Helmpflicht für E-Biker? Update: Ständerat will Pflicht bei Jugendlichen

Freitag 17. Juni 2011

Author: Michael by Veloplus

Social Media Verantwortlicher und Redaktor bei Veloplus.

Elektrovelos sind in der Schweiz längst kein Nischenprodukt mehr. 39200 E-Bikes wurden laut der Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen (SFZ) 2010 landesweit abgesetzt. Somit verfügte jedes 10. verkaufte Velo über einen Elektromotor. Noch beeindruckender ist der Vergleich mit dem Jahr 2005, wo gerade einmal 1800 E-Bikes aus den Produktionshallen in Schweizer Garagen und Keller rollten. Diese Zahl hat sich in nur fünf Jahren verzweiundzwanzigfacht. Update zu Helmpflicht bei Jugendlichen unten im Beitrag.

 

Wirklich überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Viele Leute, die einmal mit einem E-Bike gefahren sind, möchten die Tretunterstützung nicht mehr missen. Dazu kommt, dass die Velos mittlerweile auch fernab der Stadt gute Dienste leisten. Egal, ob auf Waldstrassen oder Kieswegen. Einige Modelle sind sogar für den Singletrail- und Downhill-Einsatz bereit.  Und, für viele Käufer ein ganz wesentlicher Punk, die E-Bikes haben auch optisch grosse Fortschritte gemacht. Mit den ersten „Elektrobrummern“ haben die jüngsten Ausgaben nicht mehr viel gemeinsam.

Auch Veloplus, hier KV-Lehrling Flavio Frei, fährt E-Bike. Am Abend und den Wochenenden kann der Flyer von Mitarbeitern ausgeliehen werden.

Kleinmotorrad-Prüfung gefordert

Dank starken Motoren erreicht man mit einigen Modellen mühelos Geschwindigkeiten von 50 und mehr km/h. Das sorgt für Diskussionen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) will die stärksten Modelle nur noch mit einer Prüfung und als Kleinmotorrad zulassen. Aktuell werden E-Bikes mit Tretunterstützung über 45 km/h gleich eingestuft, wie  E-Bikes mit Tretunterstützung bis 45 km/h: nämlich als  Mofa. Eine Theorieprüfung und das Mindestalter (14 Jahre) genügen. Bei E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25km/h soll auch zukünftig die Velovignette genügen.

Astra will Helmpflicht bei schnellen E-Bikes

Weniger schnell handelt der Bund bei der umstrittenen Frage der Helmpflicht. Eigentlich ein sehr wichtiges Thema, können Stürze bei diesen hohen Geschwindigkeiten doch verheerende Folgen haben. Das Astra wartet mit einem möglichen Vorschlag jedoch ab, bis das Parlament die Zulassung der E-Bikes geregelt hat. Unsere Meinung ist: Der Helm gehört bei einer Tretunterstützung über 25 Stundenkilometern mit auf das E-Bike. Der Bremsweg ist lang und die Verletzungsgefahr gross. Bei den langsameren Elektrovelos setzen wir auf die  Eigenverantwortung des Lenkers.

Update vom 20. Mai 2011:

Der Bund schlägt in einer heute veröffentlichten Mitteilung vor, dass für schnelle E-Bikes (Leistung bis 500 Watt) künftig eine Helmpflicht gelten soll. Gleichzeitig soll die maximale Tretunterstützung bei 45 km/h liegen. Ohne Trampeln ist eine Obergrenze von 20 km/h vorgesehen.

Wie auch von Veloplus vorgeschlagen, wird bei langsameren E-Bikes der Helm empfohlen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) spricht sich aber gegen ein Obligatorium aus. Dafür sollen die E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25 km/h  zwecks besserer Rangierbarkeit mit einer Schiebe- und Anfahrhiilfe ausgerüstet werden. Die vorgeschlagenen Verordnungsänderungen werden bis zum 15. August in Vernehmlassung geschickt.

