Petiton fordert mehr Velowege in Zürich

Donnerstag 26. September 2013

Author: Michael by Veloplus

Social Media Verantwortlicher und Redaktor bei Veloplus.

Ein tödlicher Verkehrsunfall von Anfang Woche sorgt unter den Zürcher Velofahrerinnen und Velofahrern für Aufregung. Innert zwei Tagen wurde mittels (Online)Initiative über 1100 Unterschriften gesammelt. 

 

Velofahrer in Zürich leben gefährlich. Anfang Woche wurde ein Velofahrer von einem abbiegenden Lastwagen übersehen und überfahren. Er starb noch auf der Unfallstelle. Damit scheint sich ein trauriger Trend fortzusetzen.

Wurden 2010 auf Stadtgebiet noch 320 Velofahrer verletzt oder getötet, lag die Zahl für das Jahr 2012 bereits bei 369. Ein Anstieg von deutlich mehr als 10 Prozent, wie die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich Mitte Jahr erklärte.

Zusätzliche Velowege und -streifen sind wünschenswert.

Zusätzliche Velowege und -streifen sind wünschenswert.

 

Ausbau (erst) bis 2025 geplant

Die Stadt Zürich hat die Problematik und gleichzeitig das Potential des Velos als Verkehrsmittel erkannt. Unter dem Namen „Masterplan Velo“ soll das Hauptnetz bis 2025 für rund 55 Millionen Franken um 97 Velokilometer ausgebaut werden. Geplant sind auch 55 Kilometer Komfortrouten, also Velowege abseits des Verkehrs, Velolichtsignale und Abstellplätze. 40 Prozent der Massnahmen sind laut den Verantwortlichen bereits realisiert.

Sicheres Velonetzt gefordert – 1100 Unterschriften in zwei Tagen

Nach dem jüngsten Unfall fordern Zürcher Velofahrerinnen jetzt in einer Petition schnelle und effektive Massnahmen. Und damit treffen Sie ganz offensichtlich den Nerv der Zeit. In nur 2 Tagen haben über 1100 Leute die Petition unterzeichnet.

Veloplus unterstützt Petition

Veloplus unterstützt die Initianten. Zusätzliche Massnahmen fördern das Velofahren, entschärften gefährliche Stellen und tragen zur Entlastung der Verkehrssituation bei. Gleichzeitig ist klar, dass die entsprechende Infrastruktur in Planung und Umsetzung Zeit braucht. Wichtig hierbei ist aus unserer Sicht, dass aktive Velofahrer in die Projektierung miteinbezogen werden. Mit ihrem Knowhow aus der täglichen Praxis wissen sie, welche Infrastruktur wirklich sinnvoll ist.

Velofahren soll und kann in der Stadt Zürich Spass machen.

Velofahren soll und kann in der Stadt Zürich Spass machen.

Verkehrsregeln sollten beachtet werden

Damit die Forderung auf offene Ohren stösst, sind alle Velofahrer in der Pflicht. Mögen die aktuellen Routen nicht überall gut sein, sollten die Verkehrsregeln trotzdem beachtet werden. So steigern wir die Akzeptanz der Velofahrer auch bei „Nicht-Velofahrern“. Und wer weiss, vielleicht bringen wir den einen oder anderen mittelfristig sogar auf das Zweirad. 🙂

Hier geht es zur Petition

Wie beurteilst du die Velosituation in Zürich?

 

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 26. September 2013 um 10:51 und abgelegt unter Engagement, Kunden reden mit, News. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

4 Kommentare über “Petiton fordert mehr Velowege in Zürich”

  1. Thomas schrieb:

    Ich glaube, die Notwendigkeit des Regelneinhaltens kann man nicht genug betonen. Gerade in Zürich empfinde ich die Stimmung und das Verhalten unter Velofahrern als teilweise sehr aggressiv. Ausserdem bin ich immer der Doofe, wenn ich auf dem Velo am Rotlicht warte 🙂

  2. Oliver by Veloplus schrieb:

    Arbeiten wir daran, dass wir so viele Doofe sind, dass plötzlich der, der bei Rot drüber fährt, der Doofe ist. 🙂

  3. Urs schrieb:

    Bin immer wieder erschüttert über Unfälle im Straßenverkehr. Einfach traurig. Was ich als Biker nie und nimmer verstehe, das sich VelofahrerInnen in diese Umterführung wagen. Es gibt alternative Wege, bei denen man/frau diese und andere sehr gefährliche Strecken meiden kann. Es gibt sicher genügend schlaue VelofahrerInnen, welche einen Routenplan, basierend auf der aktuellen Verkehrssituation, erstellen können. Noch besser eine Applikation für’s Smart Phone. Think about! ^urs

  4. susanne schrieb:

    An jener Stelle werden die Velos in die Rechtsabbiegespur geführt bzw. „gelullt“ und dann, wenn die Autos auf der Geradeausspur so schön ihren 50er drauf haben, dann sollen sich die Velos wieder in die Geradeausspur einreihen, obwohl der Platz für den Velostreifen fehlt?

    Ich frage mich, wer eine solche schizophrene Velospurbodenbemalung geplant hat und wer so etwas gutgeheissen bzw. bewilligen kann!
    Das ist absolut lebensmüde und gemeingefährlich gepinselt – so stelle ich mir die Befürwortung postnataler Abtreibung von Velofahrenden vor!
    Leider ist das nicht die einzige Stelle im zürcher Strassennetz, die Velofahrende voll ins Abseits lotst, um sie dann wie eine heisse Kartoffel fallen zu lassen, velostreifenmässig.

    Die Velosignete gehören dort mitten in die Strasse, alles andere ist unmenschlich, lebensgefährlich und provoziert Tote.

    P.S.
    Wenn ich dort durchfahre, dann mitten in der Strasse. Dann ist es für mich durchaus ok, wobei ich nachvollziehen kann, dass diese Route nicht für alle Velofahrenden geeignet ist.

    P.P.S.
    Ich will nicht halb Zürich umfahren müssen, um von der Zollstrasse ans Limmatquai zu kommen…

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