LITELOK: Top in der Stadt – Flop für sportlich Ambitionierte!

Dienstag 11. Oktober 2016

Author: Kathrin by Veloplus

Social Media Verantwortliche und Redaktorin bei Veloplus

Am 29. August 2016 hat sich Andreas Moser bei Veloplus als Tester für das LITELOK beworben. Aus vielen Bewerbern haben wir uns auf Grund seiner urbanen Wohn- und Arbeitsstätte für ihn als Tester entschieden. In den vergangen Wochen hat er das Schloss für Veloplus getestet und einen ausführlichen Testbericht verfasst, Fotos geschossen und ein kurzes Video gedreht. FAZIT: Das Schloss ist nicht für längere Distanzen oder sportlich ambitionierte Fahrten konzipiert, eignet sich aber für den täglichen Gebrauch in der Stadt. 

Während rund zwei Wochen hat Andreas Moser das LITELOK auf Herz und Nieren geprüft. Der begeisterte Sportler braucht sein Velo in erster Linie für seinen Arbeitsweg von Baden nach Zürich. In den vergangenen fünf Jahren wurden Andreas vier Velos und zwei Chariot Anhänger geklaut. Er war also prädestiniert, dass LITELOK für Veloplus zu testen – sein Testbericht!

Der erste Eindruck

Hurra das LITELOK ist da! Per Post kommt das ersehnte Paket. Dann die Enttäuschung, das muss was anderes sein, den „lite“ ist das definitiv nicht. Vielleicht zwei LITELOKs? Egal, erst mal alles aufreissen und beäugen resp. befummeln. Das LITELOK kommt also in einem chicen Turnsäcklein daher, da steht auch schon drauf was der Anspruch ist: LIGHT/ FLEXIBLE / STRONG. Die ersten beiden würde ich auf Anhieb so nicht unterschreiben, das STRONG aber auf jeden Fall. Mitgeliefert werden auch drei Schlüssel, was für schusselige „Schlüsselliegenlasser“ wie mich einen grossen Gewinn darstellt. Die Oberfläche des Bandes ist aber fein und darf auch an den Rahmen meines Lieblingsbikes. Der Verschluss ist gummiert, massiv und wirkt unknackbar.

Natürlich ist das Schloss durch das Band flexibel, nur hab ich davon wenig, weil das Ding nicht beliebig verdreht werden kann. Flexibel heisst in diesem Fall für mich ringförmig geschlossen oder ein offener Riemen. Ersteres wird wohl der Zustand sein in welchem sich das Schloss meistens befindet. Offen kann das LITELOK aber sicherlich prima zur Selbstverteidigung genutzt werden. Im Rucksack nimmt sich das Schloss seinen Platz, ist man damit eher knapp bedient, wird es halt eng. 

Den Dreh raus haben

Um Das Schloss zu öffnen muss man den Dreh ein wenig raus haben. Einfach Schlüsseldrehen reicht nämlich nicht. Der Riemen ist unter Vorspannung und diese muss erst durch einen minimen Druck überwunden werden, damit der Bolzen aus dem Verschluss gezogen werden kann. Das ist aber keine eigentliches Problem.

 Das Schloss an sich ist ein Prügel, Punkt. „Lite“ gilt wohl im Vergleich zu den bekannten massiven Stahlfaltschlössern. Mit über einem Kilogramm eignet sich das Schloss kaum  für Touren mit dem Enduro oder dem Renner, aber das ist wohl auch nicht der Anspruch.

 Das LITELOK ist ein Stadtschloss

Das Schloss soll ja in erster Linie das herzallerliebste Lieblingsbike in der bösen Stadt vor Langfingern schützenUnd das tut es. Nur schon die psychlogische Kriegsführung ist beeindruckend. Das LITELOK disqualifiziert Gelegenheitsdiebe und Hobbygauner einfach so mal per se. Design und Masse sprechen eine deutliche Sprache: Das wird nichts mit uns, denn ich bin die Mutter aller Schlösser und werde dir heute eine Lektion erteilen, die dich auf den Pfad der Tugend zurückbringen wird.

Nur Velodiebe mit sehr grossem Berufsstolz und Ehrgeiz wagen sich wohl an das LITELOK. Was passiert, wenn da Profis rumfingern, kann ich nicht sagen, die Tests sprechen aber für sich. Und bedenkt man das Velodiebe vor allem schnell und unauffällig sein müssen, glaube ich, dass das LITELOK diesen nicht eben gefallen wird.

ANMERKUNG: Beim Drehen des Videos ist mir das Schloss aus circa einem Meter auf den Boden gefallen. Danach haben sich einige Fäden der Ummantelung gelöst. Meiner Meinung nach ein NoGo für ein Qualitätsprodukt.

FAZIT

Alles in Allem erhält man ein wertiges Schloss, welches mir ein sicheres Gefühl für meine Bikes verleiht. Die Verarbeitung ist tadellos, Oberflächen etc. zerkratzen den Rahmen nicht und das Design ist massiv aber hübsch. Ich werde mir so ein Ding vermutlich kaufen, um im Büro zu lassen. Ich würde damit sogar mal notfallmässig mein Bike am HB übernachten lassen. Für den mobilen Gebrauch geht das noch, um mit dem Velo mal kurz um die Ecke zu rattern. Mit längeren Distanzen und sportlichen Ambitionen sehe ich das eher nicht – ausser man sucht ein hübsches Trainingsgewicht.

 

 

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 11. Oktober 2016 um 12:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

5 Kommentare über “LITELOK: Top in der Stadt – Flop für sportlich Ambitionierte!”

  1. Floriana schrieb:

    LITELOK ghern probieren und testen überall. Mfg An alle

  2. Kathrin by Veloplus schrieb:

    Liebe Florina, das LITELOK wurde bereits von Andreas Moser getestet. Ob das Schloss ins Veloplus-Sortiment aufgenommen wird, können wir aktuell noch nicht sagen. Danke und Gruss, Kathrin von Veloplus

  3. Floriana schrieb:

    Guten abend an alle Das würde mich freue wen das chund ich hoffe. Mfg an alle

  4. Lanz W. schrieb:

    Können Sie mir zwei OTTOLOK Band 76 cm ( Kevlar verstärkt ) mit 3 Schliessnummern besorgen ? Wiegt angeblich sehr wenig
    Grüsse Werner Lanz

  5. Kathrin by Veloplus schrieb:

    Guten Tag Herr Lanz, vielen Dank für Ihren Kommentar und die Anfrage betreffend OTTOLOK. Da es in der Schweiz keinen Lieferanten gibt, bedauern wir sehr, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir das Schloss nicht organisieren können. Wir danken für Ihr Verständnis. Gruss, Kathrin von Veloplus

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