VELORUN – Google-Maps goes Velo

Freitag 10. August 2012

Author: Michael by Veloplus

Social Media Verantwortlicher und Redaktor bei Veloplus.

Google ist ein Tausendsassa. Neben riesigen Erfolgen mit der Suchmaschine, Onlinewerbung und dem Videoportal Youtube stösst die Firma immer wieder neue Projekte an. So können über Google Maps jetzt auch Velorouten geplant werden. Werden die Amerikaner zum Konkurrent für Velokarten und GPS? Wir haben den  Dienst, der in Nordamerika schon seit November 2010 läuft, getestet. Du kannst beim Ausprobieren gewinnen!

Leider noch nicht ausgereift

Das Fazit zuerst:  (Noch) funktioniert Google Maps für Velofahrer nur mit Einschränkungen. Dies, weil sich der Dienst strickt an grosse Strassen hält und fast keine Alternativrouten zur Verfügung stehen. So kommt man als Velofahrer zwar am gewünschten Ort an, nimmt dafür aber oft Umwege und/oder nicht eben idyllische Wege in Kauf.

Praxistest: Wetzikon – Einsiedeln

Unser Produktmanager Fredy Ruhstaller pendelt mit dem Velo zwischen Einsiedeln und Wetzikon. Der Routenvorschlag bis Pfäffikon (Schwyz) geht in Ordnung. Auch wenn es durch das Zürcher Oberland unzählige Alternativen gibt, die einem Google schlicht vorenthält. Ab Schwyz führt einen der Planer dann der Hauptstrasse entlang über Wollerau und Schindellegi. Schade: Die zwar deutlich steilere, dafür aber auch direktere und fast autofreie Variante über den Etzel wird einem vorenthalten.

Grosse regionale Unterschiede gibt es bezüglich markierten Velowegen. Während in einigen Landesteilen schon viele Trails markiert sind, fehlen sie an anderen Orten noch fast vollständig. Dazu kommen zahlreiche „Versuchslinien“. Also verwaiste Striche, die User wahrscheinlich einzig zum Testen des Tools eingezeichnet haben. Kurz: Positive Ansätze sind vorhanden. Damit Google Maps ein gutes Velo-Navigationsmittel oder gar ein ernstzunehmender Karten- und Navikonkurrent wird, bleibt aber noch einiges zu tun.

Velotaugliche Wege und Strassen sind farblich markiert.

Velofahrer und Biker sollen mithelfen

Ob der Dienst zum Erfolg wird, hängt auch von dir ab. Google wünscht sich nämlich, dass Velofahrer und Mountainbiker über den Mapmaker ihr Knowhow und damit Routen einbringen. Voraussetzung dafür ist ein Google-Account. Klappt dieses Vorhaben, könnte Google Maps für Velofahrer richtig interessant werden. Neben dem User-Engagement sehen wir aber auch die Differenzierung zwischen Velo und Mountainbike als wichtige Erfolgsvoraussetzung. Denn was ein  „velotauglicher“ Weg  ist, hängt natürlich stark vom jeweiligen Untersatz ab.

Trotz den kritischen Einwänden finden wir das Velo-Feature von Google Maps eine tolle Sache und hoffen, dass sie ihren Teil zur Veloförderung beitragen kann.

 

VELORUN-Wettbewerb – Wie lange dauert die Fahrt von Veloplus zu Veloplus?

Für den heutigen VELORUN kannst du das neue Tool gleich ausprobieren.  Schreib uns per Kommentar, wie viele Kilometer du für die Fahrt vom Veloplus Wetzikon bis zum Veloplus Ostermundigen über die schnellste vorhande Google-Veloroute zurücklegen musst.

Sehr interessiert sind wir zudem an deinen Eindrücken zum neuen Tool!

Gewinn das EMT PRO ROAD Tool von SPECIALIZED.

Unter allen richtigen Antworten verlosen wir das stylishe EMT PRO ROAD Tool von SPECIALIZED. Teilnahmeschluss ist Donnerstag, 16. August, 24. Uhr.

 

So funktioniert das Velofeature von Google Maps

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 10. August 2012 um 04:20 und abgelegt unter News, Wettbewerb. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

4 Kommentare über “VELORUN – Google-Maps goes Velo”

  1. Urs Kyburz schrieb:

    Auf meinem Arbeitsweg sind nicht mal alle Strassen und Wege eingezeichnet. So ist das Tool nicht brauchbar. Da bleibe ich beim Schweiz Mobil Kartentool.

  2. DaniScH schrieb:

    Hallo

    Google berechnet mir 156 km,

    als Alternative habe ich noch bei OpenRouteService.org (OpenCycleMap) möglichst auf Fahrradwegen geroutet und bin dabei auf 157 km gekommen. Der Detailvergleich der beiden Routen zeigt die OpenRouteService-Route geht viel mehr über Fahrradwege. Für mich ist Google in diesem Fall noch lange keine Alternative. Auch das herunterladen des Trcks fürs GPS geht bei ORS viel schneller und einfacher.

    Viele Grüsse
    Dani

  3. Michel schrieb:

    Momentan scheint mir das Ganze noch nicht ausgereift. Hoffentlich steckt Google da gleich viel Power rein wie in andere Projekte. Ist sicher keine Konkurrenz für mein Navi.

  4. yves schrieb:

    Leider noch keine Singletrail-Routen verfügbar 😉
    Im Ernst – das Projekt tönt interessant und es ist schön, dass für einmal nicht nur das Auto sondern auch der Langsamverkehr berücksichtigt wird..

    BTW, Google meint, dass es 156KM von VP Ostermundigen bis VP Wetzikon sind.

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