Test Raincombi: Perfektes Testwetter!

Dienstag 26. August 2014

Author: Michael by Veloplus

Social Media Verantwortlicher und Redaktor bei Veloplus.

Normalerweise käme niemandem in den Sinn, im Sommermonat August einen Regenbekleidungstest durchzuführen. Wir habens gemacht und konnten dabei voll auf das Wetter zählen: auf einen nassen Juli folgte … na ja, ein nasser August. Zum Glück für uns und unsere Raincombi-Tester Moni und Andreas, die für uns direkt aus der Tiefdruckzone berichten.

Monika: Bis die ganze Mannschaft heute angezogen war, hat es nur noch leicht getröpfelt … nun gut, aber da wir schon fertig zur Abfahrt waren, gings dann trotzdem los. Beim Anziehen merkte ich nun irgendwie deutlicher, dass die Hosenbeine gar nicht so lang sind, also an ein Kürzen (die Idee ist ja grundsätzlich cool) ist mit einer Grösse von 1.70 nicht zu denken. Und wenn ich mir überlege, dass viele Grösse M tragende Menschen wohl doch noch etwas grösser sind, habe ich mich gefragt, ob diese dann wirklich genügend lang sind? Das Verhältnis Armlänge zu Beinlänge stimmt für mich nicht, d.h. Arme viel zu lang, Beinlänge gerade gut – und ich glaube nicht, dass ich extrem kurze Arme habe!

Andreas: Nun, dieser Sommer hat alle Regenwünsche von Veloplus erhört, somit konnte das Raincombi bereits ausgiebig getestet werden (herzlichen Dank nochmals, wir wissen wer schuld ist …). Vorab so viel, es ist immer noch dicht. Das löst jetzt immer noch keine Begeisterungsstürme aus, aber immerhin ist eine Basisanforderung bereits erfüllt. Und dies obwohl das Wasser von oben, unten oder der Seite kam. Ich glaube meine Regenjacke lässt da mehr zu, speziell am Reisverschluss.

Monika: Aufgefallen während des Fahrens ist mir die enorm grosse Tasche rechts am Hosenbein. Die ist viel zu gross wenn man nur ein Natel und Schlüssel dabei hat. Durch das Gewicht der Sachen zieht es die Hose ziemlich runter – und ich hatte nur das iPhone und einen normal grossen Schlüsselbund dabei. Das war mühsam während des Fahrens. Wäre die Tasche kleiner, wäre es idealer. Oder irgendwo sonst eine Tasche auch mit Reisverschluss …

Andreas: Eigentlich war ich schon ein wenig skeptisch, ob die riesigen Belüftungsöffnungen am Rücken nicht mal was durchlassen, aber das tun sie nicht. Das heisst, das tun sie selbstverständlich schon, nur eben wie es sein soll, nur Luft.Und das ist toll, denn im normalen, noch so atmungsaktiven Regenschutz sammelt sich oft so viel Schweiss, das ich nicht sicher bin ob er nun undicht ist.Ein wichtiger Faktor für den Tragekomfort.

Monika: Der Klett im Schritt hat schon nach dem Aufsitzen nicht gehalten; meine Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Es hat ja auch nicht wirklich Platz um diesen Klett noch zu fixieren – steht also ständig so rauf beim Sattel, weil es nicht fixiert ist. Muss aber sagen, so störend wie ich es gedacht habe, ist es nicht, aber auch nicht schön und sieht nicht gut aus. Die Gummizüge für die Verkleinerungen dass z.B. die Hose besser hält, sind ok – aber mehr nicht. Ich musste während des Fahrens mehrmals nachziehen mit dem Zipper, irgendwie hielt das nicht ganz so gut wie es wohl sollte.