Update vom 17. Juni 2011: Ständerat will Pflicht für unter 14-Jährige

Es ist heute morgen Thema in jeder Zeitung zu lesen: Der Ständerat votierte am Donnerstag  mit 22 zu 1 Stimmen für einen zentralen Punkt von Via Secura. Das Verkehrssicherheitsprogramm, noch von Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger ausgearbeitet, umfasst eine generelle Helmpflicht für unter 14-Jährige. Die kleine Kammer folgte laut dem „Tages-Anzeiger“ damit einem Plädoyer von Verkehrsministerin Doris Leuthard. Sie argumentiere, dass Kinder die Gefahren noch nicht richtig einschätzen könne. Das Helmobligatorium nehme ihnen diese Entscheidung ab.  Nun geht die Bestimmung in den Nationalrat. 

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 17. Juni 2011 um 05:40 und abgelegt unter News, Veloplus inside. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

40 Kommentare über “Helmpflicht für E-Biker? Update: Ständerat will Pflicht bei Jugendlichen”

  1. Franz schrieb:

    Helmtragepflicht: Helm tragen rettet Leben. Ich glaube diese Aussage ist unbestritten? (Schreibe aus eigener Erfahrung, ich habe zwar jetzt ein wenig Titan im Kopf aber ohne Helm hätte es für mich „nur“ noch Holz gebraucht.)
    Ich bin der Meinung, Pflicht ist nicht schlecht. Die schützt vor allem die Kinder vor unvernünftigen Eltern. Wir Erwachsene dürfen genug dumm sein um keinen Helm zu tragen.
    Daher finde ich, Helmtragepflicht für alle Velofahrer, ob mit Motor, ohne Motor und auch ohne Altersbeschränkung. So kommen wir nicht in den Erklärungsnotstand, wie so unser Kopf härter sein soll als der unserer Kinder.

  2. Martin schrieb:

    Für e-bikes soll es wie für alle Velo keine Helmpflicht geben. Höchstens für die wirklich schnellen. Doch da schützt sich der venünftige ohnehin.
    @Franz: Damit ein Erklärungsnotstand gegenüber allen Kindern vermieden wird, kann man ja auch „Flügeli“-Tragpflicht für alle im Schwimmbad fordern!

  3. Manuel schrieb:

    Selbst fahre ich (praktisch) immer mit Helm. Eine Generelles Helm Obligatorium finde ich falsch.
    Länder wie Neuseeland und Australien gab es einen Rückgang der Velofahrer nach der Einführung der Helmpflicht.
    Für schnelle E-Bikes ist für mich eine Pflicht ok, sie gehören gesetzlich gesehen ja auch zur „Mofa-Familie“. Leider ist so die Hürde einer Ausweitung der Helmpflicht auf alle Velofahrer so viel kleiner.

    Der Helm-Boom auf den Skipisten zeigt was mit richtigen Kampagnen und Marketing ohne Verbote und neuen Gesetzen möglich ist.

  4. Franz schrieb:

    @Martin: „Flügeli“ vergleich hinkt. Im Schwimmbad kommt selten die Gefahr von Dritten im Wasser, ausserhalb des Becken ist Sie leider grösser. Und Eltern versenken ihre Kinder selten freiwillig. Vorsichtig gesagt finde ich den „Flügeli“ vergleich daher so ziemlich an den Haaren herbei gezogen.

  5. rotscher schrieb:

    Ob mit Bike oder Renner, 50 km/h sind schnell erreicht. Auch ohne Elektromotor. Von da her müsste es für alle sportlichen Fahrer ein Helmobligatorium geben 😉
    Wo ist nun die Grenze? Könnte aber die Grenze bei E-Bikes unter 25 und über 25 gut nachvollziehen. Wäre sicher sinnvoll.
    Egal, ich trage immer einen Helm. Wirklich immer!

