Testbericht Torch Helm

Dienstag 12. Januar 2016

Author: Michael by Veloplus

Social Media Verantwortlicher und Redaktor bei Veloplus.

Wir erinnern uns: Im Dezember haben wie eine Testerin oder einen Tester für den Torch Helm gesucht. Von den vielen Bewerbungen hat schliesslich jene von Hanna Wellauer das Rennen gemacht. Lest hier Ihren Testbericht inkl. Testfilm!

Während gut drei Wochen habe ich den Torch-Helm während meinen alltäglichen Velostrecken (durchschnittlich circa 10 km) rund um die Stadt Zürich getestet. Und man darf sagen, dass man so als helles Köpfchen ziemlich auffällt. Viele Passanten und andere Velofahrer haben mich erstaunt angeschaut und waren häufig begeistert von dem Helm.

Der Helm wird mit zwei unterschiedlich dicken Innenpolstern geliefert und kann mit Hilfe eines Einstellrades genau an die Kopfgrösse angepasst werden. Ich habe mich für das dünnere Polster entschieden, damit ich unter dem Helm noch locker ein Stirnband oder eine Mütze tragen kann (was zurzeit auch sehr zu empfehlen ist)!

Passform gut

Ich habe einen eher schmalen und langen Kopf, und auf diesen passt der Helm wie angegossen. Die Anpassung der Kinnriemen ist sehr einfach, doch leider verstellen sich diese auch sehr schnell wieder. Die kleinen Plastikteilchen auf der Seite sind meiner Meinung etwas zu gross konzipiert und deswegen verstellen sie sich sehr schnell, wenn man den Helm rumträgt. Für mich ist auch der Verstellriemen zu lang, doch dieser lässt sich sicherlich problemlos kürzen. Ich würde die Kinnriemen wohl «festnähen», damit diese sich nicht wieder verstellen.

Im Grossen und Ganzen ist der Helm gut verarbeitet, die Farbe gefällt mir sehr gut, und die beiden Lichter sind gut im Helm integriert. Allerdings finde ich es schade, dass die «Steckdosen» an der Unterseite nicht abgedeckt sind. Ein kleiner Deckel oder so wäre schön gewesen. Ob das mit der Zeit nicht rostet?

Ideale Standlichter

Bezüglich «Lichtqualität» kann ich sagen: Die beiden Leuchten sind ideale Standlichter. Das Frontlicht hat nicht wirklich einen Fokus und so ist es nicht ideal, um einen dunklen Pfad auszuleuchten. Für Fahrten in der Stadt reicht es jedoch völlig, und man wird von anderen Verkehrsteilnehmern sehr gut wahrgenommen.

Insgesamt haben das Vorder- und das Rücklicht 5 verschiedene Modi: Ich habe fast immer den normalen, nicht blinkenden Volllichtmodus verwendet. Die Lichtschalter sind übrigens auch mit Handschuhen sehr gut bedienbar. Leider muss man zum Ausschalten sich immer durch die 5 Lichtmodi drücken, bis das Licht abstellt, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Ein standardmässiges langes Drücken zum Ausschalten wäre praktischer.

Unter der Woche fahren, am Wochenende laden

Nach der ersten Akkuaufladung hatte ich für gut 5 Stunden Licht (gemäss Hersteller sollte es für mindestens 6 Stunden halten). Ich denke, dass wohl die Kälte die Leuchtdauer etwas beeinträchtigt hat. Für mich reicht eine Akkuladung gut für eine Arbeitswoche Velofahren. Am Wochenende lade ich den Helm dann einfach wieder auf.

Einen grossen Nachteil hat der Torch: Es gibt keine Möglichkeit zur Kontrolle der Akkuladung; d.h. Vorderlicht und Rücklicht stellen irgendwann nach einem kurzen roten Warnblinken einfach ab. Eine Batteriestandanzeige wäre sehr wünschenswert!

Soweit ich die Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS), Art. 213 ff bezüglich der Ausrüstung des Velofahrenden verstanden habe, ist es nicht erlaubt, nur mit dem Helm als einziger Beleuchtungsquelle umherzufahren.

Während meinen Testfahrten hatte ich jedoch nie ein zusätzliches Vorderlicht dabei, da ich mich mit dem Helm genügend sichtbar fühlte. Ich wurde auch nie von einem Polizisten angehalten und auf das fehlende Licht direkt am Velo angesprochen 🙂

Fazit

Für alle, die in der Stadt unterwegs sind, ein durchaus sehr zu empfehlendes Accessoire. Wenn jemand länger auf unbeleuchteten Strassen oder Wege ausserhalb der Stadt unterwegs ist, ist ein stärkerer Frontscheinwerfer empfehlenswert.

Ich persönlich würde ihn sofort als Stadthelm einsetzen, da ich so immer eine Beleuchtung dabei habe und nicht die ganze Zeit meine Akku-Lichter am Velo an und abmontieren muss.

 

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 12. Januar 2016 um 13:58 und abgelegt unter Allgemein, Kunden reden mit, News, Test. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

3 Kommentare über “Testbericht Torch Helm”

  1. Christoph schrieb:

    Vor einigen Tagen haben meine Partnerin & ich zwei torch Helme erhalten.
    Wir haben beide Helme mit den mitgelieferten Verbindungskabel geladen.
    Die Lampen leuchteten rot. Aber das rote Licht ist nie wie beschrieben ausgelöscht. Beide Helme konnten nach dem entfernen der Kabel nicht eingeschaltet werden (kein Licht).
    Offensichtlich machen wir etwas falsch?
    Weiss jemand Rat?
    Vielen Dank, Christoph

  2. Michael by Veloplus schrieb:

    Hallo Christoph

    Wir hatten nur dieses eine Muster und haben deshalb keine Erfahrung mit allfälligen Problemen. Wir empfehlen dir in diesem Fall, dass du dich direkt an den Verkäufer und/oder den Hersteller wendest.

    Danke aber fürs Posten hier, vielleicht hat ja jemand aus der Community ähnliche Erfahrungen gemacht und kann weiterhelfen.

    Liebe Grüsse
    Michi

  3. Gordian schrieb:

    Hallo Christoph,

    sei Juni 2016 sind wir Partner von TORCH in Deutschland. Am Anfang hatten wir das ähnliche Problem. Man lädt den Helm, die rote Lampe leuchtet beim Ladevorgang und dann lässt sich der Helm doch nicht einschalten.

    LÖSUNG
    https://vimeo.com/148016698
    Bei Sekunde 7 und 20 dimmt das Licht etwas und erst dann beginnt der „richtige“ Ladevorgang.Hintergrund sind die Batterien.

    Das versteht natürlich am Anfang keiner. Deshalb laden wir am Anfang alle Helme erstmalig selber.

    @ Batteriestandsanzeige aus dem Beitrag
    https://vimeo.com/124076506
    Der Helm zeigt jeweils vorn und hinten an, wie die Batterie geladen ist. Blinkt der 4 mal, dann ist er voll geladen.

    Bei Fragen einfach schreiben.

    Liebe Grüße
    Gordian

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