Critical Mass Zurich: Wir waren dabei!

Freitag 31. Mai 2019

Author: Seraina Schmid by Veloplus

Praktikantin Social Media & Kommunikation

Scheinbar zufällig bildet sich eine Masse, die plötzlich viel mehr Platz auf der Strasse einnimmt, als ein einfaches, kleines Velo. Die Velos werden zu einer Masse, die zeigt, dass Fahrräder auf den Strassen viel zu wenig Platz haben.

Schon mal etwas von der Critical Mass gehört? Bei dieser weltweiten Bewegung treffen sich VelofahrerInnen, um gemeinsam zu fahren. Dabei bilden sie eine grosse Masse, welche möglichst konzentriert durch die Strassen fährt und damit auf den Radverkehr und den Platz, welchen das Velo eigentlich in den Städten bräuchte, aufmerksam macht.

Critical Mass in Budapest 2007

Die Anfänge der Critical Mass

Die erste Critical Mass fand 1992 in San Francisco statt. Danach bekam die Bewegung Aufschwung und verschiedene Städte weltweit machten mit. Die grössten Critical Masses fanden zwischen 2004 und 2014 in Budapest statt. Dort fuhren regelmässig zwischen 50’000 und 100’000 Menschen mit.

Am letzten Freitag des Monats

Noch heute gibt es Critical Masses weltweit immer wieder in verschiedenen Städten. So beispielsweise regelmässig in Berlin, Hamburg, Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Salzburg, Genf und Zürich. Normalerweise gibt es einmal im Monat eine Fahrt, oftmals am letzten Freitag des Monats.

Und ist es eigentlich erlaubt?

Critical Masses werden grundsätzlich von der Polizei toleriert. Ausserdem hat es in der Schweiz auch noch keine Interventionen von der Polizei gebraucht, da sich die VelofahrerInnen stets korrekt verhalten haben.

Die Critical Mass in Zürich

Ende April war ich für Veloplus an der Critical Mass in Zürich mit dabei. Um kurz vor 19 Uhr trafen sich die TeilnehmerInnen der Fahrt auf dem Bürkliplatz. Richtig los ging’s dann um 19:30 Uhr. Zuvor gab es aber noch die Ankündigung, dass wir ausserordentlich auch noch die Rosengartenstrasse abfahren werden. Der Grund: Die Rosengartenstrasse soll unter den Boden verlegt werden – ein weiteres, gigantisches Projekt für den Autoverkehr. Um dagegen zu protestieren, war diese Strasse eines der Critical-Mass-Ziele.

Wir fuhren also mit lauter Musik los, zuerst Richtung Bahnhof Stadelhofen, dann weiter zum Hauptbahnhof, wo wir noch eine Ehrenrunde beim Landesmuseum fuhren. Aus dem Klingeln mit der Glocke kam man gar nicht mehr raus und zigfach zückten Leute am Strassenrand ihr Handy und filmten uns oder staunten schlicht und einfach über die vielen Velofahrenden. Danach kam die Hardbrücke und die Rosengartenstrasse. Oben auf dem Platz angekommen gab es dann auch die ersten Hupkonzerte der Autofahrer – welche wir mit dem Klingeln der Glocken beantworteten. Anschliessend fuhren wir alles wieder runter, zum Bahnhof Altstätten und beendeten die Critical Mass am Helvetiaplatz. Insgesamt legten die rund 250 TeilnehmerInnen 18,8 km in zweieinhalb Stunden zurück.

Weitere Impressionen von der Critical Mass Zürich gibt’s auf unserer Instagramseite in den Story-Highlights zu sehen oder auch auf der offiziellen Seite der Critical Mass Zurich: https://criticalmass-zh.ch. Die nächste Critical Mass Zurich findet übrigens schon am Freitag, 31. Mai 2019 statt, Treffpunkt ist um 18.45 Uhr auf dem Bürkliplatz!

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 31. Mai 2019 um 16:06 und abgelegt unter Allgemein, Engagement, News, Veloplus Tipp, Velopolitik, Veranstaltungen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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