  6. Michel schrieb:

    Auch ich fahre seit über 20 Jahren mit Gesichtspartien, deren Titan-Armierung, sinnlos wären, hätte dich damals keinen Helm getragen.
    Ein generelles Helmobligatorium für alle, und vor allem immer und überall, brauch es wohl nicht gleich. Ich hänge im Sommer auch gerne mal den Integralhelm an den Lenker, wenn ich die Stasse verlassen habe, und gemütlich zur Freeride-Piste strample. Sicher, eine sehr spezielle Situation. Ich will damit nur sagen, dass ich als vehementer Verfechter des Helmtragens auch Situationen sehe, in denen man auf dem Velo nicht gefährdeter ist als ein Fussgänger. Ich fände es dann doch eher komisch mich strafbar zu machen, wenn ich den Helm einen Moment nicht trage. Gesunder Menschenverstand sollte anwendbar bleiben.
    Aber nun zu den E-Bikes. Abgesehen davon, dass ich zunehmend E-Bike-Fahrer beobachte die offensichtlich noch nie in ihren Leben so schnell auf zwei Rädern unterwegs waren, und die Grenzen ihres fahrerischen Könnens immer wieder deutlich touchieren, sehe ich nicht ein, warum für Töfflifahrer und E-Biker (>25km/h) andere Masstäbe gelten sollen. Beim Töffli gilt ja schon ewig Helmplicht, und kaum jemand stört sich noch daran.
    Übrigens: Fahr‘ ich ohne Helm fühl‘ ich mich nackt, und hab‘ ein schlechtes Gewissen. Und das ist gut so!!

  7. Robert schrieb:

    Helmpflicht oder nicht ist keine Frage mehr für mich. Ich bin auf jeden Fall für Helmpflicht für alle Zweiräder, alles andere ist doch nicht zu verantworten.

  8. Thomas schrieb:

    Warum denn immer mehr Vorschriften? Ein gewisses Mass ein Eigenverantwortung dürfte jedem zuzumuten sein. Ich fahre täglich mit dem E-Bike zur Arbeit, im Berufsverkehr einen Helm zu tragen ist da selbstverständlich. Aber an einem sonnigen Tag, bei einem gemütlichen Veloausflug auch mal ohne Helm herumzufahren sollte einfach möglich sein, ohne dass gleich das Gefühl aufkommt, etwas ungesetzliches zu tun.

  9. Cyrill schrieb:

    Ich finde die Helmpflicht für Ebikes ab 25 km/h gut und nötig, auch eine Prüfung finde ich sinnvoll. Was aber stört ist, dass man mit E-bikes über 250W unterstützung keinen Kinderanhänger ziehen darf, auch nicht wenn man langsamer als 25 km/h fährt.

  10. Peter aus Basel schrieb:

    Auch ich bin ganz klar für die Tragpflicht eines Velohelms zum Fahren von E-Bikes mit gelber Mofanummer.
    Seit dem Kauf eines Flyers im Jahr 2000 trage ich selber fast generell einen Helm auf jedem Velo. Eine Ausnahme mache ich beim längeren Bergauffahren im Schritttempo. Wie beim Autofahren ohne Sicherheitsgurt fehlt mir etwas beim Radfahren ohne Helm.

  11. Jürg schrieb:

    Helm oder nicht hat doch eigentlich gar nichts mit dem E-Bike zu tun. Ich finde es mehr als nur Sinnvoll
    immer einen Helm zu tragen ob Velo oder E-Bike. Man kann im Schritttempo stürzen und am Randstein aufschlagen mit dem Kopf…..
    die Folgen muss ich nicht beschreiben. Ich verstehe eigentlich nicht warum Ihr gegen ein Obligatorium seid
    das gleiche gilt für IG Velo so eine Parole ist für mich mehr als unverständlich. Die Velofahrer bringen es
    gerade mal auf 38 % Helme und die Skifahrer auf ca 70% ????
    Es gibt auch in Europa Länder mit Helmpflicht ohne Probleme und wenn und aber, schlussendlich schützt sich
    jeder selber.

