohl noch oft absichtlich falsch fahren, Sicherheit und Ueberleben first

  6. Daniel Wirz schrieb:

    Ich erlebe als Autofahrer immer wieder Velofahrer/innen, die mit hoher Geschwindigkeit und teilweise überraschend auftauchend über den Fussgängerstreifen fahren und offenbar der Meinung sind, sie hätten Vortrittsrecht. Wie sieht das aus?

  7. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Daniel
    Nein, Velofahrer haben auf dem Fussgängerstreifen keinen Vortritt, ausser sie schieben ihr Velo. Dann gelten sie als Fussgänger und es ist ihnen Vortritt zu gewähren. Mit dem Fahrrad über den Fussgängerstreifen zu fahren ist verboten, doch kommt es trotzdem vor, so sollte der Autofahrer sein Vortrittsrecht nicht erzwingen. Denn im Verkehr gilt, dass man auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten hat und dementsprechend handeln muss. So würde der Autofahrer bei einer Kollision mit dem Velofahrer als mitschuldig gelten. Dein Veloplus-Team

  8. Daniel schrieb:

    Was machen, wenn das 20. vorderste bzw. hinterste Auto vor einem Kreisel rechts zumacht, dass man als Velofahrer nicht mehr durchkommt? Darf dann auch nicht auf’s Trottoir ausgewichen werden? Weiss jemand, wann man einen Velostreifen (unterbrochene gelbe Linie) verlangen kann, z.B. Fahrbahnbreite etc.? In BL z.B. Lausen (Lidl) hat es einen, in Gelterkinden (Migros)nicht. Was sind die Kriterien?

  9. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Daniel
    Velofahrer dürfen stehende oder langsam fahrende Fahrzeugkolonnen rechts überholen – auch wenn kein Radstreifen vorhanden ist. Der rechts abbiegende Verkehr darf dabei allerdings nicht behindert werden. Es darf auch nur überholt werden, wenn genügend freier Raum vorhanden ist. Velofahrer sollten den Vortritt nie erzwingen, da sie stets die schwächeren Verkehrsteilnehmer sind. Dein Veloplus-Team

  10. Martin schrieb:

    Soviel ich weiß dürfen aber Kindersitze und Kinderanhänger nicht an schnellen E-Bikes befestigt werden?

  11. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Martin
    In der Schweiz dürfen Kindersitze, sowie Kinderanhänger an schnellen E-bikes angebracht werden. In der EU gelten jedoch andere Regeln. Dein Veloplus-Team.

  12. Marino schrieb:

    Ähem, Rechts abbiegen an Rotlichtern ist dann erlaubt wenn an der Ampel das entsprechende Schild angebracht ist. Siehe Kreuzung Schanzenstrasse/Spitalstrasse Fahrtrichtung Rhein in Basel.

  13. Yvonne Scarpelli schrieb:

    Vielen Dank für das Zusammenfassen all der verschiednen Regeln. Wie Frau T.Scherrer bin ich seit 40 Jahren mit dem Veli unterwegs. So teile ich auch Ihre Meinung. Ich staune immer wieder wie sich andere Velfahrer verhalten.
    Geschmunzelt habe ich über den Bussen Katalog. Warum wird das nicht umgesetzt? Hätte sicher auch Präventive Wirrkung für so viele Velofahrer/innen.

  14. Jonas schrieb:

    Und was ist mit diesen Flutern von Scheinwerfern, die häufig an E-Bikes viel zu hoch eingestellt sind und die entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer blenden wie blöd??

  15. nicole schrieb:

    -Dürfen Kinder auf dem Trottoir fahren? Darf ein Erwachsener die Kinder auf dem Trottoir begleiten?
    -Was ist, wenn es ein Fahradweg hat, aber dieser nicht für Mofas ist. Wo Fahre ich da mit einem schnellen E-bike? Auf der Strasse oder auf dem Veloweg?

  16. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Nicole
    Im Prinzip nein. Auf dem Trottoir dürfen Kinder mit dem Laufrad oder dem Spielzeugvelo verkehren (fäG). Sobald ein Velo strassentauglich ausgerüstet ist, gilt es als Strassenverkehrsmittel und muss auf der Fahrbahn fahren. Dies gilt grundsätzlich zum Schutz der FussgängerInnen auf dem Trottoir. Kinder vor dem vollendeten sechsten Lebensjahr müssen auf Hauptstrassen von einer mind. 16-jährigen Person begleitet werden. Dein Veloplus-Team

  17. Pat schrieb:

    Wie sieht es eigentlich mit Musikhören während des Fahrradfahrens aus?
    Erlaubt?