Andreas: Nun komme ich aber nochmals zum Klettverschluss am Bein. Meine Mittesterkollegin hat die sehr winzigen Klettverschlüsse für die Wadenstraffung bereits skeptisch betrachtet. Recht hat sie. Nachdem diese auf einer Fahrt dreimal den Dienst versagten und ich im Schlaghosen-Hippieraincombi unterwegs war, fahre ich das Combi nur noch mit Snap Wrap Reflektor (erhältlich bei Ihrem freundlichen Veloplushändler).Damit geht das wieder gut. Das macht mir eigentlich nichts aus, ist aber eben auch kein Ruhmesblatt.

Monika: Und um den heutigen Bericht zu vervollständigen muss ich nach meiner heutigen einstündigen Testfahrt sagen, dass sich die meisten Mitmenschen ein solches Kombi irgendwie nicht vorstellen können. Zwei Kolleginnen angetroffen, beide mit Fragezeichen in den Augen und nachfragend, ob ich auffallen wolle, mich dann zumindest verstanden haben als ich vom Testtragen erzählte – und dann die gefühlten 50 Augenpaare, die sich sonst auf mich gerichtet habe, da man mit der Farbe total auffällt.

Der Raincombi macht eine Falle und ist erst noch ein Farbtupfer im grauen Wetter dieses Sommers.

Der Raincombi macht eine Falle und ist erst noch ein Farbtupfer im grauen Wetter dieses Sommers.

Andreas: Weiterhin positiv überrascht mich das schnelle Anziehen  unterwegs. Wir kennen es alle: Man fährt so richtig schön und schnell, da kommen die ersten Tropfen. «Mir egal, wird schon nicht richtig kommen.» Man will ja den schönen Schwung nicht wegen ein paar Regentropfen opfern. Fahre also weiter und merke, dass ich auf offener Überlandstrasse im Platzregen bin. Da ist man wirklich froh das man ein Raincombi hat. Mit wenigen Handgriffen ist man innert weniger Sekunden tiptop eingepackt. Auch die Veloschuhe muss man nicht durch die Beine zwängen, das geht praktisch von alleine.

Monika: Die Farbe finde ich total cool – wenn ich jetzt aber näher darüber nachdenke und an die Reaktionen heute denke ich, dass dunkelgrau oder dunkelblau wirklich geeigneter wäre. So eine Jacke in türkis ok, aber der ganze Anzug ist des Guten zu viel 🙂

Andreas: Die Leute unterwegs haben sich an den Anblick gewöhnt, das Gegröhle wegen dem Marsmenschen auf dem Zweirad wird leiser und leiser. Schade, das hat mich irgendwie schneller gemacht …

 

In einem abschliessenden Bericht (demnächst auf dem Blog) werden unsere Tester Monika und Andreas Fazit ziehen und ihr Urteil zum Raincombi abgeben. 

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 26. August 2014 um 12:09 und abgelegt unter Allgemein, Kunden reden mit, News, Test. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

2 Kommentare über “Test Raincombi: Perfektes Testwetter!”

  1. Helena schrieb:

    Hmm aber gerade bei Regen wäre doch Auffallen aus Sicherheitsgründen keine schlechte Idee. Wenn es denn ein dunkler Combi sein soll, dann würde ich ihn mit neongelben Elementen „spicken“, man sieht Leuchtfarben bei Regen einfach besser! Reflektoren sollte er sowieso haben für Nachtfahrten. Verstehe nicht, warum man immer nur Kinder gut sehen soll, deren Bekleidung kann nie bunt und reflektierend genug sein… Als Velofahrer bin ich froh, wenn man mich wahrnimmt (trotz Tageslicht am E-bike…)

  2. Michael by Veloplus schrieb:

    Hallo Helena

    Danke für deinen Kommentar. Da gebe ich dir gerne recht. Gerade bei uns Velofahrern ist Sicherheit – und damit verbunden Sichtbarkeit – ein wichtiges Thema. Oft ist es für Designer dann ein besondere Herausforderung, beiden Anliegen Rechnung zu tragen: der Sichtbarkeit und dem Wunsch nach einem gelungenen Style 🙂

    Liebe Grüsse
    Michi

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