  12. markus schrieb:

    Da ich viel mit dem E-Bike unterwegs bin, achte ich darauf wer Helme trägt und wer nicht. Ich denke es ist zwischen dem Fahrrad und E-Bikes kein relevanter Unterschied. Die Helmtragequote liegt nach meiner Meinung bei über 40 %. Natürlich je höher die Geschwindigkeit umso grösser die Verletzungsgefahr. Eine Vorschrift mehr ist aus meiner Sicht unnötig. Jeder muss/soll da Eigenverantwortung übernehmen. Ja, genau wie oben erwähnt: Gesunder Menschenverstand und kein Gesetz.

  13. Ruedy schrieb:

    Kluge Köpfe schützen sich. Das gilt meiner Meinung nach auch, oder besonders für E-Bike Fahrer. Sehr oft sind es auch ältere Menschen die diese Modelle fahren. Viele von ihnen sind schon lange nicht mehr mit Velos unterwegs gewesen und die Sicherheit ist nicht immer gewährleistet. Ein Helm, natürlich auch bei jungen E-Bikern ist deshalb dringend zu empfehlen. Übrigens bin auch ich im Pensionsalter, habe also absolut nichts gegen ältere Verkehrsteilnehmer. Für mich gehört das tragen eines Helms zum Fahradfahren wie die Sicherheitsgurten im Auto.

  14. Jakob Bürkle schrieb:

    Ich fahre im Jahr ca. 2500 km auf einem normalen Tourenrad. Ich stelle immer wieder fest, dass mit den E-Bkes zu schnell und unsicher gefahren wird. In den nächsten Zeit werden sich die Unfälle mit E-Bikes sicher markant erhöhen. Die Helmtragpflicht müsste nach meiner Erfahrung unbedingt eingeführt werden.

  15. Urs Schwarz schrieb:

    Mit meiner BionX-Rakete werde ich von den übrigen Verkehrsteilnehmern immer wieder unterschätzt. Dessen bin ich mir bewusst und fhre darum mit doppelter Aufmerksamkeit und nie ohne Helm!
    Auf der Strasse begegnen mir auch immer wieder ältere Rennvelofahrer ohne Helm – Ich bin für eine Helmpflicht bei starken E-Bikes und Rennvelos.

  16. simon schrieb:

    Es ist jeder für sich selber verantwortlich und sollte somit auch selbst entscheiden, ob er einen Helm tragen will oder nicht. Beim Sturz ist nicht nur der Kopf gefährdert sondern auch andere Körperteile. Gegene einen Anstieg der Fahrradunfälle gibt es nur eines: Gegenseitige Rücksichtnahme und entsprechende Aufmerksamkeit im Verkehr und die Gewährung des Vortrittes auch dem schwächeren Verkehrsteilnehmer. Gueti Fahrt.

  17. David schrieb:

    Aus Eigenverantwortung trägt man beim Fahrrad fahren einfach einen Helm. Ich fahre Wettkämpfe, trage aber auch bei Spass-Ausfahrten immer einen Helm. Ob ein Helm-Obligatorium die richtige Anwort ist die Leute zu erziehen stelle ich allerdings in Frage. Es würde sich kaum durchsetzen lassen; die Polizei hat definitv andere Aufgaben. Unbestritten ist, dass sich durch die Möglichkeiten der E-Bikes immer mehr unsichere Personen in Geschwindigkeitsbereichen bewegen, welche ihre fahrerischen Möglichkeiten schnell übersteigen. Eine E-Bike-Prüfung würde dem kaum Abhilfe schaffen und wäre wiederum schwer umzusetzen. Ich denke dass beim Fahrrad fahren wieder vermehrt an die Eigenverantwortung apelliert werden muss und der Staat statt Vorschriften primär Aufklärung betreiben sollte.

  18. Martin schrieb:

    Ich hätte eigentlich nichts gegen eine Helmtragpflicht für schnelle Elektrovelos, aber das abgebildete Modell sieht danach aus, dass man darin erheblich mehr schwitzen würde als in einem normalen Velohelm – und bergauf kommt man ja auch mit einem Elektrovelo ziemlich ins Schwitzen …

  19. Gundi Renė schrieb:

    Bin selber schon zweimal gestürzt und war froh einen Helm getragen zu haben

  20. Oliver by Veloplus schrieb:

    Hallo René Bist du mit dem E-Bike gestürzt? Bist du aufgrund deiner Erfahrung für eine Helmpflicht oder appellierst du an die Eigenverantwortung?