  18. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Pat
    Ein Fahrzeugführer hat das Fahrzeug immer so zu beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Dies gilt für alle Fahrzeuge, von Velos bis hin zum Lastwagen. Der Fahrzeugführer muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden. Er darf beim Fahren keine Tätigkeiten vornehmen, die die Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Er hat ferner dafür zu sorgen, dass seine Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird. Solange die Aufmerksamkeit des Fahrzeugführers nicht beeinträchtigt wird, ist es gesetzlich nicht verboten, während dem Fahren mit Kopfhörern Musik zu hören, und wird von der Polizei auch nicht geahndet. Dein Veloplus-Team.

  19. Philipp schrieb:

    Was ist mit Fusswegen mit der Zusatztafel ‚Velo gestattet‘?
    Nach meinen Informationen ist das Befahren mit Velo dort optional und die Strasse darf benützt werden.

    Was ist mit Handzeichen beim „Verlassen“ des Velostreifens, weil dieser aufhört (Beispiel: Strasse mit Velostreifen, die in einen Kreisel führt und der Velostreifen kurz vor dem Kreisel einfach aufhört)? Muss man hier signalieren? Wer hat hier Vortritt?

  20. Randy schrieb:

    bitte schreibt doch auch, dass auf Velowegen die normalen Velos eher rechts fahren sollten und auch vor Ampeln rechts stoppen. so können schnellere e-bikes ohne Probleme vorbeifahren und niemand wird gefährdet.
    danke

  21. Rahel schrieb:

    Hallo Zusammen

    Wie verhält es sich, wenn ich nach links in eine andere Strasse abbiegen möchte. Wenn ich auf dem Fahrradstreifen mein Handzeichen mache, müssen die von hinten kommenden Autos anhalten und mich passieren lassen?

    Dies widerspricht, dass ich ausserhalb des Fahrtstreifen nicht vortrittsberechtigt bin, beim gesetzten Handzeichen aber nicht mehr überholt werden darf

  22. Thierry Spampinato schrieb:

    Vielleicht noch erwähnenswert. Fussgänger haben auf dem Fussgängerstreifen Vortritt und wenn ein Verkehrsteilnehmer anhält um Fussgänger die Strasse überqueren zu lassen, dann müssen sowohl Autos wie auch folgende Velos ebenso anhalten und den Vortritt gewähren. Wird von Velofahrern oft überhaupt nicht beachtet, was bisweilen zu gefährlichen Situationen führt.

  23. Patrick schrieb:

    Hier fehlt ein entscheidentes Wort „langsam“:

    Velofahrer dürfen rechts an stehenden und LANGSAM fahrenden Kolonnen vorbeifahren (und es fehlt auch) „wenn genügend freier Raum vorhanden ist.“

    Es wäre doch all das Geschreibe nicht nötig, wenn wir einfach gegenseiteig Rücksicht nehmen würden. das gilt für Velo, Auto und Fussgänger – seit nicht so verdammt stur, macht mal Platz, haltet mal and und lässt mal einem anderen den Vortritt. Und bitte haltet euch einfach an die Regeln, auch wenn es nur ist um den Konkurentzkampf der verschiedenen Verkehrsteilnehmer garnicht erst aufkommen zu lassen…

  24. Mario schrieb:

    Bezüglich Geschwindigkeit wären nähere Infos noch hilfreich (insb. in Tempo 30-Zonen. Was gilt für:
    – für schnelle E-Bikes (mit Tacho)
    – E-Bikes bis 250W (i.d.R. ohne Tacho)
    – Velo (meistens ohne Tacho)

  25. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Mario
    Egal ob mit oder ohne Tacho, es muss sich immer an die vorgegebene Geschwindigkeit gehalten werden. Eine Tempo-Überschreitung wird also in allen Fällen gebüsst. Dein Veloplus-Team.

  26. Roland schrieb:

    Aus meiner Sicht ist NUR das Benützen des Veloweges Pflicht. Signal «Radweg» (2.60)
    Bei Signalisation „Gemeinsamen Velo -und Fussweg“ oder beim Radstreifen ist die Benutzung nicht Pflicht. Gemäss einer Antwort des Bundesrates auf die Interpelation 13.3066 aus dem Jahr 2013.
    Konkret steht da:
    Ein von der Fahrbahn baulich abgetrennter Weg kann den Radfahrerinnen und Radfahrern zur Verfügung gestellt werden mit dem Signal „Radweg“, mit einer das Signal „Fussweg“ ergänzenden Zusatztafel „Radfahrer gestattet“ oder ohne spezielle Signalisation.
    Nur im ersten Fall besteht eine Benutzungspflicht der Radfahrerinnen und Radfahrer. In den anderen beiden Fällen können Radfahrerinnen und Radfahrer auch die Fahrbahn benützen. Es ist Sache der Vollzugsbehörde, aus der bundesrechtlichen Palette die für eine konkrete Situation adäquate Variante zu bestimmen.

