Velo ergonomisch einstellen – leicht gemacht!

Montag 16. April 2018

Author: Katja Bleibler

Praktikantin Social Media & Kommunikation

Jeder der einmal auf einem gut eingestellten Velo sass, weiss, wie wichtig eine ergonomische Sitzposition auf dem Velo sein kann. Nicht nur, dass Schmerzen vorgebeugt wird, auch ist die Kraftübertragung auf die Pedalen grösser, was das Velofahren einfach macht. Veloplus-Ergonomieexperte Andrin Flöss gibt dir nachfolgend Tipps, wie du dein Velo einfach und korrekt einstellen kannst.

Ein schlecht eingestelltes Velo benötigt nicht nur mehr Kraft, um es zu bewegen, es kann langfristig auch zu Schmerzen in Rücken, Nacken und Schultern führen. Nachfolgend geben wir dir hilfreiche Tipps, wie du dein Velo selbst optimal einstellen kannst. Wir empfehlen, die Einstellungen zu zweit vorzunehmen, damit die Konzentration nicht fürs Balancieren verloren geht. Ausserdem ist es wichtig, sich von der Sattel-Einstellung bis zum Vorbau vorzuarbeiten.

Sattelhöhe

Als Grobeinstellung gilt, den Kurbelarm mit dem Sattelrohr in einer Flucht (5-Uhr-Position) einzustellen. Die Ferse sollte dabei so auf dem Pedal platziert werden, dass das Bein leicht durchgestreckt ist. Zu beachten ist zudem, dass sich das Becken nicht zur Seite neigt. Bei einer seitlichen Beckenneigung ist der Sattel zu hoch eingestellt.

 

 

 

Sattelposition

Den Fussballen auf das Pedal setzen und darauf achten, dass das Gelenk des grossen Zehs über der Pedalachse steht. Kurbel waagrecht nach vorne (3-Uhr-Position). Dabei muss die Kniescheibe senkrecht über der Pedalachse sein. Sonst Sattel vor- und zurück schieben.

 

 

 

Sattelneigung

Damit der Sattel nicht nach vorne oder hinten kippt, kann ein flacher und stabiler Gegenstand, idealerweise eine Wasserwaage, aufgelegt werden. Damit der Sattel optimal waagrecht eingestellt ist, sollte sich das Luftbläschen in der Mitte einfinden. Bei einer sportlichen Sitzposition kann die Sattelnase leicht abgesenkt werden.

 

 

 

Lenkerposition

Um die optimale Lenkerposition zu bestimmen, gilt folgende Faustregel: Ellbogen an Sattelnase setzen, bei gestreckter Hand sollte die Distanz zwischen der Fingerspitze des Mittelfingers und des Lenkers ca. 2-3cm betragen. Sonst Lenkervorbau tauschen (länger oder kürzer).

 

 

 

 

Cockpit

Wenn die Mitte des Unterarms und das Fingergelenk eine Linie bilden, dann sind Brems- und Schalthebel optimal ausgerichtet. In einem zweiten Schritt darauf achten, dass die Glocke mit dem Daumen gut erreichbar ist.

 

 

 

 

Bremshebel

Bei der Lenkerwahl sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Handgelenk auf keine Seite abgeknickt ist. Ist das Gelenk zu stark abgeknickt, kommt es schnell zu einschlafenden Fingern und zu einem Taubheitsgefühl. Durch die Verwendung der Flowgrip-Griffe von Veloplus kann zudem die Handstellung bis zu drei Grad korrigiert werden, ohne dass dabei die Sitzposition des Fahrers verändert wird.

 

 

Schalthebel

Bei der Ausrichtung des Schalthebels empfehlen wir, diesen so zu platzieren, dass der Daumen den Hebel flächig greifen kann. Unbedingt auch darauf achten, dass der kleinere Schalthebel einfach mit dem Daumen bedient werden kann.

 

 

 

 

Lenker

Die Bremsgriffe sollen so auf dem Lenker positioniert werden, dass der Zeigfinger am inneren Ende des Hebels anliegt. Mit dieser Positionierung benötigt man wesentlich weniger Kraft für den Bremsvorgang. Bremsen von modernen MTBs können problemlos mit einem Finger bedient werden.

Weitere Infos zu den Flowgrip Griffen findest du hier.

Bist du dir unsicher bei der ergonomischen Einstellung und willst lieber von einer Fachperson beraten werden? Dann buche noch heute eine Leonardo-Analyse im Veloplus-Laden in deiner Nähe.

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 16. April 2018 um 10:02 und abgelegt unter Ergonomie, News. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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