  21. Gundi Renė schrieb:

    Nein es war ein MTB. Als VI-Instruktor sehe eher so, dass E-Bike gleich wie Mofas gehabt werden. Bei E-Bike dendiere eher ich auf en Obligatorium!

  22. Scheidegger Robert schrieb:

    Für mich ist das keine Frage. Jeder Mopedfahrer muss einen Helm tragen, wieso soll ein E-Bike, welches notabene in die gleiche Fahrzeugkategorie eingeteilt ist, anders behandelt werden?

  23. Jürg schrieb:

    Absolut keine Frage: Sobald die Unterstützug 25 km/h und mehr beträgt finde ich ein Obligatorium fürs Helm tragen angebracht. Das kann nicht mit den Flügeli im Schwimmbad (@Martin) verglichen werden, denn dort ist eine Aufsicht gewährleistet. Im Strassenverkehr und allenfalls nebenaus ist das aber nicht so.

  24. Gundi Renė schrieb:

    Alles klar schlussendlich zählt wiederum die Eigenverantwortung jedes Einzelnen! Aber E/Bike ja sind ähnlich wie Mofas!

  25. Daniel schrieb:

    Ich fahre ca. 4000 km pro Jahr zur Arbeit und nochmals so viel in der Freizeit (Tourenbike) – Alles mit Helm, guter Beleuchtung, mit sichtbarer Kleidung und möglichst viel Veloweg! Ich bin mit meinem Tourenbike etwa gleich schnell unterwegs (>30km/h) wie ein ungeübter E-Biker.
    Ich verstehe das Theater nicht wegen ein wenig Schaumstoff um den Kopf? Natürlich sollten sich alle vernünftig schützen, das hat vor allem mit Intelligenz zu tun. Es kann doch aber nicht sein, dass uns ständig der Staat bevormunden und den Verkäufern die Absatzzahlen garantieren muss? Egal ob Schwimmbadflügeli oder Helm. Wieso werden Schülern die Helme nicht einfach gratis abgegeben?

    Lasst den Velofahrern Zeit zur Einsicht zu kommen, beim Skifahren hat das gut funktioniert;-)

  26. H. Hallauer schrieb:

    bitte nicht noch mehr Regeln auf der Strasse! Lasst das Individuum selber denken und entscheiden! Im übrigen: abwärts kann ich mit jedem Bike ohne weiteres 50km/h und mehr erreichen. Auch mit einem Trottinett. Wo bliebe da die Logik?

  27. Claude F. schrieb:

    Für meinen 12km Arbeitsweg mit Muskelkraft trage ich FREIwillig konsequent einen Helm. Für kleine Besorgungen am Wohnort auch, aber da passiert es alle Schaltjahre mal wieder, dass ich es aus welchen Gründen auch immer doch nicht dabei habe. Dann fahre ich entsprechend verhaltener und habe absolut keinen Bedarf, dabei in die Illegalität gedrückt zu werden. Wenn nun bei E-Bikes die Pflicht kommt, steigt nun einmal der Druck für die „Muskelbetriebenen“. Das BfU drängt ja klar in diese Richtung und das zuständige Bundesamt ist dem Anliegen zumindest aufgeschlossen.
    Wenn also Helmpflicht für E-Bikes, dann nur für die schnelle Klasse und mit einer gehörigen Portion Skepsis (Salamitaktik droht!).

  28. Dani S. schrieb:

    Für den Arbeitsweg fahre ich jeden Tag ca 12 Km mit dem Velo. Immer mit Helm. Ist etwa das selbe wie die Gurten im Auto, man gewöhnt sich daran.
    Diesen Winter habe ich einen Velofahrer wieder auf die Beine gestellt, welcher mit ca. 30-40 Km/h gestürzt war. Zum Glück hatte er einen Helm getragen.
    Ich hätte nichts gegen ein Obligatorium auch für die normalen Velo’s.

