Maria-Theresia – Ein Jahr alleine auf Achse

Samstag 22. März 2014

Author: Michael by Veloplus

Social Media Verantwortlicher und Redaktor bei Veloplus.

Ein Jahr nach dem Aufbruch in ihr grosses Veloabenteuer kehrte Maria-Theresia Zwyssig kürzlich ins Berner Kiental zurück. Hinter ihr liegen tausende Velokilometer und unglaubliche Erlebnisse. Hier erzählt Sie von Ihrer Reise.

 

„Mein Traum geht in Erfüllung“, schreibt Maria-Theresia Zwyssig am 30.12.2013 in ihrem Blog. „Nach 303 Tagen, 10’330 Kilometer und 20 besuchten Ländern, habe ich mein Ziel erreicht.“ Die medizinische Praxisassistentin war in Pokhara (Nepal) angekommen, wo sie 2008 bereits einmal bei einer tibetischen Familie gelebt hatte. Gross war die Freude beim Wiedersehen.

Ankunft bei der tibetischen Familie, die Maria-Theresia seit 2008 kennt.

Ankunft bei der tibetischen Familie, die Maria-Theresia seit 2008 kennt.

 

„Du spinnst doch!“

Nochmals rund drei Monate später ist Maria-Theresia zurück im Kiental (Berner Oberland), wo sie ihre Reise vor genau einem Jahr begonnen  hatte. „Alleine als Frau bis nach Nepal und zurückfahren? Du spinnst doch!“, hätten ihr damals viele Leute gesagt. „Wenn man einen Traum hat und den nicht zu Leben versucht, spinnt man doch auch ein wenig“, habe jeweils ihre Antwort gelautet.

Dieses iranische Ehepaar beschenke Maria-Theresia mit Tee und "allem Glück der Welt".

Dieses iranische Ehepaar beschenke Maria-Theresia mit Tee und „allem Glück der Welt“.

 

Nach einem problemlosen Start in Italien und dem Balkan wurde die Spiezerin in der Osttürkei vorübergehend hart aus Ihrem Velotraum gerissen. „Ein Mann hat mich grundlos angefahren, stieg aus seinem Auto und schlug auf mich ein“, erzählt Maria-Theresia, „zum Glück könnte ich mich wehren und schliesslich aus der Situation befreien.“

Begegnung mit dem „Velo-Hochzeitspaar“

Trotz diesem Negativerlebnis wollte sie auf jeden Fall weiterfahren. Eine Entscheidung, die sie keinen Moment bereute. Maria-Theresia genoss die einsamen Tage genauso, wie die Begegnungen mit anderen Veloreisenden. So war die 27-Jährige zeitweise mit einer Fünfer-Gruppe unterwegs oder fuhr mit einem Deutschen Veloabenteurer. Und sie lernte völlig zufällig  Nadja und Pascal kennen , das velofahrende Ehepaar, das für unser neues AKTUELL die Titelgeschichte geschrieben hat.

Zufällig in Vietnam kennengelernt: Nadja & Pascal die "Titelhelden" aus dem neuen Veloplus AKTUELL.

Zufällig in Vietnam kennengelernt: Nadja & Pascal die „Titelhelden“ aus dem neuen Veloplus AKTUELL.

 

Gerade einmal zwei defekte Reifen

Verlassen konnte sich Maria während Ihrer Reise auf Ihre Velo und die Technik. Gerade einmal zwei platte Reifen mussten repariert werden. So legte Maria-Theresia ihren Fokus voll auf Menschen und Natur. „Ich habe endlose Wüsten, hohe Berge, tiefe Meere und stahlblaue Seen gesehen. Gefühle wie Einsamkeit, Stille, Turbulenz, Langeweile, Freude und Angst erlebt. Überall traf ich auf hilfsbereite Menschen, die mir Geschichten erzählten und mich das Leben lehrten.“

Absolute Stille auf dem Koy Tezek Pass, 4272 Meter über Meer.

Absolute Stille auf dem Koy Tezek Pass, 4272 Meter über Meer.

 

Vorträge bei Veloplus im Herbst

Man merkt es im Gespräch mit Maria-Theresia: Die Eindrücke sind auch mit ein paar Wochen Distanz noch überwältigend. Sie wird die Erlebnisse sammeln und Ende Jahr in den Veloplus-Läden präsentieren. Details zu Vorträgen folgen im Spätsommer.

Und wie sieht es bezüglich Veloprojekten aus? „Nach der Reise ist vor der Reise“, meint Maria-Theresia schmunzelnd. Gut möglich also, dass ihr ganz grosses Veloabenteuer eine Fortsetzung findet.

Die umjubelte Rückkehr in die Schweiz.

Die umjubelte Rückkehr in die Schweiz.

 

Impressionen aus einem Jahr Veloabenteuer

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 22. März 2014 um 07:26 und abgelegt unter News, Veloreisen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

2 Kommentare über “Maria-Theresia – Ein Jahr alleine auf Achse”

  1. Wolfgang Lang schrieb:

    Hallo Maria, guck dir Mal meine E.-Mailadresse an – weißt du noch wer ich bin? wir haben uns an der turkmenischen Botschaft in Teheran kennengelernt und sind bis Smargand geradelt. Ja bin ich denn ein Kiosk oder seh ich aus wie ein Hotel….?
    Wenn du möchtest kannst du dich bei mir melden. (Wolfganglang-4@gmx.de). Liebe Grüße vom Veloabenteuerer aus Hamburg

  2. Oliver by Veloplus schrieb:

    Hallo Wolfgang

    Sachen gibt es. 🙂 Wir leiten deine Nachricht noch an Maria weiter. Für den Fall, dass sie sie noch nicht gesehen hat.

    Liebe Grüsse
    Oliver

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