  27. Markus schrieb:

    Manchmal fehlt mir eine Hand, um die Verkehrsregeln einzuhalten. Wenn ich die steil abfallende Papiermühlestrasse herunterkomme, brauche ich beide Hände zum Bremsen, da bräuchte ich eine dritte Hand, um die Fahrtrichtung anzuzeigen…
    Andere Situationen sind Unebenheiten und Randsteine, die wirklich beide Hände am Lenker erfordern.

  28. Roland schrieb:

    Was mir noch fehlt ist dass Telefonieren und Schreiben während des Fahrens auch verboten wäre

  29. Ivo schrieb:

    Auch wenn es verboten ist, mit dem Rennrad fahre ich aus Prinzip nicht in Mischzonen, die stark von Fussgänger benutzt werden. Dies ist oft in städtischen Gebieten der Fall. Die einzige sichere Fahrweise wäre dann sehr oft Schrittgeschwindigkeit. Darauf habe ich beim besten Willen keine Lust, denn dann kann ich das Rad auch zu Hause stehen lassen und direkt mit dem Auto fahren. Oder auch auf Radwegen in Schulnähe ist es oft zu gefährlich, da die Schüler den Radweg meistens als erweiterten Spielplatz auf dem Schulweg nutzen. Auch dann fahre ich immer auf der Strasse daneben.

  30. Hansueli Wüthrich schrieb:

    Ich fahre immer mit mindestens einem Meter Abstand zum Strassenrand, damit mir genügend Platz bleibt zum Ausweichen, wenn ich knapp überholt werde, und wenn für die Autos nicht genügend Platz ist zum sicher in gebührendem Abstand zu mir zu überholen, fahre ich Mitte Fahrstreifen. Überleben first.

  31. Sylvio Seidel schrieb:

    leider ist die Schweiz in Bezug auf die Veloinfrastruktur ein Entwicklungsland!
    Warum sollte ich mit dem Rennrad nicht die Strasse benutzen, wenn der Veloweg einfach Sch.. ist! Warum sollte man nicht links an einer stehenden Kolonne vorbeifahren, weil rechts kein Platz mehr ist oder die Autos keinen lassen usw.!
    Die Politik sollte endlich mal aufwachen! Aber leider ist es ja nicht „cool“ gegen die Autofahrer zu „lobbyieren“

    Die Strassen werden vergoldet und die Velowege werden gekiest um es ja noch gefährlicher zu machen!

    Ich glaube der Artikel ist leicht verfehlt, denn die meisten Velofahrer wissen was die Regeln sind. Veloplus und die Velofahrer sollten eher für eine bessere Infrastruktur kämpfen als auf so einen Mist rumzukauen!

  32. Michel schrieb:

    Die wichtigste Regel fehlt: (Gegenseitiger) Respekt. Ein jeder Velofahrer muss bedenken, dass er gerade auf Fuss- und Wanderwegen „Mitfahrrecht“ besitzt. Das bedeutet auch, dass je nach Situation Tempo verlangsamt, mit Ab- und Anstand an Passanten vorbei gefahren werden soll. Es handelt sich ja auch um einen Langsamverkehr und gerade bei Wanderwegen ist die ursprüngliche Nutzung das „Wandern“ und es wird grosszügig den Velofahrern die Nutzung ebenfalls gewährt. Man muss dies einfach berücksichtigen und sich in Wanderer einfühlen können…

  33. Curt schrieb:

    Ist für PW’s und LKW’s beim überholen eines Velofahrers ein Mindestabstande vorgeschrieben?
    Wenn nicht, wäre die Vorschrift eines Mindestabstands unbedingt nötig und sollte über eine Aktion auch entsprechend publik gemacht werden.
    Es kommt immer wieder vor, dass Velofahrer überholt werden, wenn gleichzeitig Autos entgegen kommen. Der Abstand zum Velofahrer ist dann oft sehr sehr knapp.