  29. Walter Weber (via facebook) schrieb:

    Vor allem ist es fahrlässig ohne Helm Rad zu fahren. Zu meinen Anfangszeiten hat noch niemand an Helme gedacht! Ich trug einen Exoten, damals bei den Amateuren-,/ Eliteamateuren vorgeschrieben,

  30. Walter Weber (via facebook) schrieb:

    das war der aus Lederbändern!!

  31. Jürg schrieb:

    Tja, ich bin auch ein Helmfahrer. Werktags oft mit dem schnellen Flyer zur Arbeit (50 km hin- und her) und am Abend oder Wochenende mit Mountainbike. Wenn ein Obligatorium, dann für alle, denn wo ist der Unterschied zwischen Rennrad und schnellem Flyer in Bezug auf die Geschwindigkeit. Klar wäre ein Obligatorium für die ‚Hausfrau‘ etwas mühsames (Helm zum einkaufen etc.) aber von der Durchführbarkeit wäre es am einfachsten (0 oder 1). Meine Frau trägt übrigens zum einkaufen auch einen Helm. Und meine Kinder auch IMMER. Bereits heute ist ein Fahren ohne Helm bei einem Unfall in Bezug auf den Versicherungsschutz problematisch.

  32. Johann schrieb:

    Ich bin viel in der Stadt unterwegs und habe mir erst heute einen Helm gekauft.
    Gewissermassen vom Saulus zum Paulus.
    Ohne meinen Helm werde ich in zukunft keinen Meter mehr fahren denn es kann immer etwas passieren.
    Ich bin ganz klar für eine Helmpflicht auf jedem Velo!
    Denn ich war einfach nur zu bequem dazu und mit einer Helmpflicht wäre ich keine unnötigen Risiken eingegangen.
    Die Augen sind mir erst aufgegangen als ich gestern am Velotag der SUVA war und um mitfahren zu können mir einen Helm ausleihen musste!
    I love my brain!

  33. Leo schrieb:

    Helmpflicht für alle Velos ist die beste Lösung, Es gibt sehr viele ältere Leute, die 20 Jahre und mehr nicht mehr Velo gefahren sind, und jetzt wo es mit Unterstützung geht, sind auf einmal alle wieder Velobegeistert. Schaut mal einem älteren E-Velo-Fahrer zu, wie unsicher dieser sich auf dem Rad benimmt. Bei Gefahrensituationen wird es dann richtig kriminell.Die älteren E-Velo-Fahrer sind nun mal nicht mehr so sicher auf einem Rad wie junge dynamische Leute auf leichten Rädern. Reicht es denn nicht, das Becken gebrochen zu haben bei einem Sturz, muss diesen Leuten auch noch der weh tun, bis Sie merken, das ein Helm Schutz ist für die Birne. Da sind in den letzten Jahren Biker und Rennvelofahrer vernünftiger geworden.

  34. Johann schrieb:

    Es geht mir auch um das Vorbild für Kinder.
    Was macht es sinn den Kindern zu predigen sie sollen einen Helm tragen wenn die Erwachsenen es ihnen nicht vorleben.
    Da muss auch ich mich an der Nase nehmen, denn ich hatte manchmal ein schlechtes Gewissen.
    Haben wir aber ein Obligatorium ist der fall klar!
    Dann ginge es ein paar Monate oder vielleicht ein zwei Jahre und dann wäre das einfach selbstverständlich das man Helm trägt.
    Velo Profis wie Kuriere machen das schon heute!

    Natürlich würde

  35. Weiss73 schrieb:

    Hallo zusammen
    Fahre kein E-Bike, sondern Rennrad und Mountainbike.
    Fahre natürlich auch Auto. Das Problem liegt denke ich bei den Autofahrern, denn wenn sie eine „älter“ Person sehen, rechonen die meisten nicht damit dass die Bikes so schnell kommen.
    Dann passiert meistens das unweigerliche, Unfall, oder beinahkrasch.
    darum würde ich es gut finden wenn alle egal ob E- Bike oder sonst ein Fahrrad .
    Helm gehört auf den Kopf.
    Kluge Köpfe schützen sich!

