Unterwegs mit E-Bikes in den Nachbarländern: Die Fakten

Mittwoch 20. April 2016

Author: Michael by Veloplus

Social Media Verantwortlicher und Redaktor bei Veloplus.

Unlängst gab ein Bericht in der TV-Sendung Kassensturz sowie der Radiosendung Espresso zu reden: Ein Schweizer Ehepaar wurde in Italien massiv gebüsst, weil es mit schnellen E-Bikes unterwegs und „nur“ mit Velohelmen ausgerüstet war. Wir sagen dir, worauf du achten musst, wenn du mit dem schnellen E-Bike im Ausland unterwegs bist.

Der Fall machte einen stutzig: Ein älteres Ehepaar ist mit seinen schnellen E-Bikes (Tretunterstützung bis 45 km/h) in Italien nahe der Schweizer Grenze unterwegs, als es von der Polizei kontrolliert wird. Weil die beiden nur einen Velohelm trugen und nicht einen Töffhelm wie in Italien vorgeschrieben, mussten sie nicht nur eine empfindliche Busse bezahlen; ihre E-Bikes wurden gleichsam als corpora delicti für 60 Tage beschlagnahmt.

Einerseits ärgerlich bis empörend, andererseits muss man der Polizei in Italien natürlich auch zugute halten, dass sie nichts falsch gemacht hat. Denn in Italien – wie auch in anderen Nachbarländern der Schweiz – gelten bei der Verwendung von E-Bikes bisweilen andere Gesetze als hierzulande.

Wer mit seinem schnellen E-Bike (45 km/h) im angrenzenden Ausland fährt, ist deshalb gut beraten, sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen im jeweiligen Land auseinanderzusetzen:

  • Schnelle E-Bikes (alle mit gelber Nummer) gelten als Kleinmotorräder.
  • Fahrer eines Kleinmotorrads müssen einen homologierten Motorradhelm (Integral mit Kinnbügel oder Jethelm ohne Kinnbügel) tragen, dies gilt für Italien, Frankreich und Österreich.
  • In Deutschland muss nach Gesetz ein geeigneter Helm getragen werden. Der ADAC empfiehlt einen Motorradhelm zu tragen.
  • Kleinmotorräder dürfen in I/F/D/A nicht auf Velowegen fahren, schnelle E-Bikes somit ebenfalls nicht.
  • In Italien reiche auch schon einhändiges Fahren mit dem schnellen E-Bike für eine Busse und Konfiskation für 60 Tage.
  • In der Schweiz gilt für schnelle E-Bikes weiterhin das Velohelm-Obligatorium.
Alle Infos findest du in einer praktischen Übersicht auf unserer Webseite. Und natürlich findest du bei uns eine Auswahl an tollen E-Bikes und E-Bike-Zubehör.
 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 20. April 2016 um 10:51 und abgelegt unter Allgemein, E-Bike/Velektro, News, Veloplus Tipp. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

2 Kommentare über “Unterwegs mit E-Bikes in den Nachbarländern: Die Fakten”

  1. Helena schrieb:

    Italien will sich halt seine Benzin-Roller-Industrie nicht durch die neuen E-Bikes kaputtmachen. Mit diesem Töffhelm-Obligatorium hat man die unliebsame Konkurrenz sehr schnell und einfach ausgeschaltet…

    In Deutschland höre ich nur von E-Bike-Besitzern, dass sie mit einem regulären Velohelm keine Probleme haben. Wer setzt sich schon einen unbelüfteten, schweren Helm auf den Kopf, wenn er sich noch körperlich betätigt? Da bekommt man ja einen Hitzestau.

  2. Eduard J. Belser schrieb:

    Ja, ja diese Bunga-Bungas! Wenn sie sonst schon nicht viel auf die Reihe bringen ausser gut zu kochen, bei den E-Bike-Helmen nehmen sie es genau.

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