  34. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Curt
    In der Schweiz verlangt das Gesetz von den Auto- und Lastwagenfahrern nur einen «ausreichenden Abstand». Was ausreichend in Zentimetern heisst, ist nicht fix definiert und vielfach auch individuelle Ermessenssache. Jedoch gelten 1.5m als Richtwert. Zudem setzt sich zurzeit Pro Velo wie auch Veloplus für die Petition Abstand ist Anstand ein. Die Petition kann jeder unterschreiben (www.1m50.ch). Dein Veloplus-Team.

  35. Patrick schrieb:

    Meines Erachtens soll die Bussgelder denen des motorisierten Strassenverkehrs angepasst werden.
    Die Bussen sind viel zu niedrig…

  36. Martin schrieb:

    Was Markus im Beitrag 5 beschreibt erlebe ich auch (fast) jeden Tag. In diesem Fall ist die Strasse eigentlich zu schmal für eine Kernfahrbahn mit 2 Radstreifen, so mit stehen die Autos sogar auf den roten Sperrflächen! Angesprochene Autofahrer haben dann meist keine Ahnung…
    Der geforderte Abstand vom Auto zum Velo von 1.50 m ist leider auch auf Radstreifen reines Wunschdenken; kreuzende Autos haben eher 1.5 m dazwischen, um ihre Rückspiegel zu schützen; zum Velofahrer bleibt höchstens 0.3 m!

  37. Walter schrieb:

    Der Gestzgeber ist total unglaubwürdig und nicht ernst zu nehmen, wenn er für Velos keine Glocke mehr vorschreibt.

    Dass ein Velofahrer brav hinter einer Autokolonne von mehreren hundert Metern anstehe und damit den ÖV-Anschluss verpasse, nur weil viele Autofahrer nicht denken und ihm rechts keinen Platz lassen, das glaubt ja wohl kein vernünftig denkender Mensch…

    Von sehr knapp überholenden Autobussen könnte ich ein Lied singen. LKW-Fahrer fahren dagegen bedeutend besser.

    Im Aargau wird gebaut und gebaut, vor allem für den motorisierten Verkehr. Durchgehende Velowege dagegen sind immer noch Mangelware, gefährliche Einmündungen und Strassenüberquerungen sind normal.

  38. Daniel Grob schrieb:

    Es gibt offenbar immer noch viele Unklarheiten, wie ich aus den Kommentaren ersehe, einige der wichtigsten Ergänzungen:
    – auf Trottoirs darf grundsätzlich nicht velogefahren werden, egal ob Kinder oder Erwachsene oder Begleitende, es sei denn, es werde durch ein Schild „Velo gestattet“ explizit erlaubt.
    – auch in Fussgängerzonen kann das Velo gestattet werden, dort hat der Fussverkehr Vortritt und es darf maximal Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.
    – sobald ein RUNDES blaues Schild mit dem entsprechenden Symbol angebracht ist, herrscht Benutzungspflicht, also wenn ein Fahrradsymbol allein erscheint oder unter einem Fussgängersymbol. Bei solchen kombinierten Wegen (oder auch Fusswegen mit „Velo gestattet“-Zusatz) müssten „Radfahrende auf Fussgänger Rücksicht nehmen und, wo die Sicherheit es erfordert, diese warnen sowie nötigenfalls anhalten“ (SSV Art. 33 Abs. 4)
    – ob ein Radstreifen angebracht wird oder nicht ist ein verkehrsplanerischer bzw. oft politischer Entscheid und nicht von Rechtsgrundlagen abhängig. Unterbrochene gelbe Linie bedeutet, dass er auch verlassen werden darf, sonst müsste die gelbe Linie ausgezogen sein.

    Tja, wie öfters betont brauchte es alle diese Details nicht und es würde der Grundsatz des Strassenverkehrsgsetzes Abschnitt Verkehrsregeln Art. 26 genügen, wonach „jedermann sich im Verkehr so zu verhalten hat, dass er andere in der ordnungsgemässen Benutzung der Strassen weder behindert noch gefährdet.“ Aber eben, das ist offenbar Wunschdenken!
    Heit Sorg und sit guet ungerwägs!

  39. Helmi schrieb:

    Wenn man mit einer Gruppe E-Bike-Fahrer (12-15 Fahrer) unterwegs ist, müssen alle an einer Stopp-Strasse vollständig anhalten?
    Danke für eine Antwort.

  40. Florine Witzig by Veloplus schrieb:

    Hallo Helmi, an einer Stopp-Strasse muss immer vollständig angehalten werden, egal ob man in der Gruppe oder alleine unterwegs ist. Die Situation auf der Strasse kann so rasant ändern, dass es erforderlich ist, dass jeder Fahrer anhält, um die Strassenverhältnisse erneut zu beurteilen. Dein Veloplus-Team

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