  36. Hansueli Stettler schrieb:

    Wo sind die Zahlen, die mit genauen Unfall-Analysen belegen, dass der Helm wirklich schützt?
    Klar sind wir die schwächeren… Ich denke, viel von der Unsicherheit, die wir im Verkehr erfahren, hängt mit dem telefonieren der LenkerInnen zusammen. Aus meiner Sicht ist das das gravierendste Sicherheitsproblem unserer Zeit. Ich fahre seit Anbeginn professionell mit flyern, lese viel von schweren Unfällen auch mit helmgeschützen Köpfen und bin mir nicht sicher, ob wir das Problem richtig lösen.
    Einer mit Helm wird ja von den Autofahrern als tendenziell als „aggressiv“ und „geschützt“ erkannt und entsprechend behandelt (Bericht kam vor 2 Jahren in der WOZ) – das wäre kontraproduktiv.
    Wir sollten besser auf eine generelle Senkung der Maximalgeschwindigkeiten auf allen Strassen hinarbeiten, die wir als VelofahrerInnen mitbenützen dürfen.

  37. Dani schrieb:

    Mir ist es eigentlich egal, ob eine Helmpflicht eingeführt wird, es ändert sich für mich dadurch nichts. Ob in der Freizeit, dem Arbeitsweg, oder zu Einkaufen – ich trage immer meinen Helm! Wer keinen Helm trägt, gefährdet ja nur sich, nicht andere, und das ist mir egal!
    Nur das E-Bikes und Mofas anders gehandhabt werden, obschon sie in der gleichen Kategorie sind, das stört mich ein bisschen.
    Ich würde ganz allgemein eher auf ein Verbot von Kopfhörern bei Velofahrern hinarbeiten. Ich habe es auch mal auf einer kurzen Tour ausprobiert und fühlte mich unglaublich unsicher, da ich keine Ahnung hatte was hinter mir geschieht. V.a. im Stadtverkehr sehe ich da ein grosses Risiko.

  38. Christoph schrieb:

    Ich finde eine Helmpflicht für E-Biker gut. Es gibt viel zuviele Unfälle mit den gefährlichen Dingern.

  39. Lobo schrieb:

    Beim Downhill habe ich einen Integralhelm an. Auf der single trail tour einen offenen Helm. Und wenn ich in der Stadt gemütlich rumkurve dann gar kein Helm.
    Passieren kann immer was, aber bitte Leute lasst die Menschen leben und drängt sie nicht in die Illegalität! Mein 10 jähriger Neffe hatte gerade einen Velounfall. Er hatte keinen Helm an und musste sich dann im Spital operieren lassen. Und zwar am Arm den er sich gebrochen hatte. Ich könnte mich mit obligatorium für Kinder und schnelle e-bikes abfinden. Für alle anderen muss man das selber entscheiden können.

  40. Michael by Veloplus schrieb:

    Hallo Lobo

    Danke für deinen Kommentar. Wir bei Veloplus vertreten ebenfalls eine Politik der Freiwilligkeit. Grundsätzlich empfehlen wir aber, auf dem Velo immer einen Helm zu tragen – auch (oder gerade) in der Stadt, weil dort ein erhöhtes Risiko besteht, auch ohne Selbstverschulden zu verunfallen. Etwa dann wenn man übersehen – oder schlimmer noch – abgeschossen wird. Ein gebrochener Arm ist eine vergleichsweise harmlose Verletzung im Vergleich zu einem Schädelbruch oder Schädel-Hirn-Trauma. Auch wenn ein Helm keine Wunder vollbringen kann, so sind wir doch davon überzeugt, dass er gegebenenfalls Schlimmeres verhindern kann. Aber wie gesagt, wir sind mit dir einig: Helmtragen sollte freiwillig bleiben.

    Liebe Grüsse
    Michi

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